Auderville

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Auderville
Wappen von Auderville
Auderville (Frankreich)
Auderville
Region Basse-Normandie
Département Manche
Arrondissement Cherbourg
Kanton Beaumont-Hague
Koordinaten 49° 43′ N, 1° 56′ W49.711944444444-1.931388888888954Koordinaten: 49° 43′ N, 1° 56′ W
Höhe 0–133 m
Fläche 4,33 km²
Einwohner 261 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 60 Einw./km²
Postleitzahl 50440
INSEE-Code

Die Landspitze von La Hague mit ihrem Leuchtturm

Auderville ist eine französische Gemeinde mit 261 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Manche in der Region Basse-Normandie. Sie gehört zum Kommunalverband Communauté de communes de la Hague.

Geografie[Bearbeiten]

Auderville ist die normannische Gemeinde, die am westlichsten gelegen ist.
Auderville liegt an der Nordwestseite des Kaps La Hague am Ärmelkanal, 800 Meter westlich der Nachbargemeinde Saint-Germain-des-Vaux und 24 Kilometer nordwestlich von Cherbourg-Octeville.[1] Die Weiler La Roche, La Haye und Goury gehören zur Gemeinde. Vor der Küste von La Hague verläuft in der Straße von Alderney, einer der stärksten Gezeitenströme Europas.
Die Gemeinde liegt auf der Halbinsel Cotentin, im armorikanischen Massiv, nördlich von Jobourg. Cadomische Granite kommen zum Aufschluss [2].

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1656 bis zur Französischen Revolution (1789−1799) war die Familie Coulon de Couvert im Besitz der Ortschaft Auderville. Ihnen stand auch das Recht zu sämtliche wertvollen Teile aus Schiffbrüchen zu bergen und zu behalten. Schiffbrüche waren aufgrund des Raz Blanchard nicht selten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Phare de la Hague wurde 1834 von Charles-Félix Morice de la Rue (1800−1880) erbaut. Seit 1837 dient er als Leuchtturm. Er ist 52 Meter hoch. Das Leuchtsystem wurde mehrmals geändert. Die erste Lampe wurde mit Pflanzenöl betrieben, ab 1890 wurde eine Naphtha-Lampe mit sechs Dochten eingebaut und ab 1905 wurde Petroleum verwendet. Im gleichen Jahr wurde eine Metalltreppe eingebaut. Seit 1910 kann der Turm akustische Signale aussenden. Seit 1971 wird der Turm elektrisch betrieben. 1989 wurde der Turm automatisiert und die drei letzten Wächter versahen noch bis Mai 1990 ihren Dienst.[3]

Blick aus dem Kirchenschiff in den Chor

Die Kirche von Auderville wurde im 12. Jahrhundert erbaut, aus jener Zeit sind das Kirchenschiff und der Glockengiebel erhalten geblieben. Die Decke des Kirchenschiffs ist mit Lambris (Holzvertäfelung) verkleidet. Der Chor stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Auderville ist von Weiden, Äckern und vom Meer umgeben. Wichtige Erwerbszweige der Audervillais sind die Zucht von Hausrindern und Hausschafen. Es gibt einen kleinen Hafen und eine Station der Société Nationale de Sauvetage en Mer (Nationale Seenotrettungsgesellschaft) in Goury. In Auderville gibt es mehrere Chambre d’hôtes (Gästezimmer).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auderville auf annuaire-mairie.fr (französisch), abgerufen am 10. Dezember 2009
  2. Cadomische Granite Webseite Lithothèque de Normandie.
  3. Auderville in der Base Mérimée (französisch), abgerufen am 10. November 2009