August Kautz

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August Valentin Kautz 1828 – 1895

August-Valentin Kautz (* 5. Januar 1828 in Ispringen; † 4. September 1895 in Seattle, Washington) war ein Deutsch-Amerikanischer Soldat und Kavallerie Offizier während des amerikanischen Bürgerkriegs. Er war der Autor einiger Armeehandbücher, die schließlich vom US-Militär übernommen wurden.

Genealogie[Bearbeiten]

Geboren wurde Kautz in Ispringen, Großherzogtum Baden, Deutschland [1] als Sohn des Johann George Kautz [2] und der Dorothea Elisabetha Loewing. [3] August Valentin Kautz kam als Säugling mit seinen Eltern um 1829 nach Brown County in Ohio.

Um 1830 kam sein Bruder Frederick R. Kautz in Maryland zur Welt.[4]
Sein zweiter Bruder John Kautz wurde um 1832 in Brown County, Ohio geboren.[5]
In Georgetown (Ohio) kam sein dritter Bruder Albert Kautz am 29. Januar 1839 zur Welt. [6]

Erste Ehe um 1856 mit Tenas Puss Nisqually, [7] geboren um 1838 in Pierce County, Washington. Zwei Kinder:

Nugent Kautz geboren am 17. März 1857 in Fort Steilacoom, Pierce County, Washington.
Augustus Kautz geboren am 9. Februar 1859 in Pierce, Washington. [8]

Zweite Heirat am 14. September 1865 mit Charlotte Delamater Tod geboren um 1845 in Brier Hill, Mahoning County, Ohio. Tochter des Gouverneurs von Ohio, David Tod. Aus dieser Ehe gingen keine Kinder hervor. [9]

Dritte Heirat am 27. November 1872 in Hamilton County, Ohio mit der Musikerin, Malerin und aufstrebenden Schauspielerin Fannie Markbreit [10] geboren im Jun 1850, vermutlich in Deutschland (Baden) [11] Sie starb am 11. August 1913. [12] Aus dieser dritten Ehe gingen vier weitere Kinder hervor:

Austin Kautz wurde am 11. September 1873 in Cincinnati geboren. [13]
Lillie Kautz kam am 17. Juni 1877 als Totgeburt zur Welt. [14]
Francisca (Frankie) Kautz wurde im April 1878 im Gebiet von Arizona geboren. [15]
Navarra Kautz wurde am 14. Juli 1882 in Angel Island, Marin County, Kalifornien geboren. [16]

Karriere[Bearbeiten]

Kautz diente als einfacher Soldat ("Private") im 1. Ohio-Infanterieregiment während des mexikanisch-amerikanischen Kriegs. Kautz besuchte die United States Military Academy und graduierte 1852. Er diente hauptsächlich in Fort Steilacoom [17], bei der 4. US-Infanteriedivision und wurde 1855 zweimal bei Gefechten gegen Indianer am Schlangenfluss verwundet. Für seinen Einsatz wurde er zum Leutnant befördert. Während seiner Dienstzeit im Nordwesten (1858), war Kautz ein heftiger Fürsprecher von Häuptling „Leschi“. Kautz glaubte, dass dessen Exekution unrechtmäßig war und Leschi wie ein Kriegsgefangener hätte behandelt werden müssen. Kurz vor Leschis Hinrichtung, veröffentlichte Kautz zwei Berichte in der „Truth Teller“ Zeitung, unter dem Titel: „Gewidmet der Verbreitung der Wahrheit und dem Ausgleich des Humbugs“. Im April 1861 kam er nach Ausbruch des Sezessionskrieges wieder in den Osten.

