Audiometer

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Ein Audiometer ist ein diagnostisches Gerät zur Bestimmung der Hörfähigkeit.

Dazu werden dem Patienten elektronisch erzeugte, wahlweise gepulste Sinustöne verschiedener Frequenz (Tonhöhe) oder genormtes Sprachmaterial – über Kopfhörer, Knochenleitungshörer oder Lautsprecher – eingespielt. Das Gerät besteht im Wesentlichen aus einem Tongenerator, einem Pegelregler (ermöglicht stufenweise Verstärkung jedes Tones bis mindestens 80 dB) über der normalen Hörschwelle, einem elektroakustischen und optional auch einem elektromechanischen Wandler für die Prüfung der Luft- bzw. Knochenleitung. Die technischen Normen für Audiometer finden sich im Standard ISO EN 60645 1-3, der genaue Ablauf der Messung ist durch den Standard ISO EN 8253 1-3 festgelegt. Heutzutage sind Audiometer meistens durch Prozessoren gesteuert. Für den Hausgebrauch existieren Software-basierte Audiometer, die eine etwas weniger genaue Messung durchführen können. Die neuesten Generationen von PC-Audiometern verbinden Computer und Audiometrie; die erstellten Messwerte können gespeichert oder übergeben werden. Zum Einmessen von Hörgeräten verwendet man dafür NOAHlink, im Bereich der diagnostischen Medizin sind GDT-Schnittstellen üblich.

Mit einem Audiometer können je nach Ausstattung verschiedene Messungen durchgeführt werden. Die wichtigsten sind:

Ein Audiometer kann helfen zu analysieren, ob beispielsweise ein Hörverlust seine Ursache im Außenohr, Mittelohr, Innenohr oder Hörnerven hat.

Audiometer unterliegen in Deutschland einer Kalibrierpflicht gemäß § 11 der Medizinprodukte-Betreiberverordnung von einem zugelassenen Wartungsdienst, der die Richtigkeit und Vergleichbarkeit der gemessenen Werte garantiert. Der ISO-Standard 389 1-3 gibt die Prozeduren für die verschiedenen Typen von Kopfhörern.