Augsburg Hauptbahnhof

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Augsburg Hauptbahnhof
Bahnhofsgebäude Augsburg.JPG
Empfangsgebäude des Augsburger Hauptbahnhofs
Daten
Kategorie 2
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 12
Reisende ca. 40.000[1]

(Dezember 2008)

Abkürzung MA
Eröffnung 1. Juli 1846
Webadresse stationsdatenbank.de
Profil auf Bahnhof.de Nr. 220
Architektonische Daten
Baustil Klassizismus
Architekt Eduard Rüber
Umbau (1869): Friedrich Bürklein
Lage
Stadt Augsburg
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 21′ 56″ N, 10° 53′ 11″ O48.36555555555610.886388888889Koordinaten: 48° 21′ 56″ N, 10° 53′ 11″ O
Höhe 490 m
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Bayern

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Der Hauptbahnhof Augsburg verfügt über das älteste noch im Betrieb befindliche Bahnhofsgebäude einer deutschen Großstadt. Er wurde in den Jahren 1843 bis 1846 nach den Entwürfen von Eduard Rüber erbaut. Sein heutiges Erscheinungsbild im Stil des romantischen Spätklassizismus erhielt er ab 1869 durch die Pläne von Friedrich Bürklein. Der Hauptbahnhof Augsburg ist heute der zentrale Knotenbahnhof für den Großraum Augsburg und Bayerisch-Schwaben.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aufbau

Der erste Augsburger Bahnhof wurde von der München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft nahe dem Roten Tor erbaut. Seine historische Halle beherbergt heute die Hauptwerkstatt der Verkehrsabteilung der Stadtwerke Augsburg, die den Bahnhof nach Bau des neuen Hauptbahnhofs 1846 übernahm. Beim Augsburger Hauptbahnhof handelt es sich um einen Durchgangsbahnhof mit vier nicht barrierefreien Mittelbahnsteigen und neun Durchgangsgleisen sowie sechs weiteren Stumpfgleisen. Das Gleis 1 befindet sich direkt auf der Rückseite des Bahnhofgebäudes an einem eigenen Bahnsteig.

[Bearbeiten] Bahnhofsgebäude

Das Bahnhofsgebäude ist eine Dreiflügelanlage: Im erhöhten Mittelbau befindet sich die Bahnhofshalle mit elektronischen Anzeigesystemen, Fahrkartenautomaten, einem Informationsstand und Wartemöglichkeiten. Im einen Seitenflügel ist das Kundenzentrum der Deutschen Bahn mit Fahrkartenschaltern untergebracht, im anderen Seitenflügel sind ein Gastronomie- und Shoppingbereich sowie die Bahnhofsbücherei zu finden.

Die letzte umfangreiche Renovierung und Modernisierung erfuhr das Gebäude in den Jahren 1983/84. In den letzten Jahren wurde vor allem der Gastronomiebereich um- und ausgebaut (Fertigstellung 2007) sowie eine neue digitale Anzeigetafel in der Haupthalle installiert. Jüngst wurde der Südflügel renoviert, der Wartebereich für Reisende und der Gastronomiebereich weiter vergrößert.

Der Hauptbahnhof im Überblick von Süden
Der Hauptbahnhof im Überblick von Norden

[Bearbeiten] Bahnhofsumfeld

Direkt vor dem Gebäude befindet sich ein großer Vorplatz mit einem Brunnen, einem Parkplatz mit Taxistand und einem Busbahnhof für Regionalbusse. Der Platz wird beiderseits von Einkaufszentren flankiert: Auf der einen Seite befindet sich das Fuggerstadt-Center, auf der anderen das Bohus-Center mit dem InterCityHotel.

Westlich des Personenbahnhofes befindet sich der Güter- und ehemalige Rangierbahnhof, der heute allerdings kaum noch genutzt wird (siehe dazu Güterverkehr). Im Süden, dem ehemals „inneren Ladehof“ sind unzählige alte und zumeist leerstehende Gebäude zu finden, welche in den nächsten Jahren abgerissen werden sollen (siehe dazu Zukunft). Ebenfalls direkt im südlichen Anschluss des Bahnhofsgebäudes befindet sich das im Mai 1972 eingeweihte Zentralstellwerk und das Gebäude der Bundespolizei.

[Bearbeiten] Fernverkehr

Stationsschild am Augsburger Hauptbahnhof

Der Fernverkehrsbahnhof Augsburg bildet das eine Ende der meistbefahrenen Zugstrecke Deutschlands, der Schnellfahrstrecke Augsburg–München (Teil der Bayerischen Maximiliansbahn). Neben InterCity-, EuroCity- und CityNightLine-Zügen verteilen sich hier die InterCityExpress-Züge aus München in Richtung Stuttgart und Nürnberg. Außerdem wird der Bahnhof vom französischen TGV bedient.

Diese Strecke befindet sich zur Zeit im Ausbau zu einer viergleisigen Hochgeschwindigkeitsstrecke. Sie soll zusammen mit der Neu- und Ausbaustrecke Stuttgart–Augsburg Teil der Europäischen Hochgeschwindigkeitsmagistrale von Paris über Straßburg, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm nach München, Salzburg und schließlich Wien sein.

Im Zusammenhang mit der Eröffnung der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München im Juni 2006 und deren vollständiger Einbindung in das deutsche ICE-Netz zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 wurde ein Teil der ICE-Züge – 30 von 120 bis dahin in Augsburg haltenden Fernzügen[2] – Richtung Norden über Ingolstadt statt Augsburg geführt. Als Ersatz für einige Fernzüge wurde der Allgäu-Franken-Express mit vier täglichen Zugpaaren und ICE-ähnlicher Fahrzeit zwischen Nürnberg und Augsburg geschaffen.

Um 2006 wurden etwa 10.000 Reisende pro Tag im Fernverkehr in Augsburg gezählt. Mit 90 Fernzughalten pro Tag sei die drittgrößte Stadt Bayerns, laut Bahnangaben, gemessen an der Zahl der Fernzughalte, die drittbedeutendste in Bayern gewesen.[2]

Mit Inbetriebnahme der Neubaustrecken zwischen Ebensfeld (Nürnberg) und Erfurt sowie zwischen Erfurt und Halle/Leipzig sollen (Stand: September 2010) ICE-Züge von Augsburg Richtung Berlin über Halle geführt werden.[3]

Folgende Fernverkehrslinien verkehren exemplarisch im Augsburger Hauptbahnhof:

Linie Streckenverlauf Taktfrequenz
ICE 11 BerlinHildesheimKassel-WilhelmshöheFrankfurt am MainMannheimStuttgartAugsburg – München 2-Stunden-Takt
ICE 25 HamburgHannoverKassel-WilhelmshöheFuldaWürzburg (– Nürnberg) – Augsburg – München 2-Stunden-Takt
ICE 28 (Hamburg –) Berlin – Leipzig – Nürnberg – Augsburg – München 2-Stunden-Takt
ICE 42 (Hamburg – Bremen –) DortmundKöln – Frankfurt am Main – Mannheim – Stuttgart – Augsburg – München 2-Stunden-Takt
ICE/TGV 83 (München – Augsburg –) Stuttgart – Karlsruhe – StrasbourgParis Est Einzelne Züge
ICE/RJ 90 (Wiesbaden –) Frankfurt am Main – Mannheim – Stuttgart – Ulm – Augsburg – München – Salzburg – Wien Westbahnhof – Budapest Keleti pu Einzelne Züge
IC 26 (Ostseebad Binz –) Stralsund – Rostock – Hamburg – Hannover – Kassel-Wilhelmshöhe – Fulda – Frankfurt am Main – Heidelberg – Karlsruhe (– Augsburg – München) Einzelne Züge
IC 28 Nürnberg – Augsburg – München Einzelne Züge
IC 32 Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn – Frankfurt am Main – Mannheim – Heidelberg – Stuttgart (– Augsburg – München) Einzelne Züge
IC 60 Karlsruhe – Stuttgart – Augsburg – München 2-Stunden-Takt
IC 62 Frankfurt am Main – Stuttgart – Augsburg – München – Salzburg 2-Stunden-Takt
EC 88 Augsburg – BuchloeKemptenLindauZürich Einzelne Züge
EC 112/113 (SiegenGießen −) Frankfurt am Main – Stuttgart – Augsburg – München – Salzburg – Klagenfurt Einzelne Züge
EC 114 Klagenfurt – Salzburg – München – Augsburg – Stuttgart – Mannheim – Mainz – Düsseldorf – Essen – Dortmund Einzelne Züge
EC 115 Münster (Westf) – Düsseldorf – Köln – Mainz – Mannheim – Stuttgart – Augsburg – München – Salzburg – Klagenfurt Einzelne Züge
EC 117 Frankfurt am Main – Stuttgart – Augsburg – München – Salzburg – Klagenfurt Einzelne Züge
EC 316/317 Saarbrücken – Mannheim – Stuttgart – Augsburg – München – Salzburg – Graz Einzelne Züge
EC 318/319 Frankfurt am Main – Heidelberg – Stuttgart – Augsburg – München – Salzburg – Graz Einzelne Züge
EC 360/361 München – Augsburg – Stuttgart – Karlsruhe – Kehl – Strasbourg Einzelne Züge
EC 390/391 Frankfurt am Main – Heidelberg – Stuttgart – Augsburg – München – Salzburg – Linz Einzelne Züge
CNL Capella München – Augsburg – Potsdam – Berlin Ein Zugpaar
CNL Cassiopeia (Innsbruck –) München – Augsburg – Stuttgart – Saarbrücken – Metz – Paris Est Ein Zugpaar
CNL Pollux (Innsbruck –) München – Augsburg – Stuttgart – Köln – Düsseldorf – Amsterdam Ein Zugpaar
CNL Pyxis München – Augsburg – Hannover – Bremen – Hamburg Ein Zugpaar

Im Sommerfahrplan 1939 verkehrten regelmäßig 87 Fernzüge pro Tag über den Hauptbahnhof.[4]

[Bearbeiten] Personennahverkehr

[Bearbeiten] Schienenverkehr

Vom Augsburger Hauptbahnhof aus verkehren Regionalexpress- bzw. Regionalbahn-Züge nach Bad Wörishofen, Donauwörth, Füssen, Hergatz, Ingolstadt, Landsberg, Lindau, München, Nürnberg, Oberstdorf, Schongau, Treuchtlingen, Ulm und Weilheim. Vor allem auf der Strecke nach München kommt es durch den starken Pendlerverkehr regelmäßig zu überfüllten Zügen, weshalb hier bis zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 Züge mit Doppelstockwagen eingesetzt wurden, die fast 1.000 Passagiere befördern können. Seitdem bewältigen die Elektrotriebwagen der BR 440 des so genannten Fugger-Express den auf S-Bahn-Dichte ausgeweiteten Regionalverkehr zwischen Augsburg und München. Zahlreiche technische Pannen an den unausgereiften Fahrzeugen hatten den ursprünglichen Betriebsbeginn des neuen Triebwagenverkehrs um ein ganzes Jahr verzögert. Ab Dezember 2008 löste zwischen Augsburg und Weilheim die Bayerische Regiobahn die DB Regio ab; ab Dezember 2009 übernahm die Bayerische Regiobahn auch den Betrieb zwischen Augsburg Hbf und Ingolstadt Hbf.

Linie Streckenverlauf Taktfrequenz
RE Fugger-Express
MünchenAugsburgUlm / (Treuchtlingen)
Stundentakt
RE/RB Fugger-Express
MünchenAugsburg – Dinkelscherben / Donauwörth
Stundentakt
RE Allgäu-Franken-Express
(Nürnberg –) AugsburgBuchloeKempten (Allgäu) – Immenstadt – Lindau / Oberstdorf
2-Stundentakt
RE AugsburgDonauwörthTreuchtlingenNürnberg 2-Stundentakt
RE/RB Kneipp-Lechfeld-Bahn
AugsburgBuchloeTürkheim (Bay) – Bad Wörishofen
2-Stundentakt
RB Augsburg – Meitingen (– Donauwörth) Stundentakt
RB AugsburgBuchloeMemmingen – Hergatz (– Lindau) 2-Stundentakt
RB AugsburgBuchloe – Kaufbeuren – Füssen 2-Stundentakt
RB Augsburg – Bobingen (– Schwabmünchen – Buchloe) Stundentakt
RB Kneipp-Lechfeld-Bahn
AugsburgKaufering – Landsberg (Lech)
Stundentakt
BRB Augsburg-OberhausenAugsburgGeltendorf – Weilheim – Schongau Stundentakt
BRB (Augsburg-Oberhausen –) Augsburg – Mering (– Geltendorf) einzelne Züge
BRB Augsburg – Friedberg – Aichach (– Ingolstadt) 30-Minutentakt
BRB Augsburg – Friedberg 30-Minutentakt

[Bearbeiten] Bus- und Straßenbahnverkehr

Wie in jeder anderen Großstadt hat auch in Augsburg der Hauptbahnhof eine herausragende Stellung im Nahverkehr und dient als einer der zentralen Knotenpunkte, weshalb hier zahlreiche Linien des Augsburger Verkehrsverbundes halten bzw. enden.

Diese sind an zwei Orten zu erreichen: In der nahegelegenen Halderstraße befindet sich eine Straßenbahnhaltestelle für die Linien 3, 4 und 6 sowie eine Bushaltestelle für die Stadtbuslinien 22, 23, 32 und 43 und die Nachtbuslinien 91 und 93. Alle genannten Linien werden von der Augsburger Verkehrsgesellschaft bedient (Ausnahme: die Linie 43 wird von der Firma Storz bedient).

Direkt auf dem Bahnhofsvorplatz ist ein Busbahnhof mit mehreren Bussteigen zu finden. Dort beginnen/enden insgesamt 22 Regionalbuslinien, die von dort aus in alle Himmelsrichtungen verkehren und teilweise bis in den letzten Winkel des Tarifgebietes des AVV führen.

Daneben dient der Bahnhof im Tarifgebiet des Augsburger Verkehrsverbundes als zentraler Umstiegsplatz.

[Bearbeiten] Güterverkehr

Der Hauptbahnhof von Westen aus: Im Vordergrund der Rangierbahnhof, rechts neben dem alten Gebäude das Stellwerk

Westlich des Personenbahnhofs befindet sich der zu weiten Teilen zurückgebaute Rangierbahnhof von Augsburg, der sich in drei Bereiche gliedert. Der Rangierbahnhof Süd beginnt am Bahnhof Morellstraße und erstreckt sich bis hin zum Ablaufberg. Der mittlere Teil besteht aus der Gleisharfe und den östlichen Stich- und Ladegleisen. Daran schließt sich der Rangierbahnhof Nord an, der die Gleise wieder auf die Hauptstrecke zurückführt.

Der Rangierbahnhof dient heute nur mehr zur Bedienung des örtlichen Güterverkehrs (zusammen mit der Augsburger Localbahn) oder als Abstellanlage für Waggons und Lokomotiven. Da eine Vielzahl von Güterzügen Nachts verkehren, werden diese tagsüber auf den Gleisen des Rangierbahnhofs abgestellt. Des Weiteren wurden auch Gleisbahnfahrzeuge dort stationiert. Die Stich- und Ladegleise südöstlich vom Hauptbahnhof sind zum Teil zurückgebaut worden. Grund dieses enormen Güterverkehrrückganges ist die Verlagerung der Bedienung nach Nürnberg Rbf und München Nord.

[Bearbeiten] Zukunft

[Bearbeiten] Mobilitätsdrehscheibe Hauptbahnhof

Unter dem Projekt „Mobilitätsdrehscheibe Augsburg“ sind mehrere bauliche Maßnahmen zusammengefasst, die sowohl das Gebäude an sich als auch das direkte Umfeld des Bahnhofs erheblich modernisieren und ausbauen sollen. Bis Ende 2009 wurde der Eingangsbereich vergrößert und bereits Zugänge zum künftigen Straßenbahntunnel vorgesehen.

[Bearbeiten] Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs

Der Augsburger Hauptbahnhof ist für Gehbehinderte grundsätzlich unzugänglich. Es gibt weder Rolltreppen noch Aufzüge in der Bahnhofshalle oder auf den Bahnsteigen. Die Bahnhofshalle ist zwar durch eine Rampe für Rollstuhlfahrer im Prinzip zu erreichen, sämtliche Bahnsteige mit Ausnahme von Gleis 1 sind aber durch einen Tunnel zu betreten, zu dem bisher nur Treppen führen. Er soll vor allem durch seine gewachsene Bedeutung barrierefrei ausgebaut werden. Hier sollen Aufzüge und Rampenbauwerke Abhilfe schaffen, so dass am Ende der Maßnahmen alle Gleise barrierefrei zu erreichen sind.

[Bearbeiten] Erweiterung der Bahnsteige

Schon heute besitzt der Bahnhof neben den regulären Gleisen 1 bis 9 drei weitere „Zwischengleise“ (101, 501 und 801 benannt), die an den Enden der Bahnsteige von Gleis 1, 5 bzw. 8 zu finden sind. Durch die Einführung einer S-Bahn für den Großraum Augsburg wären die Kapazitäten der heute vorhandenen Bahnsteige endgültig überschritten. Durch den Bau eines sechsten Bahnsteiges mit den Gleisen 10 und 11 soll dieses Problem ausgemerzt werden.

[Bearbeiten] Bau einer unterirdischen Straßenbahnhaltestelle

Zeitgleich mit dem Umbau des Tunnels unter den Gleiskörpern, von dem aus die Bahnsteige betreten werden, soll ein weiterer Tunnel eine Ebene tiefer gebohrt werden, in dem sich dann eine Straßenbahnhaltestelle befindet. Der Zugang soll durch die Treppen und Aufzüge, die auch zu den Bahnsteigen führen, erfolgen.

