August Messer

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August Messer (* 11. Februar 1867 in Mainz; † 11. Juli 1937 in Rostock) war ein deutscher Philosoph.

Leben[Bearbeiten]

Messer studierte ab 1885 Klassische Philologie, Geschichte und Germanistik an den Universitäten Gießen, Straßburg und Heidelberg. Er legte 1890 die Oberlehrerprüfung ab und promovierte 1893 bei Hermann Siebeck (1842–1920) in Gießen mit einer Arbeit über Thomas Hobbes. Ab 1893 arbeitete er als Lehrer, u.a. in Gießen an der Schule Hermann Schillers. 1899 habilitierte er sich für Philosophie und Pädagogik an der Universität Gießen. 1904 wurde er ebendort zum außerordentlichen Professor ernannt. Im Zusammenhang mit dem Modernismusstreit trat er 1905 aus der römisch-katholischen Kirche aus. 1908 bekam er einen Lehrauftrag für experimentelle Psychologie und experimentelle Pädagogik.

1910 wurde er als Nachfolger von Karl Groos ordentlicher Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Gießen. In der Jugendbewegung unterstützte er aktiv die Freideutsche Jugend als Gesinnungsgemeinschaft und wandte sich gegen politische Radikalisierung, vor allem in der Revolution 1918/19. In der Weimarer Republik engagierte er sich für die Erwachsenenbildung und die Volkshochschulen auf Basis einer modernen Pädagogik. 1932 forderte er Hitler schriftlich auf, auf seine Kandidatur als Reichspräsident zu verzichten, um eine sittliche Erneuerung Deutschlands zu ermöglichen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er 1933 aus dem Staatsdienst entlassen. Er starb auf einer Vortragsreise in Rostock.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Einführung in die Psychologie und die psychologischen Richtungen der Gegenwart. Felix Meiner Verlag, Leipzig, 1927.
  • Friedrich Nietzsche, Werke in zwei Bänden. Ausgewählt und eingeleitet von August Messer. Leipzig, Kröner, (1930)
  • Geschichte der Philosophie im 19. Jahrhundert. Quelle und Meyer, Leipzig, 1935, 8. Auflage.
  • Geschichte der Philosophie vom Beginn der Neuzeit bis zur Aufklärungszeit. Quelle und Meyer, Leipzig, 1932, 8. verbesserte Auflage.
  • Geschichte der Philosophie im Altertum und Mittelalter. Quelle und Meyer, Leipzig, 1932, 9. verbesserte Auflage.
als Herausgeber
  • Paul de Lagarde: Schriften für Deutschland. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1933

Literatur[Bearbeiten]