Augsburger Schied

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Mit dem sogenannten Augsburger Schied erteilte Kaiser Friedrich Barbarossa beim Reichstag zu Augsburg am 14. Juni 1158 Herzog Heinrich dem Löwen im Streit mit Bischof Otto I. von Freising das Recht, eine Zollbrücke über die Isar am neu entstandenen Ort «ad Munichen» zu betreiben. Heinrich hatte zuvor eine bischöfliche Brücke in Feringa (Oberföhring) abreißen lassen und die Berchtesgadener Salzhändler auf ihrem Weg nach Norden und Westen über seine eigene, wenige Kilometer weiter südlich gelegene Brücke gelotst.

Der Kaiser entschied den Streit zwischen dem Bischof Otto von Freising, obgleich ein Onkel des Kaisers, und Heinrich dem Löwen um die Isarbrücken zugunsten von Heinrich. München wurde das Markt- und Münzrecht bestätigt, jedoch musste München ein Drittel der daraus resultierenden Einnahmen an Freising abführen. Diese Zahlungen erfolgten bis 1803 an Freising und dann bis 1852 an den bayrischen Staat. Der 14. Juni 1158 ist der offizielle Stadtgründungstag Münchens.

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