Ausschlussdiagnose

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Die Ausschlussdiagnose (lat. Diagnosis per exclusionem, engl. diagnosis by exclusion) ist eine Diagnose, die sich aus dem allmählichen Ausschluss aller anderen möglichen Erkrankungen mit denselben Symptomen ergibt, bis nur noch die Ausschlussdiagnose übrig bleibt.[1]

Im Gegensatz zu dieser Vorgehensweise steht eine zielgerichtete Diagnostik, etwa die Röntgendiagnostik von Knochenbrüchen beim Vorliegen äußerer Verletzungen.

Eine typische Ausschlussdiagnose ist beispielsweise das Reizdarmsyndrom.[2] Ein weiteres Beispiel ist die Essentielle Hypertonie.[3] Das Verfahren der Ausschlußdiagnose hat sich bei psychosomatischen Diagnosestellungen bewährt, um bei der Annahme psychogener Krankheitsfaktoren keine körperlichen Ursachen zu übersehen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Peter Reuter: Springer Lexikon Medizin, S. 479. Springer, Berlin, Heidelberg 2004, ISBN 9783540204121. Online: eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  2.  P. A. Berg: Chronisches Müdigkeits- und Fibromyalgiesyndrom, S. 91. Springer, Berlin, Heidelberg 2003, ISBN 9783540441946. Online: eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  3. Sven Olaf Hoffmann und Hochapfel, G.:Neurosenlehre, Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin. [1999], CompactLehrbuch, Schattauer, Stuttgart 62003, ISBN 3-7945-1960-4; zu Stw. Ausschlussdiagnose: Seite 311