Austrian Airlines

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Austrian Airlines AG
Logo der Austrian Airlines
Boeing 777-200ER der Austrian Airlines
IATA-Code: OS
ICAO-Code: AUA
Rufzeichen: AUSTRIAN
Gründung: 1957
Sitz: Wien, OsterreichÖsterreich Österreich[1]
Drehkreuz:

Flughafen Wien

Heimatflughafen:

Flughafen Wien

Unternehmensform: Aktiengesellschaft
IATA-Prefixcode: 257[2]
Leitung:
  • Jaan Albrecht (CEO bis Ende Mai 2015)
  • Kay Kratky (CEO ab August 2015[3]
  • Andreas Otto (CCO)[4]
Mitarbeiterzahl: 6.208 (2013)[5]
Umsatz: 2.069 Millionen (2013)[5]
Gewinn: 25 Millionen (2013)[5]
Fluggastaufkommen: 11.171.400 (2014)[6]
Allianz: Star Alliance
Vielfliegerprogramm: Miles & More
Flottenstärke: 79 (+ 19 Bestellungen)
Ziele: 130 (National und international)
Website: austrian.com

Austrian Airlines ist eine österreichische Fluggesellschaft mit Sitz in Wien und Drehkreuz auf dem Flughafen Wien-Schwechat. Sie wurde im Jahr 2009 durch die Deutsche Lufthansa AG übernommen. Um jedoch die Bedingungen der internationalen Luftverkehrsabkommen einzuhalten, gehören nur 49,8 % (mittelbar durch eine zwischengeschaltene Tochtergesellschaft) der Lufthansa, während 50,2 % der Anteile bei einer von der Lufthansa gegründeten österreichischen Privatstiftung und damit bei einem österreichischen Kernaktionär liegen.[7][8] Die Austrian Airlines sind die Hauptmarke der Austrian Airlines Group sowie Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance. Seit dem 1. Juli 2012 werden alle Flüge von Austrian Airlines durch Tyrolean Airways durchgeführt.[9] Mit Überführung der Flotte und des fliegenden Personals von Tyrolean auf Austrian wird der gesamte Flugbetrieb seit 1. April 2015 jedoch wieder durch Austrian selbst durchgeführt.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und erste Jahre[Bearbeiten]

Die Österreichische Luftverkehrs AG (OELAG) wurde am 30. September 1957 gegründet, als sich gemäß einem Koalitionsabkommen die 1955 gegründete „schwarze“ (ÖVP-nahe) Air Austria und die „rote“ (SPÖ-nahe) Austrian Airways zusammenschlossen (siehe Proporz). Die ursprüngliche ÖLAG bestand schon in den Zwischenkriegsjahren und hatte den Flughafen Aspern als Hauptflugplatz. Ihren Jungfernflug absolvierte Austrian mit vier Vickers Viscount am 31. März 1958 von Wien nach London via Zürich. In den 1960er Jahren wurden auch drei DC-3[10][11] für Inlands- und Frachtflüge eingesetzt.

Von 1962 bis 1968 wurde die Austrian von Lambert Konschegg als einem von zwei Vorständen geleitet.

Austrian im Jet-Zeitalter[Bearbeiten]

Ihr erstes Düsenflugzeug bestellte Austrian am 18. Februar 1963 mit einer Sud Aviation Caravelle. Ab 1971 standardisierte Austrian innerhalb einer sehr kurzen Zeit ihre Flotte auf neun Douglas DC-9-32, die für viele Jahre das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke darstellen sollte. Ab 1975 wurden die ersten von fünf DC-9-51 eingeführt, und 1977 wurde die Fluggesellschaft zusammen mit Swissair Erstkundin der DC-9-80 (später McDonnell Douglas MD-80).

1976 erhielt die Fluggesellschaft Konkurrenz durch den neueröffneten Flughafen Maribor in Jugoslawien, heute Slowenien, unter anderem durch die Fluggesellschaft Inex-Adria Airways, die billige Flüge in das europäische Ausland anbot und viele Kunden aus Kärnten und der Steiermark anzog.

Ab Oktober 1980 kamen die ersten MD-81 zum Einsatz und ermöglichten eine Ausweitung der Operation. 1984 wurde Austrian Erstkundin der MD-87 und war maßgeblich an diesem Konzept beteiligt. 1985 wurden erstmals mehr als zwei Millionen Passagiere innerhalb eines Jahres befördert. Ab Ende 1987 kamen die ersten MD-87 und ab 1990 auch die MD-83 zum Einsatz, während man von den 13 MD-81 insgesamt sechs Flugzeuge auf MD-82-Standard modifizierte.

Entwicklung von 1990 bis 2008[Bearbeiten]

Die Unternehmenszentrale der Austrian Airlines am Gelände des Flughafens Wien.

Die 1990er Jahre waren dominiert von Luftfahrt-Allianzen und Kooperationen. Austrian waren eine der ersten Airlines mit multinationalen Partnerschaften, als sie in die Qualiflyer Group unter Federführung der Swissair eintrat. Es war auch eine Zeit der raschen Expansionen in Übersee wie Südafrika und China. Ende der 1990er Jahre erfolgte ein Zerwürfnis mit Swissair, da sich die Swissair ohne Wissen der Austrian an ihr beteiligen wollte. 2000 folgte der Beitritt zur „Star Alliance“ und 2002 die Übernahme der Lauda Air, welche sich in der Folge auf die Urlaubs- und Charterflüge innerhalb der Austrian Airlines Group spezialisierte. Die Tochter Tyrolean Airways spezialisierte sich unter dem Markennamen Austrian Arrows operated by Tyrolean auf Regionalflüge. Die zuvor gekaufte Rheintalflug wurde mit „Tyrolean Airways“ fusioniert.

Im Herbst 2004 wurde der Flugbetrieb der Lauda Air in den Austrian Flugbetrieb integriert. Unter dem Namen Lauda Air – seit 2007 mit dem Zusatz The Austrian Way to Holidays – erfolgte zwar weiterhin Marketing und Verkauf der Urlaubs- und Charterflüge, die Flugdurchführung erfolgte jedoch durch Austrian.

Bis zum Jahr 2005 hat es Austrian geschafft, sich zum Marktführer für Flüge von und nach Zentral- und Osteuropa zu entwickeln. Im Jahr darauf wurde die „Business Class“ mit eigens entworfenen „Lie-Flat-Sitzen“ erneuert. Der Internetanschluss wurde damals allerdings nicht verwirklicht, verursacht durch die Probleme des Betreibers „Connexion by Boeing“.

Ab Oktober 2006 war die Austrian zu einem harten Sparkurs gezwungen. Im folgenden Jahr wurden über 500 Arbeitsplätze abgebaut. Zahlreiche Langstreckenflüge, wie z. B. nach Sydney via Kuala Lumpur, sowie die Route Singapur-Melbourne wurden gestrichen. Ebenfalls wurden die Verbindungen nach Kathmandu und Shanghai aus dem Streckennetz der Austrian Airlines entfernt. Die verbliebenen drei Fokker 70 wurden aus dem Austrian-Flugbetrieb gelöst und zu Tyrolean Airways verschoben. Außerdem wurde beschlossen, die Airbus-Langstreckenflotte der AUA (vier A340, vier A330) im Laufe des Jahres 2007 nach und nach im Sinne der Flottenharmonisierung abzubauen. Damit besteht die Austrian-Langstreckenflotte homogen aus Boeing 777 und Boeing 767.

Die ursprüngliche Unternehmenszentrale, die in den Jahren 1975–1978 errichtet wurde, war in Wien-Oberlaa. Sie wurde im Jahr 2007 in ein von der Flughafen Wien AG errichtetes und von Austrian gemietetes Gebäude an der Adresse Office-Park 2 direkt am Wiener Flughafen und damit nach Niederösterreich verlegt. Der eingetragene Firmensitz ist jedoch weiterhin in Wien. Durch die Umfirmierung in „Austrian Airlines AG“ fiel der Zusatz „Österreichische Luftverkehrs AG“ weg.[1]

Aus einem leicht positiven Jahresergebnis von 3,3 Mio. Euro im Jahr 2007 mussten die Prognosen für 2008 mehrmals nach unten angepasst werden, Ende November wurde wegen nötiger Flugzeugabschreibungen und Wertpapierverluste ein Jahresverlust von 475 Mio. Euro prognostiziert.[12] Nachdem Alfred Ötsch bei seinem Antritt als Konzernchef am 1. April 2006 noch eine Selbständigkeit der Austrian Airlines als unabdingbar ansah, musste er später seine Meinung revidieren.[13]

Privatisierung und Übernahme durch die Lufthansa[Bearbeiten]

Eine Boeing 777-200ER in Sydney

Im Juni 2008 beauftragte die österreichische Regierung die Investmentbank Merrill Lynch, eine Vollprivatisierung durch Übernahme der AUA durch eine ausländische Fluggesellschaft vorzubereiten. Interesse bekundeten zunächst Lufthansa, Air France-KLM, Royal Jordanian, Air China, Turkish Airlines, Aeroflot, S7 Airlines und Singapore Airlines, wovon Lufthansa, Air France-KLM und S7 in die engere Auswahl kamen.[14]

Als das Angebotspaket des letzten verbliebenen Bieters Lufthansa zum Ende des Privatisierungsauftrages am 28. Oktober nicht beschlussfähig war, wurde der Prozess von der österreichischen Bundesregierung bis 31. Dezember 2008 verlängert. Nach dieser Verlängerung gab dann auch S7 ein unverbindliches Angebot ab.[15]

Am 13. November 2008 wurde bekannt, dass die Staatsholding ÖIAG der Deutschen Lufthansa AG den Zuschlag zur Übernahme geben wolle. Lufthansa sollte mit 41,6 % bei Austrian Airlines einsteigen.[16] Der Kaufpreis betrüge 366.268,75 Euro. Experten erwarteten einen Abbau von 2.000 der 8.000 Stellen.[17] Der Verkauf der ÖIAG-Anteile an der AUA an die Deutsche Lufthansa AG wurde am 5. Dezember 2008 durch die ÖIAG bestätigt.[18]

Der Kauf stand unter aufschiebenden Bedingungen. Unter anderem musste die geplante Schuldenübernahme von ungefähr 500 Mio. Euro durch die ÖIAG von der EU-Kommission wettbewerbsrechtlich genehmigt werden. Wegen dieser Schuldenübernahme, die erst nach dem Feststehen der Lufthansa als des letzten Bieters bekanntgegeben wurde, gerieten AUA-CEO Alfred Ötsch und ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis unter heftige Kritik. Denn unter diesen Umständen wären möglicherweise, so Beobachter des Verfahrens, auch weitere Luftfahrtgesellschaften als Mitbieter übrig geblieben. Eine Neuausschreibung des Bieterverfahrens wurde gefordert, jedoch mit Verweis auf Verfahrensregeln und das Aktienrecht von Michaelis abgelehnt. Michaelis wurde so, laut Neue Zürcher Zeitung (NZZ), zum „Buhmann der Nation“, da in anderen Fällen bei öffentlichen Unternehmen wenig Rücksicht auf das Aktienrecht oder Verfahrensregeln gelegt würde. Schließlich sei in Österreich „das Aktienrecht Wachs in den Händen der Politik. Vergehen sind Kavaliersdelikte im Interesse des Volkes.“[19] Der Vorstandsvertrag von Alfred Ötsch – ursprünglich bis April 2010 befristet – wurde zum 31. Jänner 2009 vorzeitig beendet.[20]

Am 1. Juli 2009 kündigte die EU-Kommission eine tiefergehende kartellrechtliche Prüfung der Übernahme für die Deutsche Lufthansa AG an.[21] Beobachter sahen die geplante Übernahme der AUA daraufhin als gefährdet an, da die Lufthansa zuvor eine Frist bis zum 31. Juli 2009 gesetzt hatte und danach das Angebot hätte zurückziehen können.[22]

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes gab am 31. Juli bekannt, dass sie die Übernahme der AUA durch die Lufthansa unter Auflagen genehmigen werde.[23] Die Genehmigung der EU-Kommission wurde am 28. August 2009 endgültig erteilt. Sowohl die Lufthansa als auch die AUA mussten Start- und Landerechte zwischen Wien und Brüssel sowie mehreren deutschen Städten Konkurrenten überlassen. Am 3. September 2009 erfolgte die Übernahme mit dem Aktienübertrag und der Neubesetzung des Aufsichtsrates der Austrian Airlines.[24] Mit Wirkung vom 4. Februar 2010 wurden alle Kleinaktionäre zwangsabgefunden und die Aktie von der Wiener Börse genommen.[25]

Im Dezember 2011 wurde bekannt gegeben, dass erneut ein Sparpaket mit umfangreichen Einsparungen, Gehaltsverzichten und Schlechterstellungen aufgelegt werden wird. Trotz bereits erfolgter umfangreicher Maßnahmen wie der Streichung von etwa 2500 Stellen konnte die Gewinnzone jedoch nicht erreicht werden. Die Lufthansa als Eigentümerin lehnte eine finanzielle Beihilfe ab.[26] Im März 2012 wurde erneut der Bedarf einer Rekapitalisierung angemeldet. Gleichzeitig wurde auch mit Vorbereitungen begonnen, den Betrieb der Austrian Airlines zur langfristigen Senkung der Personalkosten auf die Tochter Tyrolean Airways übergehen zu lassen.[27] Wenige Tage später genehmigte die Lufthansa eine Kapitalerhöhung um 140 Millionen Euro vorbehaltlich wirkungsvoller Maßnahmen zur Sanierung.[28]

Betriebsübergang zu Tyrolean[Bearbeiten]

Nach dem Scheitern mehrmonatiger Verhandlungen um Sparmaßnahmen wurde der Betrieb der Austrian Airlines zum 1. Juli 2012 an die Tochtergesellschaft Tyrolean Airways überstellt. Der befristete Gehaltsverzicht wurde dauerhaft in die neuen Tyrolean-Entgelttabellen eingearbeitet. Gehälter der Angestellten mit Austrian-Verträgen werden eingefroren. Eine Erhöhung ist erst wieder vorgesehen, wenn die Entgelte der Tyrolean-Angestellten aufgeholt haben.[29] Alle Flugzeuge und der Personalstand (rund 460 Piloten und 1.500 Flugbegleiter) wechselten an diesem Tag innerhalb des Konzerns den Betreiber beziehungsweise den Arbeitgeber. Auch die Übernahme des Streckennetzes erfolgte zum 1. Juli 2012. Tyrolean Airways führt seither alle Flüge unter der Marke Austrian durch.[30] Sämtliche Flüge werden mit dem Zusatz „operated by Tyrolean“, jedoch weiterhin unter OS-Flugnummern geführt. Der Zusatz „arrows“ wurde aufgegeben.[31]

Laut Bord-Betriebsrat der Austrian könnte der Betriebsübergang bis zu 280 Millionen Euro kosten; außerdem wurden Klagen eingebracht, ob ein Betriebsübergang in dieser Form rechtens ist. Aus diesem Grund hatte die Personalvertretung ein eigenes Sparpaket ausgearbeitet, welches jedoch bereits vor Abstimmung seitens der Vorstände als abgelehnt galt.[32] Anfang September 2013 erklärte das Arbeits- und Sozialgericht Wien den Betriebsübergang in erster Instanz für nichtig.[33] Im September 2014 stellte der EuGH fest, dass der alte Kollektivvertrag für das fliegende Personal bis zum Inkrafttreten eines neuen Vertrages nachwirkt. Zuvor hatte der Betriebsrat auch von österreichischen Gerichten in zwei Instanzen recht bekommen. Falls der „alte“ Vertrag tatsächlich „nachwirken“ sollte, würde dies jedenfalls Nachzahlungen in Millionenhöhe für ehemalige AUA-Mitarbeiter bedeuten, die im Rahmen des Betriebsübergangs zu Tyrolean wechselten. Die finale Entscheidung in der Causa liegt allerdings beim OGH.[34]

Veränderungen in der Flotte[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 wurde des Weiteren ein neues Kabinendesign für die aus zehn Maschinen bestehende Langstreckenflotte vorgestellt. Dadurch war zwischen Ende 2012 und Ende 2013 im Durchschnitt immer ein Flugzeug nicht verfügbar. Aus diesem Grund musste das Angebot auf der Langstrecke zurückgenommen werden was in den ersten drei Quartalen 2013 für ein Passagierminus sorgte. Insgesamt wurden rund 90 Millionen Euro, also rund 9 Millionen Euro pro Flugzeug investiert. Die Boeing 777 wurden in Wien und die Boeing 767 im irischen Shannon umgerüstet. Trotz diesen Umständen wurde am 17. Mai 2013 die Flugverbindung nach Chicago mit fünf wöchentlichen Flügen wieder aufgenommen.[35] Anfang 2013 wurden außerdem die letzten Boeing 737 außer Dienst gestellt. Einige der Boeing 737-800 wurden an Aeromexico und El Al verkauft. Die Boeing 737-600 und -700 wurden 2012 verschrottet. Zum Ausgleich wurden mehrere Airbus A320 in die Flotte aufgenommen. Durch die Flottenvereinheitlichung werden pro Jahr mehrere Millionen Euro eingespart.

Anfang 2014 kam eine fünfte Boeing 777 zur Flotte hinzu. Ab Juli 2014 wurde Newark die elfte Langstrecken-Destination der AUA. Geflogen wird fünf Mal wöchentlich mit einer Boeing 767.

Eine Entscheidung über einen Nachfolger für die stark veraltete Fokker-Flotte soll 2014[veraltet] getroffen werden. Es kommen neben der CSeries aus dem Hause Bombardier, welche auch die Gesellschaft Swiss bestellt hat, auch die Airbus A319, die CRJ900 oder ein Muster von Embraer in Frage[36]. Fest steht, dass die komplette Fokkerflotte bis 2018 stillgelegt werden muss. Am 12. März 2015 wurde bekanntgegeben, dass bereits ab Herbst 2015 mit dem Austausch der Fokkerflotte durch 17 gebrauchte Embraer 195 begonnen werden soll. Die Einflottung der von Lufthansa CityLine übernommenen Flugzeuge soll im Jahr 2017 abgeschlossen sein.[37]

Einigung auf neuen Kollektivvertrag[Bearbeiten]

Am 8. Oktober 2014 wurde bekanntgegeben, dass sich das fliegende Personal mit der Konzernführung auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt hat. Ein entsprechendes Eckpunktepapier wurde demnach ausgehandelt. Im Zuge dessen wird der gesamte Flugbetrieb mit 1. April 2015 von Tyrolean Airways zurück auf Austrian überführt. Dadurch wird auch der Zusatz „operated by Tyrolean“ entfallen.[38] Für die Mitarbeiter von Austrian und Tyrolean gibt es zukünftig einen Kollektivvertrag. Im Vorfeld wurden Befürchtungen laut, die AUA könnte ohne eine Entscheidung in der Sachlage zur Billigairline geschrumpft werden bzw. ihre Langstreckenverbindungen verlieren. Derartige Szenarien seien laut Vorstand aber nun vom Tisch.[39]

Am 31. Oktober 2014 wurde schließlich der neue und fertig textierte Kollektivvertrag von Gewerkschaft und Wirtschaftskammer unterschrieben. Er gilt seit 1. Dezember 2014 für alle Bord-Mitarbeiter.[40] Am 5. Dezember 2014 wurde bekanntgegeben, dass mit dem erneuten Betriebsübergang am 1. April 2015 zugleich auch die Unternehmen Tyrolean Airways und Austrian Airlines unter der Marke Austrian Airlines fusioniert werden. Ab diesem Zeitpunkt werden also nicht nur das fliegende Personal, sondern auch die Stationsmitarbeiter in den Bundesländern und weitere Angestellte im Bereich der Flugbetriebsadministration bei Austrian Airlines beschäftigt sein.[41]

Entwicklung seit 2014[Bearbeiten]

Im November 2014 wurde von der Gesellschaft der „papierlose Pilotenkoffer“ eingeführt. Alle Airline-Piloten werden seither mit einem Tabletcomputer ausgestattet, welcher den klassischen papiergebundenen Pilotenkoffer ersetzt. Auf diese Weise können bereits in der Vorbereitungsphase Fluginformationen und -dokumente über eine Internetverbindung auf das Tablet geladen und anschließend ins Cockpit mitgenommen werden, wo sie mit einer Halterung fixiert werden.[42] Seit 14. Dezember 2014 erreichen auch Fernzüge den Bahnhof Flughafen Wien. Auf der Strecke Linz – Flughafen Wien bieten die ÖBB dabei zusammen mit Austrian Airlines eine Kooperation unter dem Namen AIRail an. Dabei besteht die Möglichkeit die Zugsfahrt und einen Anschlussflug in einem Ticket zu buchen. Reisende können hierzu bereits am Linzer Hauptbahnhof für ihren Flug einchecken, jedoch nicht das Gepäck aufgeben. Dem folgend tragen die ICE-Kurse auf der Strecke zusätzlich eine OS-Flugnummer.[43]

Ab 16. Oktober 2015 wird Miami als neue Destination fünf Mal pro Woche angeflogen.[44] Im Herbst 2015 wird Austrian zudem zusammen mit Lufthansa und Swiss ein neues Tarifkonzept im Österreich- und Europaverkehr vorstellen, das vor allem mehr Wahlfreiheit für Zusatzleistungen vorsieht. Konkret können dabei Reisende der Economy Class zukünftig zwischen den drei Tarifoptionen Light, Classic und Flex wählen. Ohne Aufpreis verfügbar bleibt jedoch weiterhin die Bordverpflegung, die Mitnahme eines Handgepäcks, die Sitzplatzauswahl am Check-in ab 23 Stunden vor Abflug und das Sammeln von Vielfliegermeilen.[45]

Im Mai 2015 wurde nach vier Jahren ein Wetlease-Vertrag mit Brussels Airlines beendet, für die Austrian eine Bombardier Dash 8Q-400 betrieb.[46]

Beteiligungen[Bearbeiten]

Logo der AUA Group 1995–2003
Eigentumsverhältnisse (2010)
Österreichische Luftverkehrs-Holding-GmbH 96,55 %
Firmeneigener Aktienbesitz 3,45 %
Grundkapital 264.404.172 €
Aktien (Stückaktien) 88.134.724
Basisdaten (2009)
Mitarbeiter (Jahresdurchschn.) 7.093
Beförderte Passagiere 9.944.795
Fracht & Post 119.636 Tonnen

Die Austrian Airlines AG hält noch Beteiligungen an 24 weiteren Firmen. Operative Flugbetriebe werden von Austrian Airlines selbst und von Tyrolean Airways (beide unter der Marke Austrian) betrieben. Von der Beteiligung an der slowakischen Fluggesellschaft Slovak Airlines hat sich Austrian im Jänner 2007 getrennt. An der ukrainischen Airline Ukraine International Airlines werden 22,5 % gehalten. Auch am österreichischen Reiseveranstalter Gulet-Touropa-Touristik ist Austrian Airlines beteiligt; mehrheitlich gehört er allerdings der TUI. Einige weitere Beteiligungen:

  • Austrian Technik: Wartungsbetriebe werden in Wien und Bratislava unterhalten.
  • AVS-Versicherungen
  • TUI Austria
  • Traviaustria
  • AirPlus Kreditkarteninstitut
  • Wiener Börse AG
  • SCA Schedule Coordination Austria
  • ACS AirContainerService GmbH
  • Avicon Aviation Consult GmbH
  • Austrian Lufthansa Cargo GmbH
  • Austrian Airlines Tele Sales & Service GmbH

Konzernkennzahlen[Bearbeiten]

Jahr Relationspassagiere1 davon Linie operatives Gesamtergebnis Mitarbeiter2 Flottenstärke3
2013[47] 11.287.800 9.649.800 25,1 Mio. € 6.208 74
2012[48] 11.466.600 10.855.700 65,0 Mio. € 6.236 77
2011[49] 11.261.400 10.613.900 -59,4 Mio. € 6.777 80
2010[50] 10.894.800 10.163.000 -64,7 Mio. € 5.934 80
2009[51][52] 9.944.795 8.969.882 -293,9 Mio. € 7.065
2008[53] 10.176.249 9.449.813 -312,1 Mio. € 7.914 99
2007[54] 10.832.305 9.480.519 25,6 Mio. € 8.031 98
2006[55] 10.834.668 9.095.762 -89,0 Mio. € 8.582 105
2005[56] 10.119.773 8.316.128 -100,0 Mio. € 8.468 106
2004[57] 9.404.947 7.823.832 79,4 Mio. € 7.662 97
2003[58] 8.479.417 7.051.747 63,3 Mio. € 7.167 88
2002 8.834.656 7.269.235 41,4 Mio. € 7.358 87
1 Anzahl der beförderten, zahlenden Passagiere; Flüge mit durchgehenden Flugnummern werden dabei unabhängig von der Anzahl der Zwischenlandungen nur einmal gezählt
2 2011 übernahm Austrian Airlines bzgl. des Personalstands die Berichtsweise der Lufthansa nach „Mitarbeitern“ anstelle der bisher angegebenen „Vollzeitstellen“. Die Zahlen ab 2011 sind daher nicht direkt mit den Zahlen von vor 2011 zu vergleichen.
3 Alle Angaben beziehen sich auf den Stichtag 31.12. und umfassen die operativ eingesetzten Flugzeuge (inkl. Ersatzflugzeuge für wartungsbedingte Standzeiten).

Corporate Design[Bearbeiten]

Logo der AUA seit 1960

Die Farbgebung war seit der Gründung der Gesellschaft das Rot-Weiß-Rot der Flagge Österreichs. Die Flugzeuge der 1950er bis 1980er Jahre hatten eine silberglänzende Rumpfunterseite, der obere Teil des Rumpfs war in weiß gehalten und mit dem AUA-Pfeil – „Austrian-Chevron“ genannt – sowie der Aufschrift „Austrian Airlines“ (bis 1972 und von 1995 bis 2003) oder „Austrian“ (von 1972 bis 1995 und wieder ab 2003) versehen. Analog zur Swissair mit dem Schweizerkreuz war das Seitenruder der AUA-Flieger als „Flagcarrier“ mit der rot-weiß-roten Flagge Österreichs lackiert.

Der typische AUA-Pfeil durchlebte bislang drei Versionen. 1960 noch dem Seitenriss eines Papierflugzeuges ähnelnd, erhielt er ab 1972 für 31 Jahre seine Pfeilform. Mit dem neuen Markenauftritt 1995 wurde der Pfeil in der weißen Mitte der rot-weiß-roten Heckflosse platziert. Bei der grundlegenden Neugestaltung des Corporate Designs 2003 erfuhr die erste Pfeilform eine Art Renaissance in modernisierter Aufmachung – dreidimensional und mit Schatten.

Sonderlackierungen gab es während der Jahrzehnte viele verschiedene. Seit Beitritt zur „Star Alliance“ fliegen mehrere Flugzeuge in der entsprechenden Sonderlackierung. Für das Mozartjahr 2006 wurde ein Airbus A320 komplett in ein Mozart-Design umlackiert, ebenso war ein Airbus A340 als Hommage an die Wiener Philharmoniker im Einsatz oder für die Tirol-Werbung eine Boeing 737-600 in „Gletscherlook“. Aktuell gibt es einen Airbus A320 in Retrolackierung anlässlich der 50-Jahr-Feier des Unternehmens im Jahr 2008.

Die von Lauda Air übernommenen Maschinen erhielten alle das aktuelle AUA-Branding. Einzig die Boeing 737-800 (OE-LNK), welche bis zum 2. April 2013 im Linien- und Charterverkehr geflogen ist, trug bis zuletzt das Lauda-Air-Design.[59]

Der aktuelle Slogan des Unternehmens lautet: „We fly for your smile.“

Service[Bearbeiten]

Am Flughafen Wien werden alle Flüge der Austrian Airlines Group im Terminal 3 abgefertigt.[60] Dabei werden in den Gate-Bereichen F und G sechs Lounges angeboten. Drei Schengen und drei Non-Schengen Lounges mit jeweils einer Business, Senator/Star Gold und HON Circle Lounge.[61] Eine weitere Business Lounge befindet sich in Bereich D. Der Zugang zu ihnen kann im Rahmen des redlounge-Angebots auch von eigentlich nicht zutrittsberechtigten Reisenden gekauft werden.[62] Auch am Flughafen Moskau-Domodedowo wird eine eigene Business Lounge betrieben.[63] Über Vertragspartner, welche den Zugang zu deren Lounges gewähren, wird ein weltweites Angebot verfügbar gemacht.[64]

Seit dem Jahr 2000 ist Austrian Mitglied im Vielfliegerprogramm Miles & More. Mit einem sogenannten Smart Upgrade kann ein gültiges Economy Class Ticket gegen ein frei wählbares Gebot auf ein Business Class Ticket upgegradet werden. Diese Möglichkeit ist für alle Linienflüge verfügbar und berechtigt nach erfolgreichem Zuschlag zur Inanspruchnahme des kompletten Serviceumfangs der Business Class.[65]

Kabinenprodukt[Bearbeiten]

Kabinendesign der Kurz- und Mittelstrecke. (Fokker 100)
Economy Class Kabine der Langstrecke
Business Class Kabine der Langstrecke (Boeing 767)

Austrian Airlines betreibt ein Zweiklassensystem bestehend aus Economy Class und Business Class. Sie unterscheiden sich voneinander in Serviceumfang und Kabinenausstattung. Dabei bestehen aber auch Unterschiede zwischen den Flügen auf der Kurz- und Mittelstrecke und jenen der Langstrecke.

Economy Class[Bearbeiten]

Von Frühjahr bis September 2011 wurden alle Flugzeuge der Airbus-A320-Familie mit neuen Passagiersitzen und einer neuen Kabinengestaltung modernisiert.[66] Im November 2013 abgeschlossen wurde auch die Neugestaltung der Kabinen der Typen Fokker 70/100 und Bombardier Q400, um sich dem neuen Design anzupassen.[67] Im Gegensatz zu den Airbus Maschinen wurden aber keine neuen Sitze eingebaut sondern lediglich die Bezüge ersetzt. Seither präsentieren sich alle Maschinen im Kurz- und Mittelstreckenverkehr in einem einheitlichen Erscheinungsbild. Es dominieren nun die Farben Grau, Rot und Hellblau.

Seit August 2013 sind auch alle Langstreckenmaschinen mit einem neuen Kabineninterieur unterwegs. Die Economy Class erhielt dabei neue Sitze mit Video on Demand für jeden Passagier.[68][69]

Business Class[Bearbeiten]

Auf der Kurz- und Mittelstrecke kommt in der Business Class das Prinzip des Class Dividers, eines beweglichen Vorhangs innerhalb der Kabine, zum Einsatz. So trifft man sowohl in der Business- als auch in der Economy Class auf dieselben Sitze. In der eigentlichen 3-3 Konfiguration bleibt jedoch jeweils der mittlere Platz frei. In der 2-2 Bestuhlung jeweils der zweite Sitz. Der Vorteil dieses Systems ist, dass man je nach Nachfrage agieren kann und die Business Class größer oder kleiner gestalten kann. Bis August 2013 hat die gesamte Langstreckenflotte (Boeing 767 und Boeing 777) eine neue Kabinenausstattung erhalten. Diese umfasst unter anderem Full Flat Betten mit Pneumatik-System, sowie Gangzugang von jedem Sitz in der Boeing 767 bzw. fast jedem Sitz der Boeing 777.

Zu Beginn der Reise erhalten Business Class Passagiere zusätzlich ein Comfort Kit, das sogenannte „Austrian Tascherl“, in dem zum Beispiel Ohrstöpsel, Zahncreme, eine Einmalzahnbürste und eine Schlafbrille enthalten sind. Das Tascherl kann aber auch von Economy Fluggästen käuflich erworben werden.[70]

Bordverpflegung[Bearbeiten]

Im März 2007 hat Do & Co das gesamte Catering für die Fluglinie übernommen.[71] Zu den generell servierten warmen und kalten alkoholischen bzw. alkoholfreien Getränken, wird auf Economy Flügen ab ca. 2,5 Stunden Flugzeit ein warmes Menü serviert; auf kürzeren Strecken beschränkt sich die Verpflegung auf kleine Snacks. Auf Langstreckenrouten kann aus zwei Menüoptionen gewählt werden. Vor der Landung wird abhängig von der Tageszeit dazu ein Frühstück bzw. ein weiterer Snack serviert. In der Business Class wird auf allen Routen ein umfangreicheres kulinarisches Angebot offeriert. Während auf den Kurz- und Mittelstrecken generell ein klassisches Menü serviert wird, bereitet auf den Langstreckenflügen ein Koch an Bord das Essen für die Passagiere zu; Vor- und Nachspeisen werden dabei vom Wagen gewählt und nach Passagierwunsch angerichtet. Bei den Hauptspeisen kann aus drei Optionen gewählt werden. Abgerundet wird das Angebot von einer eigenen Kaffeehauskarte.[72]

Auf Kurzstrecken und ausgewählten Langstrecken besteht in der Economy Class auch die Möglichkeit ein kostenpflichtiges Wunschmenü zusammen mit der Flugbuchung zu bestellen. Alternativ kann ein solches Menü auch bis eine Stunde vor Abflug direkt am Flughafen Wien geordert werden. Auf Kurz- und Mittelstrecken ersetzt die Auswahl die Standardverpflegung, auf Langstrecken den Hauptservice.[73]

Bordunterhaltung[Bearbeiten]

In der Airbus-Flotte waren bisher herunterklappbare Monitore verbaut, über die tonlose Inhalte, wie eine Landkarte mit der aktuellen Position, kleinere Filmsequenzen, Werbung sowie die Sicherheitsunterweisungen gezeigt wurden. Dieses System wurde allerdings im Oktober 2014 deaktiviert und soll gänzlich ausgebaut werden. Als Ersatz ist die Einführung eines W-LAN Drahtlosnetzwerks geplant, über das solche Inhalte zukünftig direkt auf mobile Endgeräte der Passagiere geschickt werden können. Noch nicht verlautbart wurde, ob über das neue System auch eine vollwertige Internetverbindung abrufbar sein wird.[74] Auf der Langstrecke ist in der Economy-, als auch Business Class dasselbe Unterhaltungsprogramm verfügbar. Es kann individuell zusammengestellt werden und wechselt im zweimonatigen Rhythmus. Die Touchscreen-Monitore in der Economy Class sind 9 Zoll, jene der Business Class 15 Zoll groß. Jeder Sitz besitzt zudem einen USB-Anschluss, in der Business Class darüber hinaus eine universelle Steckdose.[75]

Einen Überblick über das aktuelle Film- und Musikangebot auf der Langstrecke gibt das Bordunterhaltungsmagazin skylights. Alle zwei Monate erscheint das Bordmagazin skylines mit einer Auflage von jeweils 100.000 Stück. Es handelt sich dabei um ein Reise- und Lifestylemagazin. Bis 2014 erschien es im diabla media Verlag, ab 2015 liegt die Verantwortung bei PG The Corporate Publishing Group und der Verlagsgruppe NEWS.[76]

Das kostenlose Zeitungs- und Magazinangebot in der Economy Class der Kurz- und Mittelstrecken wird seit Anfang 2015 nicht mehr angeboten. Unverändert verfügbar ist dieses Service weiterhin im Charter- und Langstreckenverkehr, sowie generell in der Business Class. [77]

Flugziele[Bearbeiten]

Verbindungen[Bearbeiten]

Austrian Airlines bedient Destinationen in Europa, Nordamerika, Asien und im Nahen und Mittleren Osten. Seit ihrer Gründung flog Austrian Airlines Istanbul an, das aber mit dem Winterflugplan 2014 definitiv gestrichen wurde.[78] Zu den Langstreckenverbindungen zählen in Nordamerika New York (John F. Kennedy und Newark), Washington, Chicago, Toronto, Miami (ab Oktober 2015)[79] und in Asien Dubai, Delhi, Malé, Bangkok, Peking, Tokio. Zudem werden alle österreichischen Bundesländerflughäfen (Innsbruck, Salzburg, Graz, Linz und Klagenfurt) von Wien aus bedient.

Wet-Lease Vereinbarungen[Bearbeiten]

Im Juni 2014 wurde bekannt, dass Austrian Airlines künftig einige regionale Flugstrecken für Swiss im Wet-Lease übernehmen wird, wobei sowohl Flugzeug als auch fliegendes Personal bereitgestellt werden. Seit dem Winterflugplan 2014/15 wird die Route ZürichLugano viermal täglich von Austrian Airlines geflogen.[80]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Ein Airbus A320-200 der Austrian in Retrolackierung der 1950er Jahre
Ein Airbus A321-100 der Austrian in McDonald’s-Sonderlackierung
2014
  • 3. Platz – Beste Airline für Geschäftsreisende im Deutschland- und Europaverkehr (Business Traveller Awards 2014)
  • 5. Platz – Best Airline in Europe 2014 (World Airline Awards 2014, Skytrax)
2013
  • 6. Platz – Best Airline in Europe 2013 (World Airline Awards 2013, Skytrax)
2012
  • 8. Platz – Beste Airline in Europa 2012 (World Airline Awards 2012, Skytrax)
2011
  • 1. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa 2011 (World Airline Awards 2011, Skytrax)
2010
  • 2. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa 2010 (World Airline Awards 2010, Skytrax)
  • Gesamtsieger – Beste Weine an Bord (Global Traveler 2010)
2009
  • 1. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa 2009 (World Airline Awards 2009, Skytrax)
  • 2. Platz – Beste Airline Europas für Essen und Trinken (Business Traveller 2009)
  • Air Cargo Excellence Award (Austrian Cargo) 2009 (Air Cargo World Magazin)
2008
  • 1. Platz – Bestes Kabinenpersonal in Europa 2008 (World Airline Awards 2008, Skytrax)
  • 1. Platz – Beste Airline Kurz- und Mittelstrecke (Airlinetest 2008, travelchannel.de)
  • 2. Platz – Beste Airline Europas (Business Traveller 2008)
  • 1. Platz – Beste Europäische Airline 2008 (Austrian cargo) (Air Cargo Awards / Logistic inside)
2007
  • 1. Platz – Bestes Business-Class-Catering 2007 (Skytrax)
  • 1. Platz – Beste Fluglinie des Jahres 2007 in Europa (Zeitschrift Capital)
  • 2. Platz – Beste Airline Europas (Business Traveller 2007)

Flotte[Bearbeiten]

Ein Airbus A319-100 der Austrian
Eine Boeing 767-300ER der Austrian

Mit Stand April 2015 besteht die Flotte der Austrian Airlines aus 79 Flugzeugen.[81][82] Die gesamte Flotte der Austrian Airlines ist seit 1. April 2015 wieder auf die Austrian Airlines AG registriert.

Flugzeugtyp aktiv bestellt Bemerkungen Sitzplätze[83]
(Business/Economy)
Airbus A319-100 07 138 (12/120) variabel
Airbus A320-200 16 02 OE-LBP in Retro-Lackierung; OE-LBX in Star Alliance-Lackierung; 2 A320 werden von Lufthansa für Eurowings operated by Austrian übernommen[84], OE-LBS in der Eurovision Song Contest 2015 Sonderlackierung 168 (12/150) variabel
Airbus A321-100 03 200 (12/182) variabel
Airbus A321-200 03
Boeing 767-300ER 06 mit Winglets nachgerüstet 214 (36/178) (LAE/T/Y/Z)
225 (26/199) (LAW/X)
Boeing 777-200ER 05 308 (48/260) (LPA/B/C/D)
312 (48/264) (LPE)
Bombardier Dash 8Q-400 18 OE-LGO bis OE-LGR in Star Alliance-Lackierung 76 (-/76)
Embraer 195 17 Einflottung ab Herbst 2015, von Lufthansa CityLine 120 (-/120) [85]
Fokker 70 06 Ausflottung bis 2017 80 (-/80)
Fokker 100 15 OE-LVG in Star Alliance-Lackierung, Ausflottung bis 2017 100 (-/100)
Gesamt 79 19

Sicherheit[Bearbeiten]

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Die Fokker 70 wenige Tage nach dem Unfall. Logos und Kennung wurden bereits entfernt
  • Am 26. September 1960 verunglückte eine Vickers Viscount mit dem Taufnamen „Joseph Haydn“ auf der Strecke Wien – Warschau – Moskau. Beim Landeanflug nahe Moskau stürzte die Propellermaschine bei sehr schlechtem Wetter in einen Wald und zerschellte. 31 der 37 Personen an Bord wurden bei dem Absturz getötet. (siehe: Austrian-Airlines-Flug 901)
  • Am 21. Februar 1970 explodierte 20 Minuten nach dem Start eine in einem Postkorb versteckte Bombe an Bord einer Sud Aviation Caravelle (eingetragen mit OE-LCU) während des Fluges von Frankfurt am Main nach Wien mit 33 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern an Bord. Die Bombe riss dabei ein 6 m² großes Loch in die Unterseite des Rumpfes. Der Pilot konnte aber trotz des Loches sicher am Flughafen Frankfurt am Main landen. Keiner der 38 Personen an Bord wurde verletzt. Die Volksfront für die Befreiung Palästinas bekannte sich zu diesem Anschlag.
  • Am 5. Jänner 2004 musste eine Fokker 70 auf Austrian-Airlines-Flug 111 wegen Schubverlusts durch Triebwerksvereisung im Landeanflug auf den Flughafen München auf einem Acker notlanden. Es gab keine Opfer; die schwer beschädigte Maschine konnte repariert werden.

Sicherheit an Bord[Bearbeiten]

Die bewaffnete Überwachungstätigkeit von Austrian-Flügen durch das Einsatzkommando Cobra begann bereits im November 1981. Mehr als 40.000 auffällige Flüge der „Austrian Airlines“, ab 1997 auch der „Lauda Air“, sind begleitet worden. So sind im Jahr 2003 1.425 Flüge begleitet worden, 2004 stieg die Zahl der Begleitungen auf 1.731 an. Bei jedem begleiteten Flug werden mindestens zwei „Air Marshals“ eingesetzt. Die Flugsicherungsbegleiter des Einsatzkommandos Cobra müssen ein Basistraining (spezifisches Taktik- und Schießtraining, Notfalltraining) sowie jährliche Kurse absolvieren, darunter ein Deeskalationstraining. Die Flugsicherungsbegleiter lernen auch Fremdsprachen, die „Fliegersprache“ und internationales Luftfahrtrecht. Die Auswahl der Flüge erfolgt nach einer Gefahrenanalyse. Die polizeilichen Flugbegleiter sind auch mit Gefährdungen durch „unruly passengers“ konfrontiert, Fluggäste, die zu randalieren beginnen, etwa unter Alkoholeinfluss, oder wütende Kettenraucher, die während des Flugs nicht rauchen dürfen.[86]

Literatur[Bearbeiten]

  • Oliver Kühschelm: Austrian Airlines und Lauda Air. Das nationale Projekt und die One-Man-Show In: Brix, Emil / Bruckmüller, Ernst, Stekl Hannes (Hrsg): Memoria Austriae III – Unternehmer, Firmen, Produkte Verlag für Geschichte und Politik, Wien 2005. S. 220–260, ISBN 3-7028-0419-6.
  • Peter Krause: OeLAG: Österreichische Luftverkehrs-AG 1923–1938. Weishaupt-Verlag, Graz 1983, ISBN 3-900310-14-9.
  • „Luftkrampf“„Eine kritische Bestandsaufnahme der neuen Strategie der AUA“, Beitrag im Magazin Datum, Jänner 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Austrian Airlines – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Austrian Airlines – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Firmensitz von Austrian Airlines ist korrekt, APA-OTS-Presseaussendung von Austrian Airlines vom 16. Juni 2008. Abgerufen am 12. August 2011.
  2. Airline Designator / Code Database Search. In: The Airline Codes Web Site (Suchmaske). Abgerufen am 12. August 2011.
  3. Das neue Selbstbewusstsein von AUA, abgerufen am 20. Mai 2015
  4. Austrian Airlines Management / Vorstand, abgerufen am 26. Dezember 2014
  5. a b c Jahresergebnis 2012, abgerufen am 21. April 2013
  6. Verkehrsergebnisse 2014 im Detail, abgerufen am 12. Jänner 2015
  7. Lufthansa: Stiftung für AUA-Übernahme, Wirtschaftsblatt von 26. Februar 2009
  8. Austrian.com: Impressum, abgerufen am 12. November 2014
  9. http://www.austrianairlines.ag/Press/PressReleases/Press/2012/06/104.aspx?sc_lang=de&mode={57E10D62-182E-4A98-837E-6032A0EE881A}&fromDate=&toDate=&category= ,vom 29. Juni 2012
  10. Foto aus 1962
  11. Postkarte
  12. http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/433795/index.do
  13. Der Standard: Ötsch für Verkauf einer Mehrheit an der AUA.
  14. Format: Austrian Airlines-Privatisierung: Letzter Aufruf für Lufthansa, Air-France und S7, 24. September 2009.
  15. Der Standard: AUA wird für Lufthansa aufpoliert, 29. Oktober 2008.
  16. Focus: am 13. November 2008: Lufthansa wird Alpenkönig
  17. Finanznachrichten.de: Austrian Airlines soll an Lufthansa gehen – Abschluss in vier Wochen, November 2008.
  18. Die Presse: AUA-Verkauf besiegelt: Kranich soll Flügel verleihen, 5. Dezember 2008.
  19. M. K. (Wien): Aktienrecht als Wachs in den Händen von Österreichs Politikern. Neue Zürcher Zeitung, 24. Februar 2009, S. 24
  20. Austrian Airlines Group News: Mag. Alfred Ötsch tritt als Vorstandsvorsitzender der Austrian Airlines AG zurück, Pressemitteilung vom 29. Jänner 2009
  21. Die Welt: Brüssel will die Übernahme der AUA weiter prüfen vom 2. Juli 2009.
  22. Die Presse: AUA-Übernahme am seidenen Faden vom 2. Juli 2009.
  23. Lufthansa darf AUA übernehmen www.sueddeutsche.de, 1. August 2009
  24. Erfolgreicher Vollzug des Zusammenschlusses von Austrian Airlines und Lufthansa Pressemitteilung vom 3. September 2009.
  25. ORF-Wien am 4. Februar 2010: AUA verabschiedet sich von der Börse
  26. diepresse.com – AUA braucht Sparpaket: Jobabbau und Gehaltsverzicht? 1. Dezember 2011
  27. airliners.de – AUA braucht Kapitalspritze 13. März 2012
  28. aero.de – Lufthansa gewährt Austrian Finanzspritze unter Vorbehalt 15. März 2012
  29. derstandard.at – AUA-Verhandlungen geplatzt 30. April 2012
  30. aero.de – Austrian Airlines startet Betriebsübergang zu Tyrolean 30. April 2012
  31. http://austrianaviation.net/news-regional/news-detail/datum/2012/05/01/austrian-airlines-neu-der-fahrplan.html ,vom 1. Mai 2012
  32. AUA-Betriebsrat warnt vor Betriebsübergang. Salzburger Nachrichten, 15. Mai 2012, abgerufen am 27. Mai 2013.
  33. http://derstandard.at/1376535371141/Arbeitsgericht-AUA-Betriebsuebergang-nichtig
  34. Niederlage für AUA-Management: Auch EuGh gibt Belegschaft Recht vom 11. September 2014
  35. http://www.austrianwings.info/2012/11/aua-fliegt-ab-mai-wieder-nach-chicago/ , vom 9. November 2012
  36. http://www.austrianaviation.net/news-regional/news-detail/datum/2013/09/06/embraer-ist-ein-verdaechtiger-kandidat.htmlTyrolean-Chef Klaus Froese im Interview
  37. http://www.austrianairlines.ag/Press/PressReleases/Press/2015/03/019.aspx
  38. Einigung erzielt: AUA Konzern-KV gilt ab 1. Dezember 2014 vom 8. Oktober 2014
  39. Austrian Airlines: Einigung auf Kollektivvertrag vom 8. Oktober 2014
  40. Neuer AUA-KV ist unterzeichnet vom 31. Oktober 2013
  41. AUA: Fusion mit Tyrolean im Frühjahr vom 5. Dezember 2014
  42. AUA führt „papierlosen Pilotenkoffer” ein vom 12. November 2014
  43. Austrian AIRail – Flug fährt ab Linz abgerufen am 16. Dezember 2014
  44. Confirmed! AUA fliegt nach Miami vom 5. März 2015
  45. Lufthansa, Austrian und Swiss führen neue Economy-Tarife ein vom 5. März 2015
  46. austrianaviation.net – AUA beendet Wetlease an Brussels 19. Mai 2015
  47. Finanzergebnis 2013 AUA-Pressemeldung, März 2014.
  48. Verkehrsergebnis für das Jahr 2012: 11,5 Millionen Passagiere mit Austrian Airlines geflogen. AUA-Pressemeldung, Jänner 2013. Abgerufen am 10. Jänner 2013
  49. Ergebniszahlen 2011, abgerufen am 5. Juli 2012
  50. Ergebniszahlen 2010: Austrian Airlines erreichen Ergebnisziel für 2010. AUA-Pressemeldung, März 2011. Abgerufen am 22. März 2011
  51. Verkehrsleistung, 12. Januar 2011
  52. Ergebniszahlen der Austrian Airlines Group 2009
  53. Geschäftsbericht 2008
  54. Geschäftsbericht 2007
  55. Geschäftsbericht 2006
  56. Geschäftsbericht 2005
  57. Geschäftsbericht 2004
  58. Geschäftsbericht 2003
  59. http://wien.orf.at/news/stories/2578196/
  60. http://www.austrian.com/Info/AtTheAirport/Terminal.aspx?sc_lang=de&cc=AT ,abgerufen am 17. Juni 2012
  61. http://www.austrian.com/Info/AtTheAirport/LoungesAtVienna_new.aspx?sc_lang=de&cc=AT ,abgerufen am 17. Juni 2012
  62. E-Mail-Newsletter an Miles-and-More-Kunden der Austrian Airlines vom 26. Mai 2010.
  63. http://www.austrian.com/Info/AtTheAirport/LoungeMoscow.aspx?sc_lang=de&cc=AT ,abgerufen am 17. Juni 2012
  64. Austrian Lounges weltweit abgerufen am 3. Januar 2015
  65. Austrian Smart Upgrade abgerufen am 3. Januar 2014
  66. miles-and-more.com – Die Austrian Flotte fliegt mit dem Neuen an Bord 1. September 2011
  67. http://www.austrianwings.info/2013/11/neues-kabinendesign-fuer-q400-und-fokker-70100-der-aua/, vom 11. November 2013
  68. - AUA präsentiert neue Langstrecken-Business Class 10. Oktober 2012
  69. http://austrianaviation.net/news-regional/news-detail/datum/2012/03/29/austrian-airlines-erneuert-innenausstattung.html
  70. Das neue Austrian Tascherl abgerufen am 14. Oktober 2014
  71. AUA-Catering wieder von Do&Co vom 2. März 2007
  72. austrian.com – Fluginformation abgerufen am 4. Januar 2015
  73. austrian.com – DO & CO à la carte abgerufen am 4. Januar 2015
  74. AUA bereitet sich auf Bord-Wi-Fi vor vom 22. Oktober 2014
  75. Neue Langstrecken-Kabine bei Austrian Airlines vom 9. Oktober 2012
  76. Austrian Bordmagazin Skylines wird gerelauncht com 20. November 2014
  77. Aus für Gratis-Zeitungen auf AUA-Linienflügen vom 2. Januar 2015
  78. aeroTELEGRAPH: Türken erobern Wien, abgerufen am 31. Januar 2015
  79. Austrian Airlines: Austrian fliegt nach Miami, abgerufen am 31. Januar 2015
  80. austrianaviation.net – Swiss: Tyrolean führt Lugano-Flüge durch abgerufen am 3. Juli 2014
  81. Austrocontrol (österr. Luftfahrtbehörde) Online-Abfrage, abgerufen am 1. April 2015
  82. austrian.com – Our Fleet abgerufen am 26. Dezember 2014
  83. Austrian Airlines. austrian.com, abgerufen am 23. Juni 2012 (deutsch).
  84. Wien wird Standort von Eurowings, Artikel des Standard vom 18. Februar 2015
  85. http://www.austrianairlines.ag/~/media/26EA38E2F19A444C834EF94577A2551C.ashx
  86. Bundesministerium für Inneres: Einsatzkommando Cobra