Auguste Fickert

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Auguste Fickert
Skulptur von Franz Seifert im Türkenschanzpark

Auguste Fickert (* 25. Mai 1855 in Wien; † 9. Juni 1910 in Maria Enzersdorf) war eine österreichische Frauenrechtlerin und Sozialreformerin.

Leben[Bearbeiten]

Auguste Fickert wurde 1889 bekannt, nachdem sie gegen Aufhebung des Landtags- und Gemeindewahlrechts für Frauen protestierte. Ab diesem Zeitpunkt war sie eine der Vorkämpferinnen für ein allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht für Männer ebenso wie für Frauen.

Sie gründete 1893 den Allgemeinen österreichischen Frauenverein, der zu ihrem Lebenswerk werden sollte und deren Vorsitz sie ab 1897 übernahm. Sie setzte sich für die rechtliche Unterstützung von Frauen ein und initiierte die erste Rechtsschutzstelle für unbemittelte Frauen in Österreich. Zudem wirkte sie mit, dass Frauen Berufsvertretungen erhielten und ihnen der Weg zu den Hochschulen möglich gemacht wurde. So förderte sie durch Privatunterricht u.a. Martha Frisch, die Tochter ihres Druckers.

Sie war Herausgeberin der demokratisch-fortschrittlichen Monatsschrift „Dokumente der Frauen" (zusammen mit Rosa Mayreder und Marie Lang) und später der Zeitschrift „Neues Frauenleben".

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Der Bildhauer Franz Seifert schuf 1929 ein Denkmal für die Frauenrechtlerin. Dieses steht heute im Türkenschanzpark in Währing und beinhaltet die Inschrift: „Voll Mut und Tatkraft hat sie ihr Leben hohen Idealen dargebracht“.
  • Nach Auguste Fickert ist seit 1926 die Fickertgasse in Döbling benannt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Auguste Fickert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien