August 2003

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Tagesgeschehen[Bearbeiten]

Freitag, 1. August[Bearbeiten]

  • Neuilly/Frankreich. Die französische Schauspielerin Marie Trintignant erliegt ihren schweren Kopfverletzungen, nach einem fünf Tage währenden Koma. Ihr Lebensgefährte, ein Rockstar, wird verdächtigt, sie in Vilnius während eines Streits geschlagen zu haben.
  • Mosdok/Russland. Bei einem Bombenanschlag auf ein Militärkrankenhaus der zur südrussischen Provinz Nordossetien gehörenden Stadt Mosdok kommen 41 Menschen ums Leben; tschetschenische Rebellen werden für den Anschlag verantwortlich gemacht.

Samstag, 2. August[Bearbeiten]

  • New York/USA. Die Vereinten Nationen billigen den Einsatz einer Friedenstruppe in Liberia. Die USA gerät dabei mit der Forderung in die Kritik, ihre Soldaten von der möglichen Verfolgung wegen Kriegsverbrechen auszunehmen. Der Einsatz der UN-Truppen führt zum Rücktritt des liberianischen Präsidenten Charles Taylor, der schließlich nach Nigeria ins Exil geht und so den Weg für eine Friedenslösung in Liberia freimacht.

Sonntag, 3. August[Bearbeiten]

Montag, 4. August[Bearbeiten]

  • Portugal. An mehreren Orten in Portugal brennt der Wald. Die Behörden geben derzeit 72 Waldbrände an die bereits mehr als 100 km² Wald vernichtet haben.
  • Seoul/Südkorea. Der Top-Manager des Hyundai-Konzerns, Chung Mon Hung, hat sich durch einen Sprung aus seinem Bürofenster selbst getötet. Er war durch die Verwicklung in einen Skandal unter Druck geraten.
  • Deutschland. SPD und Grüne einigen sich auf die Eckpunkte zur Reform der Gemeindefinanzen, die die Kommunen im nächsten Jahr um 4,5 Milliarden Euro entlasten soll. Die Reform sieht u.a. die Ausweitung der Gewerbesteuer für Freiberufler vor.

Dienstag, 5. August[Bearbeiten]

Mittwoch, 6. August[Bearbeiten]

Donnerstag, 7. August[Bearbeiten]

Freitag, 8. August[Bearbeiten]

Samstag, 9. August[Bearbeiten]

  • Karatschi/Pakistan. Bei einem Überfall auf einen Lastwagen werden fünf Männer erschossen. Die Polizei vermutet einen terroristischen Hintergrund.
  • Kalifornien. Arnold Schwarzenegger kandidiert offiziell bei den kommenden Wahlen zum Gouverneur in Kalifornien, die am 7. Oktober stattfinden.
  • Irak. Der frühere irakische Innenminister Mahmud Dhijab el Ahamd hat sich den amerikanischen Behörden im Irak gestellt. Er war die Nummer 29 auf der Liste der meistgesuchten Iraker.

Sonntag, 10. August[Bearbeiten]

  • Frankreich. Über 100.000 Menschen versammeln sich auf der Larzac-Hochebene im Süden Frankreich zu einer Protestveranstaltung gegen den WTO-Gipfel im mexikanischen Cancun.
  • London/Großbritannien. Angesichts der zunehmenden Terrorgefahr gilt für die Londoner Polizei in Bezug auf mögliche Selbstmordattentäter der „Shoot-on-sight“-Befehl, d.h. dass bei unmittelbarem Tatverdacht von der Schusswaffe Gebrauch gemacht wird. Diese Anordnung ist später mitverantwortlich für die Erschießung von Jean Charles de Menezes am 22. Juli, nachdem es am 7. Juli zu schweren Anschlägen gekommen war.

