Auffay

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Auffay
Wappen von Auffay
Auffay (Frankreich)
Auffay
Region Haute-Normandie
Département Seine-Maritime
Arrondissement Dieppe
Kanton Tôtes
Koordinaten 49° 43′ N, 1° 6′ O49.7186111111111.101111111111195Koordinaten: 49° 43′ N, 1° 6′ O
Höhe 90–162 m
Fläche 11,3 km²
Einwohner 1.867 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 165 Einw./km²
Postleitzahl 76720
INSEE-Code
Website http://www.auffay.fr/

Auffay ist eine französische Gemeinde im Département Seine-Maritime in der Region Haute-Normandie. Auf einer Fläche von 11,3 km² leben 1867 Einwohner (1. Januar 2011).

Lage[Bearbeiten]

Auffay liegt in einer Höhe von etwa 100 Meter ü. d. M. im Tal der Scie im Pays de Caux etwa 42 Kilometer (Fahrtstrecke) nördlich von Rouen bzw. 27 Kilometer südlich von Dieppe.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 1.448 1.432 1.702 1.788 1.888 1.867 1.793

Im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte der Ort beständig zwischen 1.000 und maximal knapp 1.500 Einwohner.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft spielt immer noch die wichtigste Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde, die über Jahrhunderte auch als regionales Handels-, Handwerks- und Dienstleistungszentrum für die Weiler und Einzelgehöfte in der Umgebung fungierte.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1060 gründeten sechs Kanoniker des Augustinerordens hier eine Kirche, doch bereits 19 Jahre später wurden sie durch Benediktiner-Mönche der Abtei Saint-Évroult ersetzt. Der sich um das Kloster entwickelnde Ort erhielt im Jahre 1203 durch Herzog Johann Ohneland Gemeinderechte. Nach der Schlacht von Azincourt (1415), einem der wichtigsten Ereignisse des Hundertjährigen Krieges, wurde der Ort von den Engländern besetzt; die Burgunder setzten ihn 1472 in Brand. König Heinrich IV. hielt sich mehrmals in der Stadt auf. Während der Französischen Revolution war Auffay einige Jahre lang (1790–1801) Kantonshauptstadt. In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni 1940 wurde der Ort von deutschen Brandbomben schwer getroffen; später befand sich in der Nähe eine Abschussrampe für V1-Raketen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kollegiatkirche Notre-Dame[Bearbeiten]

Schloss Bosmelet[Bearbeiten]

Hauptartikel: Schloss Bosmelet

Das Schloss wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut und in späterer Zeit mit Ergänzungen versehen. Seit 1931 ist es als Monument historique[1] klassifiziert. Im Zweiten Weltkrieg durch Bombentreffer stark beschädigt, können Teile des wiederhergestellten Gebäudes heute für Veranstaltungen oder als Ferienwohnung gemietet werden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Abel Décaux (1869–1943), französischer Organist, Komponist und Musikpädagoge
  • Michel Hollard (1898–1993), französischer Widerstandskämpfer

Partnerstädte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Auffay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen zum Schloss in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)