Aussetzerregelung

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Ottomotor mit Aussetzerregelung, zu erkennen unter anderem am charakteristischen Geräusch von Arbeitstakten und darauffolgenden Leerhüben.

Die Aussetzerregelung ist eine Methode zur Regelung von Drehzahl oder auch Leistung von Hubkolbenmotoren.

Bei Gas- und Benzin-Stationärmotoren diente die Aussetzerregelung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zur Begrenzung der Drehzahl. Bei Überschreiten einer vorgegebenen Höchstdrehzahl wurden Arbeitstakte ausgelassen, bis diese Drehzahl wieder unterschritten wurde, wodurch erneut ein Arbeitstakt folgte.[1] Dadurch eignete sich diese Regelung nicht für Anwendungen, die einen ruhigen Motorlauf voraussetzten.[2]

Bei der Aussetzerregelung arbeitet die Maschine stets mit Volllast, also mit dem höchsten Wirkungsgrad. [3]

Auch in modernen Verbrennungsmotoren wird die Aussetzerregelung eingesetzt. Hier wird durch Abschaltung einzelner Zylinder die Effizienz des Motors gesteigert.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hit-and-miss engines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutz Baureihe CM / CM2
  2. Karl Albrecht, Gottlieb D. Jerie: Motoren – Göpel u. Windmotoren, Wasserräder u. Turbinen, Verbrennungsmotoren. In: Uhland’s Handbuch für den praktischen Maschinenkonstrukteur, Band 5, Loewenthal, Berlin 1915, S. 138 ff. (Google-Books-Snippet)
  3. Wärme- und Kältetechnik, Band 43,Ausgabe 3 -Band 45,Ausgabe 3, Berlin 1941, S.148 (Google-Books-Snippet)
  4. Ventiltrieb mit Nockenumschaltung für die Gaswechselventile eines 4-Takt-Verbrennungsmotors, Patentanmeldung