Montag, 11. August[Bearbeiten]

Dienstag, 12. August[Bearbeiten]

Mittwoch, 13. August[Bearbeiten]

Donnerstag, 14. August[Bearbeiten]

  • USA, Kanada. An der Ostküste der USA und in Kanada fiel am Nachmittag der Strom aus. Davon waren auch die Städte Detroit, Cleveland, New York City und Toledo in den USA und Ottawa und Toronto in Kanada betroffen. Das Netz des Stromversorgers wurde in einer Kettenreaktion automatisch wegen Überlastung abgeschaltet. Etwa 50 Millionen Menschen, in einem Gebiet das größer als die Fläche von Deutschland ist, waren von dem Ausfall betroffen. Es war nach den Stromausfällen vom 9. November 1965 und 13. Juli 1977 der dritte derartige Zwischenfall in den USA, Kanada ist nach 1965 zum zweiten Mal davon betroffen.
  • Liberia. Westafrikanische Friedenstruppen übernehme die Kontrolle des Hafens von Monrovia.
  • Deutschland. Das Tiefdruckgebiet Lothar bringt Deutschland die seit langem erwartete Abkühlung. Die Temperaturen sinken im Mittel um ca. 10 Grad. Regen bleibt jedoch in weiten Teilen Deutschlands aus, so dass weiterhin höchste Waldbrandgefahr herrscht.

Freitag, 15. August[Bearbeiten]

Samstag, 16. August[Bearbeiten]

Sonntag, 17. August[Bearbeiten]

Montag, 18. August[Bearbeiten]

  • Mali. Die letzten 14 entführten Sahara-Touristen sind frei. Die Urlauber waren im Februar 2003 von algerischen Terroristen bei der Gräberpiste entführt worden. Die Geiseln sollen im Laufe des Dienstag nach Deutschland ausgeflogen werden. 19 Geiseln wurden bereits im Mai von der algerischen Armee befreit, dabei wurden viele Entführer getötet.
  • Frankreich. Die Hitzewelle der vergangenen Wochen hat in Frankreich doch mehr Todesopfer gefordert, als ursprünglich angenommen. Die genaue Zahl wird zwar erst in einigen Wochen feststehen, die Behörden gehen aber mittlerweile von 5.000 Opfern aus.
  • USA. Ein Heckenschütze erschoss in der letzten Woche in der Nähe von Charleston (West Virginia) drei Menschen mit einer kleinkalibrigen Waffe. Vor einem Jahr bereits versetzten zwei Heckenschützen die Umgebung um Washington, D.C. in Angst und Schrecken, die Polizei befürchtet nun einen Nachahmungstäter.

Dienstag, 19. August[Bearbeiten]

Mittwoch, 20. August[Bearbeiten]

  • Frankreich. Während der Hitzewelle sind in Frankreich nach einer Hochrechnung der Bestattungsdienste rund 10.400 Menschen mehr gestorben als für die Jahreszeit üblich. Anfang der Woche hatte Gesundheitsminister Jean-François Mattei eine Zahl von 5000 Hitzetoten für „plausibel“ erklärt, ohne zunächst amtlich bestätigte Angaben vorzulegen. Unklar ist, ob die Situation des französischen Gesundheitswesen ausschlaggebend war oder die Behandlung älterer Menschen durch ihre Familien in der Ferienzeit.

Donnerstag, 21. August[Bearbeiten]

  • Israel, Palästina. Israelische Truppen töten den führenden Hamas-Aktivisten Ismail Abu Schanab durch einen Raketenangriff auf Gaza; außerdem werden, als Antwort auf ein palästinensisches Selbstmordattentat in Jerusalem, Panzer in die West-Bank-Städte Hebron, Nablus und Tulkarem geschickt. Hamas und Islamischer Dschihad erklären die Waffenruhe mit Israel für beendet.

Freitag, 22. August[Bearbeiten]

  • Israel. Einem Bericht der Zeitung Ha'aretz zufolge hat die israelische Polizei Mitglieder einer extremistischen jüdischen Bürgerwehr festgenommen. Die Gruppe soll für Anschläge verantwortlich sein, die 8 Palästinenser getötet und 20 verletzt haben. Zudem soll ein Anschlag auf eine palästinensische Grundschule geplant worden sein.

