Ausführbare Datei
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Als ausführbare Datei (auch Programmdatei) bezeichnet man eine Datei, die als Computerprogramm ausgeführt werden kann. Hierbei kann es sich um Binärdateien in Maschinensprache oder einem Bytecode handeln, die direkt oder durch ein Laufzeitsystem ausgeführt werden können, oder um Textdateien, die von einer Betriebssystem-Shell interpretiert werden.
[Bearbeiten] Unix/Unix-Derivate
Unter Unix-Derivaten wie z.B. Linux muss das "X-Bit" in den Dateirechten gesetzt sein, um eine Datei als ausführbar zu kennzeichnen. Das X-Bit ist in der Regel bereits standardmäßig so gesetzt, dass die Datei für jeden ausführbar ist.
Während binäre Programme anhand ihres ELF-Headers erkannt werden, müssen Skripte und für Interpretersprachen geschriebene Programme mit einem Shebang beginnen, um vom Kernel als Programm erkannt und automatisch mit dem korrekten Interpreter ausgeführt zu werden.
Üblicherweise haben ausführbare Dateien keine Dateiendung, da diese bei gesetztem X-Bit keine Rolle spielt.
[Bearbeiten] Windows
Unter Microsoft Windows werden Dateitypen durch ihre Dateiendung gekennzeichnet, ausführbar sind unter anderem:
- COM
- EXE
- BAT (siehe auch: Stapelverarbeitung)
- CMD (siehe auch: Stapelverarbeitung)
- PIF (eigentlich für Verknüpfungen gedacht, wird aber von Computerviren ausgenutzt)
- SCF (wird von speziellen Funktionen verwendet, z. B. „Desktop anzeigen“ in der Schnellstartleiste)
- SCR (Bildschirmschoner, gleiches internes Format wie EXE)
[Bearbeiten] z/OS
Unter z/OS muss das ausführbare Programm in einer Loadlibrary (Partitioned Dataset oder PDSE mit Recordformat U) vorliegen. Ein Member in dieser Bibliothek ist nur dann ausführbar, wenn auch die vom Binder (bzw. Linkage Editor) erzeugten Attribute im Directory vorhanden sind.
Ein ausführbares Programme wird in der STEPLIB oder der JOBLIB gesucht, wenn es dort nicht gefunden wird, wird die Linklist durchsucht.

