Autostrada A6 (Polen)

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Autostrada A6 in Polen
Autostrada A6 (Polen)
 E28-PL.svg
Karte
Autostrada A6 (Polen)
Basisdaten
Betreiber: GDDKiA-2011-Logo.svg
Straßenbeginn: Kołbaskowo
(53° 20′ N, 14° 25′ O53.33564614.408408)
Straßenende: Rzęśnica
(53° 25′ N, 14° 46′ O53.4234214.76871)
Gesamtlänge: 28,7 km
  davon in Betrieb: 25,2 km
  davon in Planung: 3,5 km

Woiwodschaft:

Westpommern

Nutzungsvoraussetzung: Lkw-Streckenmaut
Ausbauzustand: 2×2 Fahrstreifen
Die A6
Die A6

Die polnische Autostrada A6 ist ein größtenteils fertiggestellter, teilweise auch zu modernisierender, mautfreier Autobahnabschnitt, der Stettin von Westen nach Osten umgeht. Die A6 hat eine Gesamtlänge von zirka 30 Kilometern und dient als Fortsetzung der deutschen Autobahn 11 aus Richtung Berlin.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Autobahn wurde bereits im „Dritten Reich“ bis über ihr heutiges Ende bei Lenz (Ausfahrt Stargard/Massow) gebaut, wobei die letzten Kilometer nur einbahnig waren. Ursprünglich war eine Verlängerung bis nach Elbing und damit ein Anschluss an die dort beginnende Autobahn nach Königsberg (Preußen) vorgesehen. Dies war zunächst ein schwieriges Unterfangen, weil Ostpreußen durch die Trennung nach dem Versailler Vertrag vom Rest des Staates abgetrennt wurde und somit eine Exklave war. Die polnische Regierung lehnte den Bau einer Autobahn durch ihr Territorium ab. Nach der Eroberung Polens im Zweiten Weltkrieg wurde die Strecke bis Rummelsburg und in zwei kurzen Abschnitten im vormaligen Korridor und südlich von Danzig in Bau genommen, doch wurden alle Arbeiten kriegsbedingt 1942 eingestellt.

Im Netzplan für die polnischen Autobahnen und Schnellstraßen von 1945 ist eine Weiterführung der Strecke in den Raum Danzig vorgesehen.[2] Diese Verbindung wird nun als S6 verwirklicht.[3]

Bau und Planungen[Bearbeiten]

Der (zukünftige) Abschnitt der A6 zwischen den Knoten Kijewo und Rzęśnica vor der Modernisierung

Die GDDKiA plant, den Abschnitt zwischen den Knoten Kijewo und Rzęśnica zur Autobahn aufzustufen. Um dies zu erreichen, sind weitere Modernisierungsarbeiten nötig. Diese wurden in mehrere Etappen aufgeteilt.

Zunächst wurde die Modernisierung der Fahrbahndecke und der Beleuchtung auf einem 2,2 km langen Abschnitt, der etwa einen Kilometer östlich des bestehenden Autobahnknotens Kijewo beginnt und etwa 500 Meter östlich des neu geplanten Autobahnknotens Szczecin-Dąbie endet, realisiert. Die Arbeiten begannen am 12. September 2011 mit der Unterzeichnung des Vertrages mit der Baufirma Budimex und endeten mit der Verkehrsübergabe am 21. Dezember 2012. Die Baukosten beliefen sich auf 15 Mio. Zloty.[4][5]

Die nächste Etappe umschloss den Bau eines neuen Autobahnknotens Szczecin-Dąbie. Die Ausschreibung wurde im Februar 2012 gestartet. Nach mehreren Protesten von verschiedenen Baufirmen erfolgte die Vertragsunterzeichnung zwischen der GDDKiA und Eurovia Polska am 2. Juli 2013. Das Ende der Bauarbeiten war für Juli 2014 angestrebt, die Eröffnung erfolgte bereits am 17. Juni 2014.[6] Die Baukosten betrugen 16 Millionen Zloty.[7][8][9]

Zu den nächsten Etappen zählt der Umbau eines zirka einen Kilometer langen Autobahnabschnittes, der einen Kilometer östlich des Knotens Kijewo beginnt und bei diesem endet, sowie des Knotens Kijewo selbst. Zusätzlich ist der Umbau des Knotens Rzęśnica zum höhenfreien Knoten und der Neubau einer Grünbrücke westlich des Knotens Rzęśnica geplant. Zuletzt soll der restliche Abschnitt, der etwa 500 Meter östlich des Knotens Szczecin-Dąbie beginnt und am Knoten Rzęśnica endet, modernisiert werden. Die Realisierung all dieser Etappen ist davon abhängig, ob und wie viele finanzielle Zuschüsse bereitgestellt werden. Deshalb liegt kein Zeitplan vor.[10][4][9]

Zusätzlich sollte ursprünglich der Abschnitt der S3 und S6 zwischen den Knoten Rzęśnica und Goleniów-Północ ebenfalls zur Autobahn ausgebaut werden. Damit wäre der gesamte Abschnitt, beginnend an der deutschen Grenze, zum Autobahnknoten Goleniów-Północ, wo die A6 sich zur S3 und zur S6 spalten sollte, als Autobahn befahrbar.[11] Dies wurde mittlerweile aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten aufgegeben. Dieser Abschnitt wird als Schnellstraße beschildert bleiben.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Autostrada A6 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verlauf der A6 motorways-exitlists.com, abgerufen 23. Januar 2010
  2. Eugeniusz Buszma: „Przegląd komunikacyjny” Nr. 3-4 September-Oktober 1945 (Version vom 18. Dezember 2007 im Internet Archive) (polnisch)
  3. Beschluss des Ministerrates vom 15. Mai 2004 (polnisch)
  4. a b c Ograniczony remont berlinki. Czynna jedna nitka (polnisch)
  5. Mamy nowe 2,2 km autostrady. Ruch puszczono w piątek (polnisch)
  6. Węzeł Szczecin Dąbie (Tczewska) na autostradzie A6 oddany do ruchu (GDDKiA) (polnisch)
  7. Umowa na węzeł Tczewska podpisana, przekazano również plac budowy (GDDKiA) (polnisch)
  8. Na czas przebudowy pojedziemy jedną jezdnią autostrady pomiędzy Kijewem, a Rzęśnicą (GDDKiA) (polnisch)
  9. a b Szczecin: W 2012 najważniejszą inwestycją GDDKiA była przebudowa A6 (polnisch)
  10. A6 Kijewo - Rzęśnica (GDDKiA)
  11. Nowa autostrada od Kołbaskowa do Kijewa. gazeta.pl (polnisch)
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing