August Stauda

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August Stauda

August Stauda (* 19. Juli 1861 in Schurz, Böhmen; † 8. Juli 1928 in Wien) war Stadtfotograf und Dokumentarist des „alten Wien“.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Der Wiener Graben, fotografiert von August Stauda um 1890

Stauda übersiedelte 1882 nach Wien und eröffnete 1886 sein eigenes Atelier in der Schleifmühlgasse 5 im 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden (an der heutigen Adresse der Galerie Kargl). Ab 1913 war er ein beeideter Sachverständiger. Während des Ersten Weltkrieges musste er Konkurs anmelden. Stauda war verheiratet, blieb aber kinderlos.

Zeit seines Lebens hielt er das „alte Wien“ in mehr als 3.000 Fotografien fest. Sein Interesse galt vor allem jenen Stadtteilen, die um die Jahrhundertwende erhebliche städtebauliche Veränderungen erfuhren, insbesondere Teilen des 2., 3. und 9. Bezirks. Während das damalige Erscheinungsbild der Innenstadt auch heute wiederzuerkennen ist, zeigen etwa die zeitgenössischen Bilder der Mariahilfer Straße oder der Neulerchenfelder Straße, wie die Zeitläufe auch die Stadt verändert haben.

Die Negative seiner Bilder befinden sich heute in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.

Das Wien Museum widmete dem lange Zeit fast vergessenen Stadtfotografen 2006 eine umfassende Werkschau.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wien Museum - Wien war anders. August Stauda, Stadtfotograf um 1900

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: August Stauda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien