Auerbräu

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Logo des Auer Bräu

Die Auerbräu GmbH mit Sitz in Rosenheim ist Teil der Schörghuber Unternehmensgruppe.

Innerhalb des Segments Getränke ist die Auerbräu GmbH Rosenheim Bestandteil der Paulaner Brauerei Gruppe, zu der auch die zwei Münchener Brauereien Paulaner und Hacker-Pschorr sowie die Regensburger Brauerei Thurn und Taxis gehören.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Unternehmens begann 1887 mit dem Erwerb eines Grundstückes in der Nähe des Rosenheimer Bahnhofes durch Johann Auer. Nach Erwerb des älteren Saubräu im Jahr 1888 und der Entscheidung für den balzenden Auerhahn als Symbol begann am 17. September 1889 der Braubetrieb. Bis zum Jahr 1914 konnte der jährliche Ausstoß auf 36.000 Hektoliter gesteigert werden.[1]

Nachdem Auerbräu ab 1913 einige kleinere Brauereien in Rosenheim und Umgebung übernommen hatte, wurde am 2. März 1923 eine Aktiengesellschaft durch Zusammenschluss von Auerbräu mit der Münchner Paulaner-Salvator-Thomasbräu AG sowie der Schuhbrauerei aus Bad Aibling, der Schlossbrauerei in Brannenburg und der Schlossbrauerei Vagen gegründet. Bis 1929 konnte die AG ihren Ausstoß auf 70.000 Hektoliter steigern, infolge der Weltwirtschaftskrise ging dieser jedoch wieder bis 1933 auf 40.000 Hektoliter zurück. Erst 1939 wurde wieder die 70.000er-Marke erreicht. [1]

Während des Zweiten Weltkriegs konnte der Ausstoß sogar auf 82.000 Hektoliter gesteigert werden, obwohl zahlreiche Mitarbeiter eingezogen worden waren. Ein Bombenangriff 1945 zerstörte große Teile der Produktionsstätte. Nach dem Wiederaufbau konnte sich die Brauerei ab Mitte der 1950er erfolgreich auf dem Markt etablieren. Der Bierausstoß lag sowohl über dem Durchschnitt bayerischer wie bundesdeutscher Brauereien.[1]

1984 übernahm die Paulaner-Salvator-Thomasbräu AG die Aktienmehrheit. Ab 1986 wurde zur Steigerung des Absatzes verstärkt auf Handelsmarken gesetzt. Dank der 1991 erfolgten Investition in eine neue Abfüllanlage, die 30.000 Flaschen pro Stunde abfüllt, konnte 1992 mit 316.000 Hektolitern ein neuer Rekordausstoß erreicht werden. Als weitere Modernisierungsmaßnahmen wurde 1995 in eine eigene Hefereinzucht investiert sowie 1996 ein eigener Tiefwasserbrunnen in Betrieb genommen.[1]

Produkte[Bearbeiten]

Unter dem Namen Rosenheimer vertreibt die Brauerei zurzeit elf Biersorten in 0,5-Liter-Flaschen, darunter neben klassischen Sorten wie Hefe Weissbier, Helles oder Export auch neuere Kreationen wie ein WeissbierPils.[2]

Auch die Chiemgauer Brauhaus GmbH, die das Chiemseer-Bier vertreibt, gehört zur Brauerei. Als weitere Marke dient 111, die einmal als 111 Zwickl und auch als 111 hefe flaschl in 0,33-Liter-Flaschen angeboten wird.[2] Schließlich gehören zum Sortimentauch acht alkoholfreie Getränke.[2]

Herbstfest Brauerei[Bearbeiten]

Neben Flötzinger Bräu ist Auerbräu eine der beiden Rosenheimer Brauereien, die eine Festhalle auf dem Rosenheimer Herbstfest betreibt.

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c d Chronik Auerbräu GmbH Rosenheim, www.auerbraeu.de (7. Februar 2007)
  2. a b c Produktpalette, www.auerbraeu.de (7. Februar 2007)