Auricuprid

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Auricuprid
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Chemische Struktur Cu3Au
Mineralklasse Elemente - Metalle und intermetallische Verbindungen
1.AA.10 (früher I/A.01-50) (nach Strunz)
1.1.2.1 (nach Dana)
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse kubisch-hexakisoktraedisch 4/m\ \bar{3}\ 2/m
Farbe gelb
Strichfarbe
Mohshärte 3,5
Dichte (g/cm³) 11,5
Glanz metallisch
Transparenz opak
Bruch
Spaltbarkeit fehlt
Habitus
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Weitere Eigenschaften
Radioaktivität nicht radioaktiv

Auricuprid oder Cuproaurid ist ein sehr seltenes Mineral aus der Mineralklasse der Metalle, Legierungen und intermetallischen Verbindungen. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem mit der chemischen Formel Cu3Au und bildet massive, am Rand sehr dünne, flache Aggregate von gelber, leicht rötlicher Farbe. In reflektierendem Licht erscheint das Mineral von violetter Farbe.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Etymologie und Geschichte

Das Mineral wurde 1950 an seiner Typlokalität bei Karabasch im südlichen Ural erstmals gefunden. Benannt ist es nach den lateinischen Bezeichnungen für die beteiligten Elemente aurum für Gold und cuprum für Kupfer.

[Bearbeiten] Modifikationen und Varietäten

Cuproaurid bildet zwei Varitäten, den Argentocuproaurid und den Rozhkovit. Argentocuproaurid enthält zusätzlich zu Gold und Kupfer noch Silber.[1] Die platinhaltige Varietät Rozhkovit galt bis zu seiner Diskreditierung durch die IMA 2006 als eigenständiges Mineral.[2]

[Bearbeiten] Bildung und Fundorte

Auricuprid bildet sich bei niedrigen Temperaturen durch Ordnung und Entmischung von Kupfer-Gold-Legierungen in Serpentiniten. Es ist mit Gold, Kupfer und anderen Gold-Kupfer-Legierungen vergesellschaftet.

Gefunden wurde Aurocuprid neben der Typlokalität in Russland auch in Argentinien, Australien, Chile, der Tschechischen Republik, Südafrika und der Schweiz.

[Bearbeiten] Struktur

Aurocuprid kristallisiert im kubischen Kristallsystem mit der Raumgruppe P m\ \bar{3}\ m. Der Wert des Gitterparameters a beträgt 3,75 Å.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Argentocuproaurid bei mindat.org
  2. Rozhkovit bei mindat.org

[Bearbeiten] Literatur

Aurocuprid in: Anthony et al.: Handbook of Mineralogy, 1990, 1, 101 (pdf)

[Bearbeiten] Weblinks

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