Autopsieprinzip

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Das Autopsieprinzip oder Autopsieverfahren (kurz Autopsie, griech.: ‚selbst gesehen‘) ist ein Begriff aus der Methodik der Wissenschaft. Entsprechend diesem Prinzip dürfen nur Aussagen getroffen werden, die selbst überprüft oder erfahren wurden. Werden unrichtige Angaben von anderen übernommen, kann es zu einer Art Matthäus-Effekt kommen. Oft anzutreffende Angaben werden dabei häufiger ohne eigene Überprüfung übernommen. Dieser sich selbst verstärkende Effekt führt häufig zu Fehlaussagen, wie beispielsweise der nicht belegbaren Zuschreibung von Zitaten zu berühmten Persönlichkeiten.

Speziell angewandt im Bibliothekswesen ist die Autopsie die Katalogisierung von Medien anhand vorliegender Originale und nicht aus Vorlagen zweiter Hand.

Siehe auch: Verifizierung

Literatur[Bearbeiten]

  • J.C. Poggendorff: Biographisch-literarisches Handwörterbuch der exakten Naturwissenschaften. Band VIIa, Supplement. Akademie, Berlin 1971, S. V.

Weblinks[Bearbeiten]