Augsburg Airways
| Augsburg Airways | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | IQ | |
| ICAO-Code: | AUB | |
| Rufzeichen: | AUGSBURG AIR | |
| Gründung: | 1980 als Interot Airways | |
| Sitz: | Hallbergmoos, |
|
| Heimatflughafen: | Flughafen München | |
| Unternehmensform: | GmbH | |
| Leitung: | Bernadette Rampl (CEO), Bärbel Greif (CFO) | |
| Mitarbeiterzahl: | 459 | |
| Fluggastaufkommen: | 1.120.000 (2009) | |
| Flottenstärke: | 15 | |
| Ziele: | National und kontinental | |
Augsburg Airways ist eine deutsche Fluggesellschaft mit Sitz in Hallbergmoos und Basis auf dem Flughafen München. Sie führt bis zum Oktober 2013 unter der Marke Lufthansa Regional Flüge im Auftrag der Lufthansa durch.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Gründung und erste Jahre [Bearbeiten]
Augsburg Airways wurde 1980 als Firmenflugdienst der Papierfabrik Haindl unter dem Namen Interot Airways gegründet, um firmeninterne Flugverbindungen zwischen Augsburg und Düsseldorf anbieten zu können.
1986 erfolgte der Start als Linienfluggesellschaft und die Aufnahme des öffentlichen Linienverkehrs zwischen Augsburg und Düsseldorf mit einer Beech King Air 200. In der Folgezeit wurden weitere Flugverbindungen von Augsburg aus eingerichtet: 1990 wurde neben Düsseldorf auch Berlin-Tempelhof, Köln/Bonn und Hamburg angeflogen, 1992 kamen Dresden und Leipzig hinzu, 1994 folgte eine erste ausländische Linienverbindung nach Florenz.
1995 trat Interot Airways der IATA bei. Der Flughafen Augsburg erhielt dadurch den 3-Letter-Code AGB und ist unter dem Metropolitan-Code MUC für München gelistet.
Kooperation mit Lufthansa [Bearbeiten]
Anfang 1996 wurde Interot Airways in Augsburg Airways umfirmiert. Zudem wurde eine Kooperation mit der Lufthansa im Rahmen der damaligen Regionalflug-Dachmarke Team Lufthansa aufgenommen. Später führte Augsburg Airways dies als Franchisenehmer der neuen Marke Lufthansa Regional fort und bietet seither ihre Flüge auch unter Flugnummern der Lufthansa an. Neben Augsburg wurden seither auch Flüge von und nach München angeboten. Im Jahr 1997 wurde eine Verbindung zum Flughafen Frankfurt am Main aufgenommen. In der Folgezeit wurde der Expansionskurs mit der Aufnahme von Charterflügen vorangetrieben.
Mitte Mai 2001 verkaufte die Familie Haindl den Papierkonzern an den finnischen Mitbewerber UPM-Kymmene, behielt jedoch die Fluggesellschaft. 2002 geriet das Unternehmen in eine wirtschaftliche Krise, die zu Einschnitten führte. Das Personal wurde um ein Viertel verringert, vier der 16 Maschinen verleast, Flugverbindungen stillgelegt und der Geschäftsführer ausgewechselt.[1] In der Folge erholte sich das Unternehmen.
Im Jahr 2002 stellte Augsburg Airways ihren Flugbetrieb an den Flughäfen Augsburg und Bayreuth ein.
Am 1. Dezember 2004 wurde statt der Familie Haindl die Cirrus Group Hauptgesellschafter. Diese wiederum ist seit 2008 im Besitz der Aton GmbH.
Seit Herbst 2009 erhielt Augsburg Airways sukzessive mehrere neue, von der Lufthansa bestellte Embraer 190 und 195 zur Erweiterung und Modernisierung der Flotte. Die Maschinen tragen mehrheitlich das Corporate Design von Lufthansa Regional, zwei Maschinen sind komplett weiß und tragen nur die Aufschrift Augsburg Airways. Diese wurden von Augsburg Airways selbst beschafft und werden hauptsächlich für Charterflüge eingesetzt.
Am 26. Oktober 2012 gab die Lufthansa bekannt, dass die Zusammenarbeit mit Augsburg Airways per Winterflugplan 2013 mit Wirkung zum Oktober 2013 gekündigt wurde.[2] Der Vereinigung Cockpit zufolge plant Augsburg Airways deswegen, den Flugbetrieb zum 31. Oktober 2013 einzustellen.[3]
Flugziele [Bearbeiten]
Momentan werden von Augsburg Airways 37 innerdeutsche und europäische Destinationen, darunter Paris, Warschau, Amsterdam, London City, Tirana, Pula, Brüssel, Turin und Bremen bedient. Zudem werden auch Charterflüge unter eigenem Namen angeboten. Im Sommerflugplan 2013 setzt Augsburg Airways eine Maschine im Wetlease für Swiss ein.[4]
Flotte [Bearbeiten]
Mit Stand April 2013 besteht die Flotte der Augsburg Airways aus 15 Flugzeugen[5] mit einem Durchschnittsalter von 7,7 Jahren[6]:
| Flugzeugtyp | aktiv | bestellt | Anmerkungen | Sitzplätze[7] |
|---|---|---|---|---|
| Bombardier Dash 8Q-400 | 8 | 7 betrieben für Lufthansa Regional, 1 für Swiss | 72 | |
| Embraer 190 | 2 | 100 | ||
| Embraer 195 | 5 | betrieben für Lufthansa Regional | 116 | |
| Gesamt | 15 | - |
Siehe auch [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ „Augsburger Allgemeine“ vom 3. Dezember 2004: Familie Haindl verkauft Augsburg Airways
- ↑ Ulf Brychcy: Lufthansa kündigt Augsburg Air. Artikel auf ftd.de vom 28. Oktober 2012. Abgerufen am 28. Oktober 2012
- ↑ Stefan Drescher: Die Tage von Augsburg Airways sind wohl gezählt. Augsburger Allgemeine. 21. März 2013. Abgerufen am 25. März 2013.
- ↑ austrianaviation.net - Augsburg Airways fliegt im Wetlease für Swiss 13. Februar 2013
- ↑ ch-aviation.ch - Augsburg Airways (englisch) abgerufen am 1. April 2013
- ↑ airfleets.net - Fleet age Augsburg Airways (englisch) abgerufen am 1. April 2013
- ↑ augsburgair.de - Flotte abgerufen am 23. Januar 2012
Weblinks [Bearbeiten]
48.33148711.736998Koordinaten: 48° 19′ 53″ N, 11° 44′ 13″ O
| Tochtergesellschaften (100,0 %) |
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