Auer (Südtirol)

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Auer
(ital.: Ora)
Wappen von Auer
Auer (Südtirol)
Auer
Auer
Lage von Auer in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Überetsch-Unterland
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2011)
3.556/3.557
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
69,74 % deutsch
29,59 % italienisch
0,67 % ladinisch
Koordinaten 46° 21′ N, 11° 18′ O46.3511.3242Koordinaten: 46° 21′ N, 11° 18′ O
Meereshöhe: 217–900 m s.l.m. (Zentrum: 242 m s.l.m.)
Fläche: 11,8 km²
Dauersiedlungsraum: 8,2 km²
Nachbargemeinden: Aldein, Branzoll, Montan, Neumarkt, Pfatten, Tramin
Postleitzahl: 39040
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021060
Steuernummer: 80010730218
Politik
Bürgermeister (2010): Roland Pichler (Dorfliste Auer)

Auer (italienisch Ora) ist eine Marktgemeinde mit 3557 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011) im Südtiroler Unterland in Italien, an der linken Etschseite, zwischen den Orten Branzoll im Norden und Neumarkt im Süden, etwa 16 km südlich von Bozen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Auer gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Neumarkt in Tirol und war Teil des Bezirks Bozen.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Typische Gasse mit Blick auf die Marienkirche

Ortskern [Bearbeiten]

Große Teile des hangaufwärts gelegenen Ortskerns bestehen aus engen verwinkelten, kopfsteingepflasterten Gassen mit oftmals beidseitig übermannshohen Natursteinmauern.

Sankt Peterskirche [Bearbeiten]

St. Peterskirche

Die St. Peterskirche ist am südlichen Ortseingang an der Nationalstraße SS12 (ital. Via Nazionale) in Richtung Neumarkt gelegen. Da sie erstmals im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird, dürfte der Sakralbau das ältesten Bauwerk der Gemeinde darstellen. In seiner jetzigen Form handelt sich um einen gotischen Bau aus dem 15. Jahrhundert mit romanischem Kirchturm des 12. Jahrhundert. Aufgrund häufiger Überschwemmungen und den daraus resultierenden Gesteins- und Erdablagerungen liegt die Pfarrkirche etwa fünf Meter tiefer als das umliegende Gelände. Der Kircheneingang ist deshalb über eine nach unten führende Treppe erreichbar.

Marienkirche [Bearbeiten]

Die Marienkirche befindet sich im verkehrsberuhigten, historischen Ortszentrum (Oberdorf). Die heutige Pfarrkirche wurde 1674 als Ausweichkirche für die häufig vermurte und deshalb nicht benutzbare St. Peterkirche eingeweiht. Ihr musste an gleicher Stelle die, im 13. Jahrhundert errichtete, dem Heiligen Jodok geweihte, kleinere Kapelle weichen. Der untere Teil der Marienkirche stammt noch von der Jodokuskapelle und wurde erst im Jahre 1776 in die heutige Form gebracht. Im Inneren findet sich ein barocker Hochaltar aus Marmor mit einer lebensgroßen Muttergottesstatue. Die beiden hölzernen Seitenaltäre sind dem Heiligen Antonius und dem Heiligen Josef geweiht.

Biotop Castelfeder [Bearbeiten]

Der Hügel Castelfeder liegt südlich oberhalb zwischen Auer und Montan. Auf ihm finden sich prähistorische, römische und frühmittelalterliche Siedlungsspuren.

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Das Dorf liegt an der Brennerstraße und somit der Hauptachse des Nord-Süd-Verkehrs. Von Auer aus führt eine Straße ins Fleimstal und in der Nähe befindet sich eine Ausfahrt der Brennerautobahn. Bis 1963 war Auer Ausgangspunkt für die Fleimstalbahn.

Ein Teil des Kulturgrunds und einige Waldgebiete wurden zu insgesamt drei Industriezonen umgewidmet. Aus dem Apfel- und Weinbauerndorf wurde ein Dienstleistungs- und Industriezentrum.

In Auer befindet sich die Fachoberschule für Wirtschaft sowie die Fachoberschule für Landwirtschaft.

Politik [Bearbeiten]

Rathaus 46.34791311.298441

Neben dem Bürgermeister Roland Pichler von der Dorfliste Auer und seinem Stellvertreter Claudio Mutinelli von Insieme - Miteinander - Adum lenkt der aus zwanzig Mitgliedern bestehende Gemeinderat die Geschicke des Ortes.

Er setzt sich wie folgt zusammen:

Bilder [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Auer (Südtirol) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien