Aulis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die antike Hafenstadt in Böotien. Weitere Bedeutungen siehe Aulis (Begriffsklärung).
Aulis (Griechenland)
Aulis
Aulis

Aulis ist eine antike Hafenstadt in Böotien in Mittelgriechenland, die etwa zwanzig Kilometer nordöstlich von Theben, dem heutigen Thiva (griechisch Θήβα), liegt.

Aulis entwickelte sich nie zur eigenständigen Polis, sondern gehörte bis 387 v. Chr. zu Theben und danach zu Tanagra.

In der Antike war Aulis ein bekannter Kultort der Artemis, ein Tempel für diesen Kult wurde vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis etwa 400 n. Chr. genutzt. Seine Ruinen sind neben denen einer Festung aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. die bedeutendsten Bauwerksreste in Aulis.

Der Sage nach traf sich hier die griechische Flotte mit ihren Verbündeten, um gemeinsam gegen Troja zu ziehen. Da Agamemnon der Atride seine Jagdkunst mit der der Jagdgöttin Artemis verglich und diese erzürnt war, konnte die Flotte mangels Wind nicht auslaufen. Deshalb opferte Agamemnon in Aulis nach einigen Versionen der Sage seine älteste Tochter Iphigenie.

Erwähnt wird Aulis außer in den Sagen der alten Griechen insbesondere in der Tragödie Iphigenie in Aulis von Euripides, die von Friedrich Schiller übersetzt wurde.

38.43333333333323.5925Koordinaten: 38° 26′ 0″ N, 23° 35′ 33″ O