Bürgerkrieg[Bearbeiten]

Kautz diente als Hauptmann in der 6. US, Kavallerie vom April bis Juli 1862. Kautz unterstützte später als Oberst mit der 2. Ohio-Kavallerie die Operation gegen General John Morgan's sehr erfolgreichen "Morgans Überfall" hinter den Linien der Union in Indiana und Ohio im Juni und im Juli 1863 und stand unter dem Befehl von Generalmajor Ambrose Burnside im Kampf von Knoxville vom September bis Dezember 1863. Im April 1864 wurde er zum Brigadegeneral der Freiwilligen befördert. Kautz führte die Kavallerie des XXIII Korps unter dem Befehl des Maj. Gen. Benjamin-Butler während der Ulysses S. Grants Richmond-Petersburg-Kampagne zwischen April und Juni 1864. Seine Kavallerieabteilung war Teil von der Army of the James. Nach einem Angriff des späteren Konföderierten-General James Longstreet, musste Kautz am 7. Oktober von seinem Posten zurückzutreten. Im Oktober 1864 wurde er Brevet-Generalmajor der Freiwilligen. Anfang April 1865 befehligte Kautz in Richmond eine Abteilung farbiger Soldaten. Kautz war auch an der Verfolgung von Robert E. Lee vom 2. April bis 9. April 1865 bis zu Lees Auslieferung ins Appomattox Gerichtsgebäude beteiligt.

Nach Kriegsende[Bearbeiten]

Nach dem Krieg diente Kautz (von Mai bis Juni 1865) auf dem „trial board investigating“, das nach den Verschwörern forschte, die an der Ermordung von Präsident Abraham Lincoln beteiligt waren.

Indianerreservatsleiter[Bearbeiten]

Indianerreservat, mit dem Fort Mc Dowell und San Carlos

Kautz war ab Herbst 1874 [18] bis 1878 Kommandeur des San Carlos Indianerreservates in Arizona. Al Sieber diente ihm 1877 als Armeescout. [19] 1878 erfolgte durch General William T. Sherman eine Abordnung nach Kalifornien. [20] An der Südwestgrenze Arizonas war Kautz danach als Kommandeur und als befehlshabender Offizier von Fort McDowell bis 1891 tätig.

Nachdem er vom Militärdienst in den Ruhestand entlassen wurde, lebte er bis zu seinem Tod in Seattle, Washington. Er wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington begraben.

Stationen[Bearbeiten]

(1848-1852) Kadett in der U.S. Military Academy, West Point
(1852-1853) 2nd Lt. (1852), Fort Vancouver, Washington, (Dezember 1852 - Frühjahr 1853)
(1853-1853) 2nd Lt., Fort Steilacoom, Washington
(1853-1856) 1st Lt. (Dezember 1855), Fort Orford, Oregon (Oktober 1853 - Januar 1856)
(1856-1858) 1st Lt., Fort Steilacoom, Washington (Februar 1856 - Oktober 1858)
(1859-1860) 1st Lt., Leave of absence traveling in Europe (Frühjahr 1859 - Dezember 1860)
(1860-1861) 1st Lt., Fort Cheholis, Gary's Harbor, Washington Territory (Dezember 1860 - Mai 1861)
(1861-1862) Capt. (Mai 1861), 6. U.S. Cavalry, Washington, D.C.
(1862-1863) Col. (September 1862), 2nd Ohio Cavalry Volunteer Regiment, Fort Scott
(1863-1864) Col., 2. Ohio Kavallerie Volunteer Regiment, Camp Chase, Ohio
(1864-1865) Brigadegeneral. (7 Mai 1864), April 1864 bis März 1865
(Mai-Juni 1865) Mitglied der Militärkommission über die Attentäter auf Abraham Lincoln.
(1866-1866) ausgemuster vom Volunteer Service am 15. Januar 1866
(1866-186?) Ltc. (Juli 1866), 34. U.S. Kavallerie
(1874-1878) Col. (1874), 8. U.S. Infantry, Arizona
(1878-1886) Col., Camp Reynolds, Angel Island, Marin County, Kalifornien
(1887-1892) Brigadegeneral. (20. April 1891), Fort Niobrara, Nebraska

Werke[Bearbeiten]

