August Ludwig Reyscher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Porträt des August Ludwig Reyscher, Öl auf Leinwand, Maler Franz Seraph Stirnbrand, signiert auf dem Gemälde „Stirnbrand pinx 1846“
Grabstätte von August Ludwig Reyscher auf dem Steigfriedhof in Bad Cannstatt, geschmückt von einer Sandstein Stele in die ein Hochrelief Tondo Bronzeguss eingelassen ist, Reyscher in reiferem Alter darstellend, auf der Stele sind auch die Lebensdaten von Hugo Reyscher eingeschlagen
Das Geburtshaus von Reyscher, das Alte Pfarrhaus in Unterriexingen

August Ludwig Reyscher (* 10. Juli 1802 in Unterriexingen an der Enz; † 1. April 1880 in Cannstatt) war ein deutscher Rechtsgelehrter, Politiker und Philhellene.

Leben[Bearbeiten]

Während seines Studiums wurde er 1821 Mitglied der Burschenschaft Germania Tübingen und später Mitglied der Burschenschaft Feuerreiter Tübingen.[1]

Er war seit 1837 ordentlicher Professor für deutsches Recht an der Universität Tübingen und von 1844 bis 1845 deren Rektor. Seit 1851 war er als Rechtsanwalt in Stuttgart tätig, seit 1853 in Cannstatt.

Im Zuge der Märzrevolution nahm er 1848 am Vorparlament teil, konnte jedoch bei der Wahl zur Frankfurter Nationalversammlung kein Mandat gewinnen. Von 1848 bis 1855 war er für Mergentheim Abgeordneter im württembergischen Landtag und von 1855 bis 1868 für Stuttgart. Von 1871 bis 1872 war er Reichstagsabgeordneter. Sein Reichstagsmandat gewann er im Wahlkreis Württemberg 2 (Cannstatt, Ludwigsburg, Marbach, Waiblingen). Am 30. Mai 1872 legte er sein Reichstagsmandat nieder.[2]

Am 24. Dezember 1842 wurde er Ehrenbürger von Unterriexingen.[3]

August Ludwig Reyscher wurde auf dem Steigfriedhof in Stuttgart Bad Cannstatt beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: August Ludwig Reyscher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: August Ludwig Reyscher – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 5: R–S. Heidelberg 2002, S. 58–60.
  2. Specht, Fritz / Schwabe, Paul: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Aufl. Berlin: Verlag Carl Heymann, 1904, S. 236
  3. E. Sieb: Unterriexingen in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1989, ISBN 3-89264-293-1, S. 25