Aulis Sallinen

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Aulis Sallinen am 20. Februar 2009

Aulis Sallinen (* 9. April 1935 in Salmi) ist ein finnischer Komponist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Aulis Sallinen wurde 1935 in Salmi am Ladogasee (1940 von der Sowjetunion annektiert) geboren. Er studierte ab 1955 an der Sibelius-Akademie unter Aarre Merikanto und Joonas Kokkonen und machte dort 1960 seinen Abschluss. Von 1960 bis 1970 war Sallinen Intendant des Radion sinfoniaorkestri (RSO). Er unterrichtete von 1965 bis 1976 an der Sibelius-Akademie Tonsatz und Komposition. Von 1971 bis 1976 war er Präsident des finnischen Komponistenverbandes.

1978 erhielt Sallinen den Musikpreis des Nordischen Rates, für seine Oper Ratsumies. 1983 wurde er zusammen mit Krzysztof Penderecki mit dem Wihuri-Sibelius-Preis ausgezeichnet.

Werke[Bearbeiten]

Bühnenwerke[Bearbeiten]

  • Ratsumies (Der Reitersmann), Oper in 3 Akten (1973/74), Paavo Haavikko, Auftragswerk der Stadt Savonlinna zur 500-Jahr-Feier der traditionsreichen Burg Olavinlinna, ein Festivalort
  • Punainen viiva (Der rote Strich), Oper in 2 Akten (1976-78), basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ilmari Kianto; Urauff. 1978 in der Nationaloper Helsinki; später auch im Covent Garden Opera House, London
  • Der König geht nach Frankreich, Oper in 3 Akten (Zwei Teilen), Libretto Paavo Haavikko, Urauff. am 7. Juli 1984 bei den Opernfestspiele in Savonlinna
  • Kullervo, Oper in 2 Akten (1986-88), basiert auf einer Episode des finnischen Nationalepos Kalevala von Elias Lönnrot und dem Schauspiel gleichen Namens aus dem Jahre 1864 von Aleksis Kivi. Die Oper wurde am 25. Februar 1992 in Dorothy Chandler Pavillon in Los Angeles uraufgeführt
  • Elämän ja kuoleman lauluja (Songs of Life and Death), Oper (1994)
  • Kuningas Lear (König Lear), Oper (1999), basiert auf dem gleichnamigen Stück von William Shakespeare
  • Barabbas-Dialoge, Oratorium für Sänger, Erzähler und Kammerensemble, opus 84. Auftragswerk für das Musikfestival in Naantali, Finnland 2003, Deutsche Erstaufführung als Kammeroper: Juni 2011, Oper Frankfurt, Bockenheimer Depot, Frankfurt am Main, Inszenierung: Ute E. Engelhardt

Orchesterwerke[Bearbeiten]

Sallinen komponierte unter anderem bislang 8 Sinfonien sowie je ein Solokonzert für Violine, Cello, Flöte und Horn, so zum Beispiel sein Präludium Shadows op. 52.

  • Cello-Konzert, Uraufführung 1977 Luzerner Festwochen;
  • 4. Sinfonie, komponiert 1979 zum Jubiläum der finnischen Stadt Turku;
  • 5. Sinfonie, Auftragswerk des Washington Symphony Orchestra, Uraufführung 1985 in Washington.

Neben Vokal- und Chormusiken, die er oft Kinderchören widmete, schrieb er Filmmusiken, wie Anfang der 80er Jahre die Musik zu dem mehrteiligen Fernsehfilm Eiserne Zeit über das Epos von Kalevala.

Werke für Blasorchester[Bearbeiten]

  • Chorali op.22 für sinfonisches Blasorchester (1970)
  • Vantaa-fanfaari op.27 (1971)
  • Shadows, Präludium für sinfonisches Blasorchester op.52 (1983)
  • Palace Rhapsody op.72 (1976)

Weblinks[Bearbeiten]