Aurach am Hongar

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Aurach am Hongar
Wappen von Aurach am Hongar
Aurach am Hongar (Österreich)
Aurach am Hongar
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 24,78 km²
Koordinaten: 47° 57′ N, 13° 40′ O47.95027777777813.667222222222488Koordinaten: 47° 57′ 1″ N, 13° 40′ 2″ O
Höhe: 488 m ü. A.
Einwohner: 1.637 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 66 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4861
Vorwahl: 07662
Gemeindekennziffer: 4 17 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Aurach a.H. 2
4861 Aurach am Hongar
Website: www.aurach.at
Politik
Bürgermeister: Erwin Bichler (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(19 Mitglieder)
10 ÖVP, 7 SPÖ, 2 FPÖ
Lage der Gemeinde Aurach am Hongar im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Aurach am Hongar im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Aurach am Hongar ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 1637 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten]

Aurach am Hongar liegt auf 488 m Höhe im Salzkammergut. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,1 km, von West nach Ost 5,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 24,8 km². 52,8 % der Fläche sind bewaldet, 40,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Das Gemeindegebiet wird von Süd nach Nord von der Dürren Aurach durchflossen, die dem Ort auch den Namen gab.

Ortsteile der Gemeinde sind: Aurach am Hongar, Grafenbuch, Hainbach, Halbmoos, Illingbuch, Jetzing, Kasten, Looh, Pranzing, Raschbach, Weichselbaum, Wessenaurach.

Nachbargemeinden

Timelkam Regau
Lenzing, Schörfling am Attersee Nachbargemeinden
Weyregg am Attersee Altmünster Pinsdorf

Geschichte[Bearbeiten]

In der Jungsteinzeit sind Jäger auf ihren Beutezügen in die dichten Buchenwälder nördlich des Hongars gekommen.

Urkundlich nachweisbar ist eine bairische Besiedelung um 800 mit den für diese Zeit üblichen -ing-Namen Wörtzing und Jetzing. Der Ortsname Aurach deutet auf eine Siedlung an einem Flussübergang hin.

Im Hochmittelalter (um 1200) gehörte ein Teil des Gebietes von Aurach am Hongar zum in der Nähe von Passau gelegenen Kloster Asbach/Rott, ein anderer Teil dem Grafen Gebhard von Regau.

1458 weihte Bischof Sigismund von Passau eine Kapelle – Patrozinium hl. Evangelist Matthäus und hl. Alexius der Bekenner (Eremit/Einsiedler). In der Folge war der Pfarrer von Schörfling am Attersee verpflichtet, jeden Donnerstag in Aurach eine Messe zu lesen. Im Zuge der Josephinischen Kirchenreform erhielt Aurach 1784 einen eigenen Seelsorger, wurde aber erst 1876 eine selbständige Pfarre. Nachdem die alte Pfarrkirche 1888 abgebrannt war, wurde dann der noch heute bestehende Neubau 1893 eingeweiht.

Interessant ist, dass bereits 1594 in einer Kirchenrechnung ein Schulmeister in Aurach erwähnt wird. In diesem Zusammenhang muss auch die auf die Einsiedelei nahe der Kapelle St. Alexi hingewiesen werden, deren Errichtung 1726 vom Passauer Fürstbischof Josef Dominicus auf Ansuchen des Grafen Khevenhüller genehmigt wurde. Der Eremit, Bruder Josef Würth, ehemaliger Kammerschreiber des Grafen Khevenhüller, bekam den Auftrag, die Jugend in Lesen und Schreiben zu unterrichten.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Gold ein erniedrigter, blauer Wellenbalken, belegt mit zwei goldenen Wellenleistenstäben; oben ein schwarzer Auerochsenkopf im Visier, unten ein grüner Dreiberg. Die Gemeindefarben sind Schwarz-Gelb-Blau.

Das Gemeindewappen wurde 1980 verliehen. Als redendes Wappen erklären der Auerochsenkopf und die Wellen den Ortsnamen (ahd. ur = Auerochs und aha = fließendes Wasser). Der Wellenbalken steht dabei auch für die Dürre Aurach, der Dreiberg für den Hongar.[1]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Erwin Bichler von der ÖVP.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1368 Einwohner, 2001 dann 1585 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aurach am Hongar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 6. Nachtrag (1980–1983), in Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 3, 1984, S. 222 (PDF)