  • The Company Clerk (1863)
  • Customs of Service for Non-Commissioned Officers and Soldiers (1864), Nachdruck: Nabu Press 2010, Englisch, ISBN 1142637425
  • Customs of Service for Officers (1866), Nachdruck: Nabu Press 2010, Englisch, ISBN 114280500X [21]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lawrence G. Kautz: August Valentine Kautz, USA. Biography of a Civil War General. McFarland, Jefferson, NC & London 2008, ISBN 978-0-7864-3323-0.
  • Martin Öfele (Hg.): General August Valentin Kautz. Erinnerungen an den Bürgerkrieg. Verlag für Amerikanistik, Wyk auf Föhr 1998, ISBN 3-89510-049-8.
  • Thomas P. Collins: Stage-Struck Settlers in the Sun-Kissed Land: The Amateur Theatre in Territorial Prescott, 1868-1903, Verlag Wheatmark, Inc., 2007, ISBN 1587367831 [22]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. August Valentin Kautz war in Ispringen geboren; Answer.com
  2. * 6. November 1800 in Ispringen, † 22. Februar 1888 in Levanna, Brown County (Ohio);Ancestry.com: John_George_Kautz, Eltern von Georg Kautz in Ispringen
  3. * 16. Oktober 1800 in Kassel: † 1874 in Levanna, Brown, Ohio. Ancestry.com Dorothy Elisabetha Loewing † 1874 in Levanna, Brown, Ohio. Quelle:fortwiki.com; Ancestry.com: August Valentine Kautz; Rootsweb.com: „Die Nachkommen von Johann George KAUTZ“
  4. 4 Kinder von Georg und Dorothy Kautz
  5. Rootsweb.com John Kautz John Kautz Residence was not listed; 32 years old. Enlisted on 9/23/1864 as a Private. On 9/23/1864 he mustered as a substitute into "B" Co. OH 82nd Infantry. He was mustered out on 6/10/1865 at Washington, DC.
  6. Albert Kautz starb am 5. Februar 1907 im italienischen Florenz, beerdigt wurde er wie sein Bruder August Valentin, im Nationalfriedhof von Arlington. (Sektion 2, Grab 1108)Rootsweb.com: Lebenslauf von Albert Kautz 1839–1907.; Arlingtoncemetery.net Albert Kautz
  7. Ancestry.com: Tenas Puss Nisqually
  8. Augustus starb am 24. Februar 1935 in Tacoma, Pierce County, Washington; Quelle: Indian Census 1888 (Volkszählung) und Rootsweb.com Augustus Kautz 9. Feb 1859
  9. Ancestry: Charlotte Delamater Tod
  10. Rootsweb.com Baden or Austrian;His young wife Fannie ...; Bild:Fanny M. Kautz
  11. Laut dieser Quelle:J.C. Worthington: Fort Whipple’s Lovelorn Doctor, ist Fanny aus Österreich (Austrian).
  12. National Cemetery Kautz.jpg Grabsteininschrift auf dem Nationalfriedhof in Arlington bei ihrem Mann: Fannie Markbreit † 11. August 1913
  13. Findagrave † 10. September 1927 in Berlin, beerdigt in Arlington arlingtoncemetery.net † 10.September 1927 SECTION 2, (SITE 1224 NH)
  14. Fannie delivered a stillborn baby girl. General Kautz recorded that Worthington was “very faithful in his attendance. He can assign no reason for the death of the child” (June 17, 1877). The Kautzes christened their child “Lillie” and buried her at the Whipple Cemetery.
  15. Quelle: GoogleBooks: „Daughter Frankie Kautz born in April 1875“ Seite 23.
  16. Google Books Seite 120: 2. Tochter Navarra KautzRootsweb.com Feb. 1970. Navarra Kautz ist im Februar 1970 in Leonia, NJ gestorben.
  17. Fort Steilacoom-Webseite
  18. Sharlot.org: ...Fall of 1874
  19. (Thrapp, Chief of Scouts, S.48-49)
  20. Stage-Struck Settlers in the Sun-Kissed Land: The Amateur Theatre in Territorial Prescott, 1868-1903, (S. 47). Thomas P. Collins, Verlag: Wheatmark Inc., 2007, ISBN 1587367831
  21. Paperbackswap.com
  22. Über das Engagement der Fannie/Fanny Kautz; Frau von August Kautz im Fort Whipple

Weblinks[Bearbeiten]