Laurel und Hardy: Auf hoher See

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Filmdaten
Deutscher Titel Auf hoher See
Originaltitel Saps at Sea
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1940
Länge 57 Minuten
Stab
Regie Gordon Douglas
Drehbuch Felix Adler
Harry Langdon
Gilbert Pratt
Charley Rogers
Produktion Hal Roach
Musik Marvin Hatley
Leroy Shield
Kamera Art Lloyd
Schnitt William H. Ziegler
Earl Ritter
Besetzung

Auf hoher See ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Laurel und Hardy aus dem Jahre 1940. Er sollte der letzte Film der beiden im Rahmen der Hal Roach Studios sein. Auf hoher See hatte seine Premiere am 3. Mai 1940, österreichischer Kinostart war am 17. Juni 1949, während die deutsche Uraufführung am 22. Dezember 1949 stattfand. In Deutschland erhielt er neben dem aktuellen Titel im Laufe der Zeit auch noch „Abenteuer auf hoher See“ und „Immer wenn er hupen hörte“, bzw. in Österreich „Helden auf hoher See“.

Handlung[Bearbeiten]

Oliver und Stan arbeiten unter schrecklich lauten Arbeitsbedingungen in der Qualitätsprüfung einer Hupenfabrik. Als Ollie bei der Arbeit einen Nervenzusammenbruch (Hornophobie) erleidet, verordnet ihm sein Arzt Dr. Finlayson nach einer gründlichen Untersuchung völlige Ruhe. Er empfiehlt ihm zudem Seeluft sowie Ziegenmilch. Da Ollie nicht auf das offene Meer will, mietet Stan im Hafen ein seeuntaugliches Boot, die Prickly Heat. Gefährlich wird es, als sich ein gesuchter Mörder auf dem Boot vor der Polizei versteckt und sich das Boot unerwartet vom Hafen löst, weil die mitgebrachte Ziege das Tau durchbeißt, mit dem das Schiff festgemacht ist. Der Ganove zwingt die beiden, ihm ein Frühstück zu kochen. Da aber keinerlei Lebensmittel an Bord sind, versuchen sie ein synthetisches Spaghettigericht aus Seife, Fäden, roter Farbe, einem Schwamm und einem Lampendocht herzustellen, mit dem günstigen Nebeneffekt, ihn vergiften zu können. Da dies jedoch der ungebetene Passagier durch Zufall mitbekommt, müssen die beiden das Essen selbst konsumieren. Nur Ollies Hornophobie und die im Schiff liegende Posaune bewahren die beiden letztendlich vor dem Schlimmsten und sie werden von der Hafenpolizei gerettet. Als Stan vor Freude wieder mit dem Blasinstrument aufspielt, rastet Ollie wieder völlig aus und verprügelt den Beamten. So werden sie am Ende selbst mit dem Mörder arrestiert.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die Arbeiten am Drehbuch dauerten von September bis Oktober 1939, danach wurde mit den Dreharbeiten begonnen.
  • Eine besonders harte Szene für Laurel war die Endszene, als die beiden die synthetische Mahlzeit essen müssen.

„Mir ging es gut, bis ich anfing, ein Stück Schnur zu schlucken. Es war etwa zwei Fuß lang und als ich es in meinen Mund saugte begann es, mich zu kitzeln und dann zu würgen. Bevor ich fertig war, wäre ich froh gewesen, wenn es mich erhängt hätte“

Stan Laurel
  • Bereits Ende Oktober 1939 hatten Laurel und Hardy zusammen mit Ben Shipman die Laurel & Hardy Feature Productions gegründet. Damit wollten sie bezwecken, eine vollständige künstlerische Kontrolle über ihre Produktionen zu haben.
  • Für den Kinostart im deutschsprachigen Raum wurde 1949 eine Synchronfassung mit Arno Assmann als Stan und Werner Lieven als Ollie hergestellt. Diese fand bei der Ausstrahlung der colorierten Fassung des Filmes am 26. Januar 1992 auf SAT.1 Verwendung. 1975 entschloss sich das ZDF, alle Spielfilme zu senden und für diesen Anlass die Filme erneut einzudeutschen. Stan wurde hier wieder von seiner gewohnten deutschen Stimme Walter Bluhm gesprochen, die Sprechrolle von Ollie übernahm Michael Habeck.

Weblinks[Bearbeiten]