August Vilmar

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August Vilmar

August Friedrich Christian Vilmar (* 21. November 1800 in Solz bei Bebra, Hessen; † 30. Juli 1868 in Marburg) war ein konservativer lutherischer Theologe.

Während seines Studiums wurde er 1818 Mitglied der Alten Marburger Burschenschaft Germania.

Er war Professor an der Universität Marburg, Gymnasiallehrer und -direktor (u. a. von 1833 bis 1850 Direktor des kurfürstlichen Gymnasiums in Marburg, heute das Gymnasium Philippinum) und kurhessischer Staatsrat. Er wurde auch als Literarhistoriker bekannt (Geschichte der deutschen Nationalliteratur, 1. Aufl. 1845, 27. Aufl. 1911).

Kirchenrenitenz[Bearbeiten]

Vilmar wurde zu einem der Anführer gegen die unter preußischer Besatzungsregierung vorgenommene Unierung der Evangelischen Landeskirche im besetzten Kurhessen, aus der heraus sich schließlich die Renitente Kirche ungeänderter Augsburgischer Konfession in Hessen verselbständigte.

Gedenktag[Bearbeiten]

30. Juli im Evangelischen Namenkalender.[1]

Nachlass[Bearbeiten]

Der Nachlass Vilmars wird im Hessischen Staatsarchiv Marburg (Bestand 340 Vilmar a) aufbewahrt.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Bartsch: Drei deutsche Litterarhistoriker. In: Germania 16 (1871), S. 109-120 (Nachruf auf Vilmar S. 112-115)
  • Karl Wippermann, Edward Schröder: Vilmar, August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 39, Duncker & Humblot, Leipzig 1895, S. 715–722.
  • Wilhelm Hopf: August Vilmar. Ein Lebens- und Zeitbild. Bd. 1-2. Marburg 1913
  • Karl Ramge: Vilmars Bedeutung für die Kirche der Gegenwart. Kleine Handbücherei für das deutsche Haus, Heft 5, 1941, Lichtweg Verlag, Essen 1941
  • Herbert Kemler: Gott mehr gehorchen als den Menschen. Christlicher Glaube zwischen Restauration und Revolution - dargestellt an der kurhessischen Renitenz. Kirchengeschichtliche Monographien 13. Brunnen-Verl., Gießen u.a. 2005 ISBN 3-7655-9490-3
  • Jörg Dierken: Kirche: Heilige communio oder Institut Christi? Aspekte der Ekklesiologie A. F. C. Vilmars und A. Ritschls. Texte und Materialien der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft B/12. Heidelberg 1989
  • Uwe Rieske-Braun: Vilmar, August Friedrich Christian. In: Theologische Realenzyklopädie 35 (2003), S. 99-102 (mit weiterer Lit.)
  • Rudolf Keller: August Vilmar und seine Schüler. In: Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung 58 (2007), S.29-46
  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft, Band I Politiker, Teil 6: T–Z, Heidelberg 2005, S. 134–136.
  • Klaus-Gunther WesselingVilmar, August Friedrich Christian. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 12, Bautz, Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9, Sp. 1414–1423.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. August Vilmar im Ökumenischen Heiligenlexikon
  2. Übersicht über den Bestand Familienarchiv Nachlass August Friedrich Christian Vilmar (340 Vilmar a) Hessisches Archiv-Dokumentations- und Informations-System. Abgerufen am 3. Juli 2012

Weblinks[Bearbeiten]