Audomar

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Audomar und König Dagobert. Darstellung in einer Vita aus dem 11. Jahrhundert (Saint-Omer, Bibliothèque municipale, Ms 698).

Audomarus (auch Odemaars oder Omer; karolingisch auch Otmarus[1]) (* um 600; † wahrscheinlich 670) war im fränkischen Reich des 7. Jahrhunderts Bischof von Tervanna und wurde später unter dem Namen Saint Omer kanonisiert.

Für die Herkunft Audomars wird das damalige Burgund angenommen. Gemeinsam mit seinem Vater ist er Anfang des 7. Jahrhunderts in das vom irischen Mönch Columbanus gegründete Kloster Luxovium eingetreten, eines der führenden Klöster jener Zeit. Der Merowingerkönig Dagobert I. wurde auf ihn aufmerksam und ernannte ihn zum Bischof von Tervanna.

Dort wurde Mitte des 7. Jahrhunderts auf seine Veranlassung hin von den ebenfalls aus Luxovium kommenden Mönchen Bertinus, Mummolinus und Bertramnus das Kloster St. Peter auf dem Hügel Sithiu, die spätere Abtei Saint-Bertin gegründet. Um das Kloster entstand ein Ort, der seinen Namen erhielt St. Audomar, das heutige Saint-Omer im Département Pas-de-Calais. In der Kathedrale von Saint-Omer befindet sich sein Kenotaph.

Die römisch-katholische Kirche St. Audomar in Frechen im Rheinland ist dem Heiligen geweiht.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auszug aus den Annales Mettenses 830-930: "... et in monasterium sancti Otmari, quod dicitur Sidiu, ...."

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Audomar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien