August I. (Oldenburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Großherzog August I. von Oldenburg
Erbprinz Paul Friedrich August von Oldenburg

Paul Friedrich August von Oldenburg (* 13. Juli 1783 in Rastede; † 27. Februar 1853 in Oldenburg) war von 1829 bis 1853 als August I. Großherzog von Oldenburg.

Leben[Bearbeiten]

Er wurde als Sohn des Herzogs Peter Friedrich Ludwig und der Prinzessin Friederike von Württemberg geboren, besuchte von 1803 bis 1805 die Universität Leipzig, ging nach der Besetzung Oldenburgs durch die Franzosen 1811 mit seinem Vater nach Russland bis 1813 ins Exil und nahm am Befreiungskrieg teil.

In den Jahren 1811 bis 1816 war er Gouverneur von Estland und leitete die Vorbereitungen zur Aufhebung der Leibeigenschaft. Nachdem er an den Kriegen von 1812 bis 1814 teilgenommen hatte, kehrte er zunächst nach Russland und 1816 wieder nach Oldenburg zurück.

Dort heiratete er am 24. Juli 1817 Prinzessin Adelheid von Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym, die Tochter des Fürsten Viktor II. von Anhalt-Bernburg-Schaumburg, mit der er zwei Töchter hatte und die bereits 1820 starb. Im Jahre 1825 heiratete er Prinzessin Ida, die jüngere Schwester seiner verstorbenen Frau, die aber nach der Geburt des Erbgroßherzogs Nikolaus Friedrich Peter (* 8. Juli 1827) ebenfalls starb. 1831 schloss er seine dritte Ehe mit Prinzessin Cäcilie von Schweden, der jüngsten Tochter des ehemaligen Königs von Schweden Gustavs IV. Adolf.

Nach dem Tod seines Vaters am 21. Mai 1829 trat August die Regierung an, nachdem er sich schon als Erbgroßherzog seit 1821 intensiv den Regierungsgeschäften gewidmet hatte. Am 28. Mai nahm er den Titel eines Großherzogs an und erhob das Herzogtum Oldenburg durch ein Patent zum Großherzogtum. Zu Ehren seines Vaters stiftete er am 27. November 1838 den Oldenburgischen Haus- und Verdienstorden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig.

Zwar war schon Ende 1831 eine Gemeindeordnung für die Landgemeinden, als Grundlage der einführenden landständischen Verfassung, publiziert worden; doch wurde das Verlangen der Bevölkerung nach einer solchen Verfassung erst infolge der Ereignisse von 1848 erfüllt. Nur mit Widerstreben und auf Anraten seiner Räte verabschiedete der Großherzog am 18. Februar 1849 das mit dem Landtag vereinbarte Staatsgrundgesetz, welches aber schon 1852 revidiert wurde.

Nach dem Großherzog wurde die Fehnkolonie Augustfehn im Landkreis Ammerland benannt. Hier erinnert eine in Bronze gefasste Porträtbüste (Baujahr 2006) auf dem Dorfplatz an den Herrscher des damaligen Großherzogtums Oldenburg.

Aufgrund seiner Bemühungen um die Reichsflotte wurde die Radkorvette Großherzog von Oldenburg nach ihm benannt.

Nachkommen[Bearbeiten]

Talermünze aus 1846 mit Konterfei Paul Friedrich August
Paul Friedrich August, zeitgenössisches Gemälde, Schloss Eutin

Aus seiner 1817 geschlossenen ersten Ehe mit Prinzessin Adelheid († 1820), Tochter des Fürsten Viktor II. von Anhalt-Bernburg-Schaumburg stammen seine Töchter:

Aus der 1825 geschlossenen zweiten Ehe mit Prinzessin Ida, Schwester der verstorbenen Prinzessin Adelheid, stammt

In dritter Ehe heiratete August 1831 Prinzessin Cäcilie (1807–1844), Tochter von Gustav IV. Adolf, König von Schweden. Aus dieser Ehe stammen

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Peter I. Großherzog von Oldenburg
1829–1853
Peter II.