Anschließend sollen die Streckenpläne der Augsburger Straßenbahnen so verändert werden, dass dann vier der zukünftig sechs Linien (momentan bestehen nur fünf; die Linie 5 ist in der Planungsphase) den Hauptbahnhof im 5-Minuten-Takt anfahren und so für eine optimale Verzahnung von Nah-, Regional- und Fernverkehr sorgen.

Im Nahverkehrsplan fixiertes Zielnetz der „S-Bahn Augsburg“

[Bearbeiten] Einführung eines S-Bahn-ähnlichen Regionalverkehrs

Um das Augsburger Umland besser an sein Oberzentrum anzubinden, ist die Einführung einer S-Bahn Augsburg geplant, die sich allerdings noch in ferner Zukunft befindet. Als Vorläuferverkehr zur S-Bahn ist die teilweise Einführung eines verdichteten Taktfahrplans im Bahnnahverkehr des Großraums Augsburg zu sehen. Dieser so sogenannte „Regio-Schienen-Takt Augsburg“ wurde stufenweise auf den einzelnen Bahnstrecken seit 2007 eingeführt. Hierbei werden die umliegenden Vorstädte (vor allem Mering, Friedberg, Meitingen, Bobingen und Gessertshausen) und alle Bahnhöfe im Stadtgebiet zu den Hauptverkehrszeiten und teilweise darüber hinaus im 15-Minuten-Takt bedient.

[Bearbeiten] Maßnahmen im Bahnhofsumfeld

Im direkten Umfeld des Bahnhofs sind ebenfalls Umbaumaßnahmen in Planung: Der Bahnhofsvorplatz, der heutzutage einen ständig überfüllten Parkplatz sowie einen Busbahnhof für Regionalbusse des Augsburger Verkehrsverbundes beherbergt, soll durch bauliche Maßnahmen verschönert und modernisiert werden.

Auf der Südseite des Bahnhofs befinden sich etliche leerstehende Hallen und Gebäude, welche die Deutsche Bahn schon seit langer Zeit nicht mehr nutzt, weshalb sie abgerissen werden sollen. Dort soll dann ein völlig neues Stadtviertel entstehen, für das zeitweise auch der Bau einer Multifunktionsarena unter anderem für die Heimspiele des DEL-Eishockeyvereines Augsburger Panther gedacht war, inzwischen aber wieder verworfen wurde.

Durch die unterirdische Straßenbahnhaltestelle werden ferner in den umliegenden Straßen neue Rampenbauwerke nötig, über welche die einzelnen Straßenbahnen wieder an die Erdoberfläche zurückkehren können.

[Bearbeiten] Stand der Maßnahmen

Im Dezember 2011 wurde der Planfeststellungsbeschluss für den Umbau des Hauptbahnhofs erlassen, so dass die vorbereitenden Arbeiten im Jahr 2012 beginnen können.[5][6]

Die Straßenbahnlinie 6 wurde mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 in Betrieb genommen, die Linie 5 befindet sich noch in der Planungsphase. Weitere Maßnahmen hängen eng mit dem Fortgang der Neugestaltung des Augsburger Königsplatzes zusammen. Der Augsburger Stadtrat hat am 16. Dezember 2010 den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nummer 500 „Königsplatz und Augsburg-Boulevard“ gefasst.[7] Auf dieser Basis sind die Arbeiten für den Umbau aufgenommen worden, der sich über die Jahre 2011 bis 2012 hinziehen wird.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Ernst Erhart: Eisenbahnknoten Augsburg – Drehscheibe des Eisenbahnverkehrs. GeraMond Verlag, München 2000, ISBN 3-9327-8523-1.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Augsburg Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ströer – out of home media: Bahnhofskategorienliste
  2. a b Meldung Augsburg: weniger ICE ab Dezember 2006. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 4/2006, ISSN 1421-2811, S. 158.
  3. Tino Zippel: Neue ICE-Trasse: Sprinter sollen nicht in Erfurt halten. In: Thüringer Allgemeine, 20. September 2010.
  4. Ralph Seidel: Der Einfluss veränderter Raumbedingungen auf Netzgestalt und Frequenz im Schienenpersonenfernverkehr Deutschlands, Dissertation an der Universität Leipzig, 2005, S. 27
  5. Augsburger Allgemeine: Augsburg wartet auf den Bahnhofsumbau – Abgerufen am 22. Dezember 2011.
  6. Augsburger Allgemeine: Zwei Tunnel, ein neuer Bahnsteig und Rolltreppen – Abgerufen am 22. Dezember 2011.
  7. Stadt Augsburg: Königsplatz und Augsburg-Boulevard – Abgerufen am 4. Februar 2011
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