Auguste Anicet-Bourgeois

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1838

Auguste Anicet-Bourgeois (* 25. Dezember 1806 in Paris; † 18. Januar 1871 in Pau) war ein französischer Theaterdichter.

Anicet-Bourgeois genoss als der Sohn armer Eltern eine sehr dürftige Erziehung und trat 1821 als Schreiber bei einem Pariser Sachwalter ein. Nachdem er in dieser Stellung 1825, kaum 19 Jahre alt, sein erstes Stück, das Melodrama „Gustave, ou le Néapolitain “, mit Erfolg auf die Bühne gebracht hatte, widmete er sich ganz der Bühnenschriftstellerei.

Er schrieb Volksstücke im gröberen Stil, Lustspiele, Vaudevilles, Texte zu komischen Opern, ernste Dramen und Tragödien, im ganzen etwa 200 Werke, allerdings nicht ohne Beihilfe von Mitarbeitern, unter denen vorzüglich Ducange, Édouard Simon Lockroy, Ferdinand Vallon de Villeneuve und Louis Brisebarre Erwähnung verdienen, während umgekehrt mehrere der besten Stücke, welche den Namen Alexandre Dumas' tragen (z. B. Térésa, Angéle und Catherine Howard), Anicet-Bourgeois zum Verfasser haben.

In den letzten Jahren seines Lebens schrieb Anicet fast nur noch Feerien (Féerie (franz., spr. ferih), ein Bühnenstück, worin Dekorationen und zauberhafte Verwandlungen durch Maschinerie die Hauptsache bilden) oder vielmehr den Text zu glänzend hergerichteten Ausstattungs- und Paradestücken. Er starb am 18. Januar 1871 in Pau.

Von seinen Stücken haben sich bis in die letzte Zeit auf dem Repertoire erhalten:

  • J'enlève ma femme, Passé minuit, La joie de la maison, Les trois épiciers, Le maître d'école, La petite Fadette, La fiole de Cagliostro, Pascal et Chambord, Cotillon III

ferner die Dramen:

  • La pauvre fille, Le docteur noir, Atar-Gull, Madeleine, Les fugitifs, Gaspard Hauser, Les pirates de la savane, La fille des chiffonniers, Latude, ou trente-cinq ans de captivité und Médecin des enfants,

welche alle mehr als 100 Aufführungen erlebten.

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Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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