Audioslave

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Audioslave
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Audioslave live beim Montreux Jazz Festival (2005)
Audioslave live beim Montreux Jazz Festival (2005)
Allgemeine Informationen
Herkunft Glendale, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Genre(s) Alternative Rock, Post-Grunge, Hard Rock
Gründung 2001
Auflösung 2007
Gründungsmitglieder
Chris Cornell
Tom Morello
Tim Commerford
Brad Wilk

Audioslave war eine US-amerikanische Alternative-Rock-Band, die 2001 in Glendale, Kalifornien gegründet wurde. Die Band bestand aus Chris Cornell, dem ehemaligen Sänger der Band Soundgarden, und den Instrumentalisten der Band Rage Against the Machine. Am 15. Februar 2007 verließ Sänger Chris Cornell Audioslave, was zur Auflösung der Gruppe führte.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem Zack de la Rocha der Band Rage Against the Machine den Rücken zugewandt hatte und kein würdiger Nachfolger in Sicht war, spielten die verbliebenen Mitglieder probeweise mit Chris Cornell ein paar Stücke ein. Im Mai 2001 wurden mit Produzent Rick Rubin innerhalb von 19 Tagen 21 Songs eingespielt. Ende März 2002 stieg Sänger Cornell allerdings aus dem Bandprojekt, das zur damaligen Zeit noch den Namen „Civilian“ trug, aus, ohne Gründe für diese Entscheidung zu nennen. Erst nach einem Wechsel des Managements war Cornell zu einer Rückkehr zu bewegen. Anschließend wurde der Band im September der Name „Audioslave“ gegeben.

Am 19. November 2002 erschien die erste LP Audioslave, diese wurde mit fünf Millionen verkauften Exemplaren weltweit zu einem Erfolg. Kurze Zeit später folgten die Singles Cochise, Like a Stone' und Show Me How to Live. Die Meinung der Fachpresse war hingegen geteilt, da man vielfach der Ansicht war, dass die Band ihr Potential insgesamt zu wenig nutze. Gegenüber Rage Against the Machine traten politische Inhalte in den von Cornell verfassten Texten in den Hintergrund, auch wenn Morello Stellung gegen den Irakkrieg bezog und die Band als erste US-amerikanische Rockband am 6. Mai 2005 mit Genehmigung der Vereinigten Staaten und Kuba auf dem Anti-Imperialist Plaza in Havanna ein Konzert vor zehntausenden Fans spielte (siehe unten).

Im Mai 2005 erschien das zweite Album Out of Exile. Es stieg in den US-amerikanischen Charts auf Platz 1 ein und erreichte zahlreiche Top-Ten-Platzierungen in anderen Ländern. Die erste Single-Auskopplung war Be Yourself. Diese Single wurde dann als Titeltrack für die ARD Sportschau erkoren.[1] Zur gleichen Zeit tourte Audioslave erstmals durch Europa. Im September 2006 erschien das dritte Album Revelations.

Erste Gerüchte um eine Trennung tauchten bereits kurz danach auf, weil Audioslave bekanntgaben, mit dem Album nicht auf Tour zu gehen.[2] Stattdessen traten die drei Instrumentalisten der Band im Januar 2007 erstmals wieder als Rage Against the Machine mit Zack de la Rocha auf. Die Trennungsgerüchte rund um Audioslave wurden dann am 15. Februar 2007 endgültig bestätigt, als Chris Cornell gegenüber der Presse bekannt gab, dass er Audioslave aufgrund „unüberwindbarer persönlicher Konflikte sowie musikalischer Differenzen“ verlassen habe. Gleichzeitig wünschte er den verbleibenden drei Bandmitgliedern alles Gute für die Zukunft. Als Grund für seinen Ausstieg nannte Cornell zudem, dass er sich auf seine Solokarriere konzentrieren wolle.[3] In einem Interview von Metal Hammer gaben auch die drei übrigen Mitglieder von Audioslave 2007 bekannt, dass die „Chemie“ zwischen ihnen und Cornell nicht mehr gestimmt habe. Sie bestätigten das Ende der Band und kündigten an, fortan wieder mit Rage Against the Machine weiterzumachen. Tom Morello gab außerdem als Grund an, dass ihm sein Solo-Projekt The Nightwatchman, das er schon 2003 live vorstellte, wichtiger sei als Audioslave.

Wichtige Auftritte[Bearbeiten]

Im Mai 2005 traten Audioslave als erste US-amerikanische Rockband vor 60.000 Zuschauern in einem von der US-Regierung autorisierten Konzert in Havanna (Kuba) auf, wovon im November 2005 eine Live-DVD erschien.

Neben gewöhnlichen Konzerten war Audioslave oft auf groß angelegten Musik-Festivals – z. B. dem „Hurricane“-, „Novarock“- oder dem „Rock-am-Ring“-Festival – zu sehen. Eine besondere Rolle spielte das „Live-8“-Festival, das 2005 zu Gunsten armer und hungerleidender Menschen abgehalten wurde.

Auf vielen ihrer Konzerte griffen Audioslave auf die unterschiedlichen Wurzeln ihrer Mitglieder zurück – so wurden den Konzertbesuchern oft auch bekannte Songs von Soundgarden (z. B. Black Hole Sun), sowie auch von Rage Against the Machine (z. B. Killing in the Name) präsentiert.

Stil[Bearbeiten]

Die Band legte, wie auch ihre beiden Vorgängergruppen, Wert darauf, sämtliche Klänge ohne Synthesizer zu erzeugen. Audioslave versuchten dabei, einen Gegenpol zu den ihrer Ansicht nach gehypten Nu-Metal-Bands zu stellen, die um 2000 große Erfolge gefeiert hatten. Audioslave produzierten sowohl energische Gitarrenklänge als auch ruhigere Klangspektren. In vielen ihrer Lieder findet man eine Kombination aus diesen Komponenten. Harte Refrains stehen somit in unmittelbarer Verbindung zu ruhigen Strophen, wodurch Audioslave ihren individuellen Stil entwickelten, der den rifflastigen Crossover von Rage Against the Machine und teilweise auch Soundgarden mit ruhigeren Songs und teils introvertierten Texten von Cornell verband.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[4]
Audioslave
  DE 39 02.12.2002 (18 Wo.)
  AT 53 01.12.2002 (4 Wo.)
  CH 34 01.12.2002 (16 Wo.)
  UK 19 30.11.2002 (20 Wo.)
  US 7 07.12.2002 (100 Wo.)
Out of Exile
  DE 6 06.06.2005 (12 Wo.)
  AT 8 05.06.2005 (12 Wo.)
  CH 7 05.06.2005 (13 Wo.)
  UK 5 04.06.2005 (5 Wo.)
  US 1 11.06.2005 (39 Wo.)
Revelations
  DE 8 18.09.2006 (6 Wo.)
  AT 6 15.09.2006 (5 Wo.)
  CH 8 17.09.2006 (5 Wo.)
  UK 12 19.06.2006 (3 Wo.)
  US 2 23.09.2006 (20 Wo.)
Singles[4]
Cochise
  UK 24 01.02.2003 (3 Wo.)
  US 69 23.11.2002 (15 Wo.)
Like a Stone
  US 31 01.03.2003 (20 Wo.)
Show Me How to Live
  US 67 16.08.2003 (20 Wo.)
I Am the Highway
  US 66 10.01.2004 (17 Wo.)
Be Yourself
  DE 87 11.07.2005 (2 Wo.)
  AT 73 26.06.2005 (1 Wo.)
  UK 40 18.06.2005 (1 Wo.)
  US 32 26.03.2005 (18 Wo.)
Doesn’t Remind Me
  US 68 17.09.2005 (11 Wo.)
Original Fire
  US 79 05.08.2006 (2 Wo.)

Demo[Bearbeiten]

  • 2002: The Civilian Project

Alben[Bearbeiten]

  • 2002: Audioslave
  • 2005: Out of Exile
  • 2006: Revelations

Singles[Bearbeiten]

  • 2002: Cochise
  • 2003: Man or Animal
  • 2003: Like a Stone
  • 2003: Show Me How to Live
  • 2004: I Am the Highway
  • 2005: Be Yourself
  • 2005: Doesn’t Remind Me
  • 2006: Original Fire
  • 2007: Revelations

DVDs[Bearbeiten]

  • 2003: Audioslave (Videos zu Cochise, Like a Stone und Show Me How to Live, Live-Aufnahmen von den Songs Gasoline und Set It Off bei der Late Show with David Letterman)
  • 2005: Live in Cuba

Auszeichnungen[Bearbeiten]

USA[Bearbeiten]

  • 2005: 1× Platin und 1× Gold für das Album Out of Exile[5]
  • 2005: 1× Platin und 1x Gold für die DVD Live in Cuba[6]
  • 2005: 1× Gold für die Single Like a Stone[7]
  • 2006: 3× Platin und 2× Gold für das Album Audioslave[8]
  • 2006: 1× Gold für das Album Revelations[9]

Musikbücher[Bearbeiten]

  • Audioslave: Audioslave. Verlag Hal Leonard Corporation, September 2003, Februar 2005 neue Auflage, ISBN 0-634-05731-6 (englisch)
  • Audioslave: Out of Exile. Gitarre, Tabulatur: Out of Exile TAB (Guitar Recorded Versions). Verlag Hal Leonard, Oktober 2005, ISBN 1-4234-0173-5 (englisch)
  • Pete Billmann Audioslave: Revelations (Guitar Recorded Versions). Verlag Hal Leonard Publishing Corporation, März 2007, ISBN 1-4234-2446-8 (englisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Audioslave – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Audioslave swr3.de Poplexikon
  2. Audioslave – Bis dass der Tod ihn scheidet. Visions.de
  3. Ende der Sklaverei. Visions.de
  4. a b Chartquellen: DE1 DE2 AT UK US
  5. riaa.com: Auszeichnungen für Out of Exile (Zugriff am 3. Dezember 2007)
  6. riaa.com: Auszeichnungen für Live in Cuba (Zugriff am 3. Dezember 2007)
  7. riaa.com: Auszeichnungen für Like a Stone (Zugriff am 3. Dezember 2007)
  8. riaa.com: Auszeichnungen für Audioslave (Zugriff am 3. Dezember 2007)
  9. riaa.com: Auszeichnungen für Revelations (Zugriff am 3. Dezember 2007)