Audhumbla

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Auðhumbla leckt Búri aus dem Eis. Aus einer isländischen Handschrift des 18. Jahrhunderts.
Ýmir und Auðhumbla von Einar Jónsson.

Audhumbla, auch Audhumla, altnordisch Auðhumbla „die Milchreiche“, ist in der Nordischen Mythologie die Urkuh, die lediglich in der Prosa-Edda erwähnt wird.

Demnach gab es in Niflheim die Quelle Hvergelmir, aus der elf Ströme flossen. Je weiter sie sich von der Quelle entfernten, umso kälter wurden sie, und ihre Wasser formten sich schließlich zu Reif und Eis, die die Nordhälfte des Grabens Ginnungagap füllten. Durch warme Luft und Funken aus der südlichen Feuerwelt Muspellsheim schmolz das Eis im Graben und „es erhielten die Tropfen Leben“. So entstand durch das Wirken von Hitze und Kälte das erste Wesen, der Riese (Jötun) Ymir, von dem das Geschlecht der Hrimthursen ausging. Ýmir nährte sich von der Milch der Kuh Auðhumbla. Als die Kuh an den salzigen, bereiften Steinen leckte, kamen am Abend des ersten Tags Menschenhaare hervor, am anderen Tag eines Mannes Haupt und am dritten Tag war es ein ganzer Mann, der Búri hieß und groß und stark und schön von Angesicht war. Dessen Sohn Burr bekam von Bestla, der Tochter des Riesen Bölthorn, drei Söhne: die Götter Odin, Vili und .

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie. 3. Auflage. Kröner Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-520-36803-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Auðumbla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien