Auw bei Prüm
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Eifelkreis Bitburg-Prüm | |
| Verbandsgemeinde: | Prüm | |
| Höhe: | 560 m ü. NN | |
| Fläche: | 22,11 km² | |
| Einwohner: |
664 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 30 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54597 | |
| Vorwahl: | 06552 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BIT, PRÜ | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 32 202 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Tiergartenstr. 54 54595 Prüm |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Peter Eichten | |
| Lage der Ortsgemeinde Auw bei Prüm im Eifelkreis Bitburg-Prüm | ||
Auw bei Prüm ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an. Auw bei Prüm ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile:[3]
- Auw mit den Wohnplätzen Heidehof und Schlausenbachermühle
- Laudesfeld mit einigen Häusern des Weilers Herzfenn, der ansonsten zur Ortsgemeinde Oberlascheid gehört
- Schlausenbach mit den inzwischen zusammengewachsenen Ortsteilen Kesselsfenn und Traudenfenn sowie dem Wohnplatz Hascheid
- Wischeid mit dem Weiler Verschneid
Der größte Teil der Gemeinde liegt zwischen dem Kamm der Schneifel im Südosten und dem südwärts fließenden deutsch-belgischen Grenzfluss Our im Nordwesten. Der Kernort Auw sowie Laudesfeld, Herzfenn und Wischeid liegen hoch über dem Tal der Our. Verschneid liegt jenseits dieses Flusses und ist damit das einzige Dorf in Deutschland auf dessen Westufer. Schlausenbach liegt südöstlich des Kernortes am Schlausenbach, einem der Quellbäche des kleinen Flusses Auw, der kurz vor der Staatsgrenze zu einem kleinen See gestaut, unterhalb des Dammes die deutsch-belgische Grenze bildet.
Geschichte [Bearbeiten]
Hof Auw [Bearbeiten]
Auw gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Schönberg und wurde im Jahre 1342 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Zils (Gilles, Ägidius), Herr von Daun und seine Frau Kunigunde ihren Hof zu „Auwe im Oyslinck“ (Islek) für 400 Schildgulden auf Wiederkauf an Konrad Herrn von Schönberg verkauften. Die Herrschaft Schönberg kam 1375 zu Kurtrier, welches die Herrschaft Anfang des 16. Jahrhunderts in das Amt Schönberg umwandelte. Auw war innerhalb des Amtes Schönberg ab 1540 Hauptort eines der drei als „Höfe“ bezeichnete Verwaltungseinheiten. Zum „Hof Auw“ gehörten auch die Ortschaften Kobscheid, Roth, Schlausenbach, Verschneid und Wischeid. In Auw befand sich für die Höfe Auw und Manderfeld ein Gericht, dem sieben Schöffen angehörten und dem ein Amtsschultheiß vorstand.[4][5]
Im Jahr 1624 hatte Auw 22 Haushalte oder Hofstätten, diese dürften Stockhöfe gewesen sein, und war damit eines der größeren Dörfer in der Region.
Pfarrei Auw [Bearbeiten]
Die alte Pfarrei an der Kirche St. Peter und Paul zu Auw gehörte zum Eifler Dekanat in der Kölner Diözese. Die heutige Pfarrkirche wurde um 1530 gebaut, der Kirchturm wird dem 11. Jahrhundert zugeordnet. Eingepfarrt waren die Ortschaften Kobscheid, Laudesfeld, Roth, Schlausenbach, Verschneid und Wiescheid. Filialkapellen waren in Kobscheid (St. Franz Xaver, seit etwa 1686), Roth (St. Leonhard, erbaut um 1500) und Schlausenbach.[4][6]
Ein Auwer Pfarrer namens „Campensis“ wurde 1627 auf dem Radsberg als Hexer verbrannt.[6]
Heute gehört Auw zum Dekanat „St. Willibrord Westeifel“ im Bistum Trier.
Bürgermeisterei Auw [Bearbeiten]
Im Zusammenhang mit den Napoleonischen Kriegen kam die Region 1794 unter französische Verwaltung. Auw gehörte von 1798 an zum Kanton Schönberg im Arrondissement Prüm des Saardepartements. Auw behielt als Sitz einer Mairie seine Verwaltungsfunktion. Hierzu gehörten die Orte des vorherigen „Hofes Auw“ sowie Laudesfeld.
Nachdem das Rheinland im Jahre 1815 aufgrund der Verträge des Wiener Kongresses an das Königreich Preußen kam, wurde Auw Sitz der gleichnamigen Bürgermeisterei in dem 1816 neu geschaffenen Kreis Prüm im Regierungsbezirk Trier. Zur Bürgermeisterei gehörten dieselben Orte, wie unter französischer Verwaltung. Die Bürgermeisterei wurde von Bleialf aus verwaltet. 1933 wurde das Amt Auw (1927 wurden alle Bürgermeistereien in Ämter umbenannt) zusammen mit den Ämtern Bleialf, Habscheid und Winterscheid aufgelöst und das Amt Bleialf neu gebildet, welches bis 1968 bestand hatte.
Aufgrund der Mitte der 1960er Jahre begonnenen rheinland-pfälzischen Gebiets- und Verwaltungsreform kam Auw am 7. November 1970 zum Landkreis Bitburg-Prüm (heute Eifelkreis Bitburg-Prüm).
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Laudesfeld (120 Einwohner), Schlausenbach (134) und Wischeid (128) eingemeindet, am selben Tag erhielt die Gemeinde Auw den Namenszusatz „bei Prüm“.[7]
Bevölkerung [Bearbeiten]
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Auw bei Prüm bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]
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Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat in Auw bei Prüm besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf drei Wählergruppen.[8]
Bauwerke [Bearbeiten]
- Pfarrkirche St. Peter und Paul
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Auw bei Prüm
Weblinks [Bearbeiten]
- Ortsgemeinde Auw bei Prüm auf den Seiten der Verbandsgemeinde Prüm
- Oberes Ourtal, Verkehrsverien Ourquelle, Manderfeld
- Auw bei Prüm bei Region Trier e.V.
- Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, Sehenswürdigkeiten in Auw bei Prüm
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 67 (PDF; 2,16 MB)
- ↑ a b Johann Friedrich Schannat: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel, Band 4, 1854, S. 194 (Google Books)
- ↑ J. H. Kaltenbach: Der Regierungsbezirk Aachen: Ein Wegweiser für Lehrer, Reisende u. Freunde der Heimathkunde, 1850, S. 456 (Google Books)
- ↑ a b Peter Valerius: Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, Sehenswürdigkeiten in Auw bei Prüm
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF-Datei; 2,03 MB), Seiten 169 und 203
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
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