Samstag, 23. August[Bearbeiten]

Sonntag, 24. August[Bearbeiten]

Montag, 25. August[Bearbeiten]

Dienstag, 26. August[Bearbeiten]

  • USA. Der Abschlussbericht zum Shuttle-Unglück der Raumfähre Columbia am 1. Februar kommt zu dem Ergebnis, dass nach dem Start abfallender Schaumstoff für die Katastrophe, die 7 Besatzungsmitglieder das Leben gekostet hatte, verantwortlich war; zugleich werden aber auch schwere Schwächen im allgemeinen Management der NASA kritisiert.

Mittwoch, 27. August[Bearbeiten]

Donnerstag, 28. August[Bearbeiten]

Freitag, 29. August[Bearbeiten]

Samstag, 30. August[Bearbeiten]

Sonntag, 31. August[Bearbeiten]

  • Italien. Bei ihrem Treffen auf Sardinien beschlossen der russische Präsident Wladimir Putin und der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi eine engere Zusammenarbeit ihrer Länder. Auch im Militärbereich soll es Kooperationen geben, so ein gemeinsames Marinemanöver und die Entwicklung eines Kampfflugzeugs. Ein weiterer Gesprächspunkt war die Zukunft Iraks, beide Länder sprachen sich für die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe aus.
  • Kongo. Im Nordosten der Republik Kongo kam es zu einem Massaker. Mehr als 200 Einwohner der Stadt Fataki wurden getötet, 140 entführt. Tausende sind auf der Flucht.
  • Israel, Palästina. Nachdem die israelische Zeitung 'Maariv' ein Kartenspiel mit den wichtigsten palästinensischen Politikern veröffentlichte, zogen militante Palästinenser nach und veröffentlichten eine Tötungsliste mit israelischen Politikern in Form eines Kartenspiels. Das Bild des bei einem Anschlag 2001 verstorbenen ehemaligen Tourismusministers Rechaw'am Ze'ewi ist durchgestrichen. Beide Veröffentlichungen haben das US-amerikanische Kartenspiel mit den 55 meistgesuchten Irakern als Vorbild.
  • Taiwan. Bei einem Hochhausbrand kamen in Taipeh 13 Menschen ums Leben, es gab mehr als 70 Verletzte. Zu dem Brand kam es, nachdem sich eine Frau im Erdgeschoss nach einem Ehestreit mit Terpentin übergoss und selbst anzündete. Der Brand breitete sich über das Treppenhaus aus, so dass dieser Fluchtweg versperrt war. Es gab viele Knochenbrüche, als sich die Bewohner über die Fenster abseilten und dabei abstürzten. Ein ohne Genehmigung errichtetes Wohnhaus behinderte die Feuerwehr bei den Löscharbeiten.
  • Irak. Um der schwierigen Sicherheitslage im Irak Herr zu werden, planen die USA den Aufbau einer irakischen militärischen Eingreiftruppe. Diese soll zumindest teilweise dann selbst die Sicherheit garantieren.
  • Bagdad/Irak. Tausende Iraker nehmen an den Beerdigungsfeierlichkeiten für den zwei Tage zuvor durch eine Autobombe getöteten Schiitenführer Muhammad Baqir al-Hakim teil.
  • Frankfurt am Main/Deutschland. Bei den Wahlen zum IG-Metall-Vorstand erhalten die Kandidaten Jürgen Peters und Berthold Huber nur rund zwei Drittel der Stimmen.
  • Anniston/USA. Die US-Armee hat im Stützpunkt Anniston in Alabama 2000 Liter Saringas verbrannt. Erstmals findet damit die Vernichtung von Nervenkampfstoffen in dicht besiedelten Regionen statt. Bei den bisherigen Anlagen auf dem Johnston-Atoll bei Hawaii und in der Wüste von Utah kam es bisher zu 14 Zwischenfällen, bei denen Giftgas freigesetzt wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: August 2003 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien