Aumühle
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | ||||
| Kreis: | Herzogtum Lauenburg | ||||
| Amt: | Hohe Elbgeest | ||||
| Höhe: | 30 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 3,47 km² | ||||
| Einwohner: | 3108 (31. Dez. 2006) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 896 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 21521 | ||||
| Vorwahl: | 04104 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | RZ | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 53 003
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| Adresse der Amtsverwaltung: | Falkenring 3 21521 Dassendorf |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Dieter Giese | ||||
Aumühle ist eine amtsangehörige Gemeinde in Schleswig-Holstein (Deutschland), etwa 21 km östlich von Hamburg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Aumühle liegt im Sachsenwald, dem größten Waldgebiet Schleswig-Holsteins, welcher zugleich Naherholungsgebiet für die Metropolregion Hamburg ist.
Ortsteile sind Billenkamp, Aumühle und Friedrichsruh.
[Bearbeiten] Geschichte
Aumühle wurde im Jahr 1350 als „Au-Mühle“ („Owmole“: Mühle an der Schwarzen Au) erstmals urkundlich erwähnt, 1750 entstand die Bauernschaft Billenkamp.
Große Veränderungen brachte die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nachdem der Sachsenwald 1871 von Kaiser Wilhelm I. Otto von Bismarck geschenkt wurde, ließ dieser sich eine ehemalige Gastwirtschaft an der Bahnlinie von Hamburg nach Berlin zum Herrenhaus umbauen. Hier, in Friedrichsruh gab es bereits 1850 einen Bahnhof. Im Jahr 1884 wurde ein Haltepunkt „Aumühle“ eingerichtet, 1909 wurde mit dem Bau des Bahnhofs begonnen.
Aumühle entwickelte sich mit der Gründung des Villenortes Sachsenwald-Hofriede im Jahr 1891 zu einer gehobenen Wohngegend. Der Eigentümer dieses Villenviertels regte noch zu Bismarcks Lebzeiten den Bau eines Aussichts- und Wasserturms an, der 1901 als Bismarckturm eingeweiht wurde.
1956 zog der letzte deutsche Reichspräsident und Nachfolger von Adolf Hitler, Großadmiral Karl Dönitz, nach Aumühle, wo er 1980 starb. 1959 wurde der schon lange nicht mehr benutzte offizielle Name Aumühle-Billenkamp in Aumühle geändert.
[Bearbeiten] Politik
Von den 18 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU neun Sitze, die Wählergemeinschaft UWG hat fünf und die SPD vier Sitze.
[Bearbeiten] Wappen
Die Gemeinde erhielt im Jahr 1948 ihr erstes Wappen, das von Professor Tauber entworfen worden war und heute noch genutzt wird.
Blasonierung: „In Grün ein silberner Wellengöpel, belegt in seiner Gabelung mit einem schwarzen Mühlrad auf kreisrunder silberner Scheibe, die in den drei Winkeln des Göpels mit je einem silbernen Eichenblatt besteckt ist.“ [1]
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der 27 m hohe Bismarckturm, der von Emil Specht, dem Eigentümer des Villenortes Sachsenwald-Hofriede angeregt und durch den Hamburger Architekten Hermann Schomburgk errichtet wurde, liegt auf einer Anhöhe in der Gemeinde. Der Turm wurde aus Ziegelsteinen errichtet und verputzt und ist innen mit Wandmalereien versehen. Schon bei seiner Errichtung wurden im Turm eine Bismarck-Bibliothek und ein Bismarck-Museum eingerichtet. Seit 1962 ist die Gemeindebibliothek im Turm untergebracht, seit 1999 steht er unter Denkmalschutz.
Die evangelisch-lutherische Bismark-Gedächtnis-Kirche in Aumühle wurde von den Hamburger Architekten Heinrich Bomhoff und Hermann Schöne entworfen und am 30. Juli 1930 eingeweiht. Sie ist als runder Backsteinbau im Stil des Backsteinexpressionismus der späten zwanziger und beginnenden dreißiger Jahre gestaltet. Der Altar wurde aber nicht in der Mitte, sondern außerhalb des Runds angeordnet, so dass die Gemeinde auf ihn ausgerichtet war. Eine ursprünglich vorhandene Mittelsäule wurde 1967 bei einem Umbau entfernt, dabei wurde der Altar in die Mitte gerückt, Altar, Kanzel und Taufbecken wurden von Hans Kock künstlerisch gestaltet.
[Bearbeiten] Museen
In Friedrichsruh, wo Otto von Bismarck von 1871 bis zu seinem Tod im Jahr 1898 lebte, ist heute ein Museum mit Schriftstücken, Porzellan, Geschenken und Gemälden aus dem Eigentum Bismarcks und aus seiner Epoche untergebracht. Direkt in der Nähe des Museums befindet sich auch das Bismarck-Mausoleum. Die Otto-von-Bismarck-Stiftung im Bahnhof von Friedrichsruh bereitet den Nachlass Bismarcks auf und führt Ausstellungen durch.
In der Gemeinde liegt das Bahnmuseum Lokschuppen Aumühle, das durch den Verein Verkehrsamateure und Museumsbahn in Hamburg betrieben wird.
[Bearbeiten] Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Aumühle mit Friedrichsruh und der Sachsenwald liegen zwischen der A 24 Hamburg-Berlin, der A 1 Hamburg-Lübeck-Puttgarden und der B 404.
Aumühle hat einen Bahnhof an der Berlin-Hamburger Bahn. Seit 1969 ist er Endpunkt der S-Bahn Hamburg, jetzt der S 21. In Richtung Büchen verkehren Regionalbahnen.
[Bearbeiten] Bildung
Die 1952 eingeweihte Fürstin-Ann-Mari-von-Bismarck-Schule ist eine Realschule mit Grundschulteil, die auch von Kindern aus den umliegenden Gemeinden besucht wird.
[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen
In der Ernst-Anton-Straße liegt die Heinrich-Willers-Sporthalle, außerdem gibt es den Fritz-Bortz-Sportplatz (Kunstrasen) und die Tennisanlage mit acht Sandplätzen des TuS Aumühle-Wohltorf in der Sachsenwaldstraße.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Aumühle ist mit Mortagne-sur-Sèvre (Frankreich) und Sleen (heute ein Teil von Coevorden, Niederlande) verschwistert.
[Bearbeiten] Literatur
- Aumühle: Geschichtliches über Aumühle, Friedrichsruh und den Sachsenwald, Otto Pruess, Viebranz Verlag, ISBN 3-921595-31-2
- Aumühle im Sachsenwald, (8 Autoren), Viebranz Verlag, ISBN 3-921595-00-2
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Weblinks
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