Autostrada A3 (Italien)

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Autostrada A3 in Italien
Autostrada A3 (Italien)
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Karte
Verlauf der A3
Basisdaten
Betreiber:
  • ANAS S.p.A.
  • SAM S.p.A.
Gesamtlänge: 494,6 km

Regionen:

Die Autostrada A3 (italienisch für ‚Autobahn A3‘) ist eine italienische Autobahn im Süden des Landes, die von Neapel (Kampanien) nach Reggio Calabria (Kalabrien) führt. Sie ist Teil der Autostrada del Sole, 495 km lang und zum größten Teil mautfrei.

Die Autobahn hat Anschluss zur heutigen A1 (Mailand - Neapel; früher A2) und – über einen rund sieben Kilometer langen Zubringer – zur A30 (Caserta - Salerno). Über die Ausfahrt Villa San Giovanni ist zudem die Insel Sizilien mittels einer Fähre in kurzer Zeit erreichbar.

Die A3 ist Bestandteil der Europastraße 45. In Reggio Calabria trifft sie auf den RA4, Bestandteil der Europastraße 90.

Abschnitte[Bearbeiten]

Die A3 kann folgendermaßen aufgeteilt werden:

  • Betrachtet man die Mautpflicht, so ergeben sich zwei Abschnitte:
  1. Neapel – Salerno (52 km lang, mautpflichtig)
  2. Salerno – Reggio Calabria (443 km lang, mautfrei)
  • Betrachtet man die Freigaben für den Verkehr, so ergeben sich drei Abschnitte:
  1. Neapel – Pompeji (am 22. Juni 1929 freigegeben)
  2. Pompeji – Salerno (am 16. Juli 1961 freigegeben)
  3. Salerno – Reggio Calabria (am 13. Juni 1974 freigegeben) [1]
  • Betrachtet man die Verwaltung, ergeben sich zwei Abschnitte:
  1. Neapel – Salerno, verwaltet von der SAM S.p.A.
  2. Salerno – Reggio Calabria, verwaltet von der ANAS S.p.A.

Bedeutung[Bearbeiten]

Die A3 hat eine überaus große Bedeutung für den Süden Italiens, da sie die Hauptverbindung in die Hauptstadt Rom und den wirtschaftlich starken Norden des Landes darstellt. Zudem verkürzt sie die Fahrtzeit für die süditalienischen „Gastarbeiter“, die ihre Heimat besuchen wollen, erheblich.

Gegenwärtiger Zustand[Bearbeiten]

Als 1974 der deutlich längste Abschnitt der Autobahn fertiggestellt wurde (Salerno – Reggio Calabria, 443 km), wurde dies als größtes, jemals realisiertes Werk des Staates betrachtet. Der Süden war nun endlich per Autobahn mit dem Norden verbunden – für die Benutzung musste noch nicht einmal eine Gebühr entrichtet werden.

Mittlerweile ist der Zustand dieses Abschnittes jedoch desolat. Es müssen ständig Modernisierungsarbeiten durchgeführt werden, die dazu führen, dass auf weiten Strecken der A3 nur eine Richtungsfahrbahn benutzbar ist.[2][3] Zudem ist die Höchstgeschwindigkeit in den Baustellenbereichen auf z. T. 60 km/h[4] oder gar 40 km/h[5] heruntergesetzt. Hinzu kommt eine Vielzahl an unbeleuchteten Tunneln[6], scharfen Rechts- und Linkskurven, Schlaglöchern[7], fehlenden Leitplanken, fehlenden Pannenstreifen[8][9], veralteten und rostigen Straßenschildern sowie fehlenden Fahrbahnmarkierungen[10][11]. Des Weiteren erfüllen zahlreiche Anschlussstellen auf Grund ihrer zu kurzen oder gar nicht vorhandenen Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren nicht mehr europäische Standards.[12][13]

Erneuerung ab 1997[Bearbeiten]

Autostrada A3 - Stand der Arbeiten im Oktober 2014 (grün: fertiggestellt; orange: im Bau; rot: ausstehend)

Der desolate Zustand machte schließlich eine Generalüberholung bzw. – auf jenen Abschnitten, wo die gestiegenen Anforderungen dies verlangten, – einen Neubau erforderlich. Streckenweise führt die neue A3 über eine andere Trasse als die alte aus den 1970er Jahren.[14] Dabei erschweren die geographischen Gegebenheiten das Vorankommen. Neue Tunnels und neue Brücken müssen gebaut werden; enge Kurven werden durch einen größeren Radius entschärft; einzelne Anschlussstellen müssen den geltenden europäischen Standards angepasst werden.

1997 begannen die Arbeiten. Damals war eine Fertigstellung bis 2003 geplant. Doch erst im Jahre 2008 wurde ein erster Hauptabschnitt, nämlich die sechsspurig ausgebaute Strecke von der Anschlussstelle Salerno bis nach Sicignano degli Alburni, für den Verkehr freigegeben. In den Folgejahren wurden weitere Teilabschnitte in Kalabrien saniert. Im Jahre 2009 hatte Pietro Ciucci, der Präsident der italienischen Fernstraßenbehörde Azienda Nazionale Autonoma delle Strade (ANAS), verkündet, dass die A3 spätestens 2013 fertiggestellt sein werde.[15] Dazu kam es jedoch nicht. Auch nach der Freigabe zweier weiterer Abschnitte im Juli 2014 sind noch Strecken von insgesamt 38 km Länge im Bau, der Ausbau von Strecken von insgesamt 69 km Länge steht noch aus.[16] Im Jahre 2013 wurde das Jahr 2018 als Termin der Fertigstellung genannt.

Maut[Bearbeiten]

Bisher war die A3 zwischen Salerno und Reggio Calabria mautfrei. Jedoch ist für 2011 eine Mauteinführung auf den meisten Zubringern, sowie alle der ANAS unterstehenden Autobahnstrecken geplant. [17]

Das Decreto-Legge 31 maggio 2010, n. 78. sieht die Einführung des neuen Maut-Systems bis spätestens Dezember 2011 vor. Entsprechend dem beigefügten technischen Bericht wird ein elektronisches Zahlungssystem verwendet werden, anstatt der traditionellen Mautstellen. Ab 1. Juli 2010 wurde die Maut an den Knoten mit anderen Autobahnen erhöht (diese werden von SAM, di Nocera und Cava dei Tirreni betreut).[18]

Ende der A 3 in Reggio Calabria und Übergang auf den RA4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Autostrada A3 Italia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eröffnungsdaten der Autobahn
  2. Foto auf selica.ch
  3. Foto auf selica.ch
  4. Foto auf selica.ch
  5. Foto auf selica.ch
  6. Foto auf selica.ch
  7. Foto auf selica.ch
  8. Foto auf selica.ch
  9. Foto auf selica.ch
  10. Foto auf selica.ch
  11. Foto auf selica.ch
  12. Foto auf selica.ch
  13. Foto auf selica.ch
  14. Zu den Planungen im Detail siehe die Ausgabe 2005 des Jahrbuches der Azienda Nazionale Autonoma delle Strade (ANAS): Il Libro Bianco delle Strade 2005. Un Anno di Attività. Rom 2006. Darin das von Vincenzo Pozzi verfasste Kapitel 6.1: L’autostrada A3 Salerno – Reggio Calabria (S. 145–164).
  15. Calabria Indipendente: Salerno-Reggio Calabria, Ciucci: “Pronta entro 2012-2013″, abgerufen am 5. August 2014.
  16. Il Lametino: A3, aperto tratto ammodernato tra svincolo e torrente Randace, abgerufen am 5. August 2014.
  17. "Pedaggi autostrade" auf ilmessaggero.it, abgerufen am 13. Juli 2010
  18. Artikel der ANAS zur Mauterhöhung, italienisch