avast!

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avast! Antivirus
Logo von Avast
Entwickler Avast Software
Aktuelle Version 2014.9.0.2021[1] (Windows)
26. Juni 2014

9.0.42126 (Mac)
28. Juli 2014

Betriebssystem XP SP2 / Vista (außer Starter) / 7 / 8 (je x86 / x64)[2], Linux, Android, Mac OS X
Kategorie Antivirenprogramm
Lizenz Proprietär
Deutschsprachig ja
www.avast.com

avast! ist ein Antivirenprogramm der Firma Avast Software mit Sitz in Prag, Tschechien. Die erste Version wurde 1988 von Pavel Baudiš und Eduard Kučera entwickelt, die das Unternehmen 1991 gründeten. Am 1. Juni 2010 wurde das Unternehmen von Alwil Software in Avast Software umbenannt.[3]

Nach Markterhebungen im März 2012 ist avast! Free Antivirus mit über 16 % Marktanteil das meistgenutzte Antivirenprogramm weltweit.[4]

Allgemeines[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu anderen Lösungen bietet avast! in der kostenlosen Version für die private, nichtgewerbliche Nutzung fast alle Funktionen, welche auch in der kommerziellen Version verfügbar sind. Aktuell (Version 2014) enthält avast! Pro Antivirus zusätzlich einen Command-Line Scanner und die avast! SafeZone.

avast! arbeitet als residenter Provider, also als Hintergrundprozess, der bearbeitete Daten nach Malware durchsucht. Durch die Aufteilung in acht Teilprozesse (Dateisystem-, Mail-, Web-Schutz, P2P-, IM-, Netzwerk-, Skript- und Verhaltens-Schutz) können diese nach Bedarf einzeln aktiviert und deaktiviert werden.

avast! für Windows verfügt über eine sogenannte inkrementelle Update-Funktion, die nach neuen Programmversionen und Vireninformationen sucht und nur die Dateien herunterlädt, die in der eigenen Installation noch nicht enthalten sind. So kann die Dauer des automatisch und im Hintergrund ablaufenden Updates verkürzt werden.

AVAST war ursprünglich eine Abkürzung für „Anti-Virus Advanced Set“. Das Akronym spielt aber mit seiner Ähnlichkeit zu einem Ausdruck, der auf den Ausruf „houd vast!“ niederländischer Seeleute zurückgeht, welcher soviel wie „Festhalten!“ bedeutet. Dies wurde als passende Bezeichnung für das Programm erachtet, da der Ausruf zugleich auch als „Stopp!“ verstanden werden kann. Daher rührt auch das Ausrufezeichen.

Funktionen[Bearbeiten]

avast! Free Antivirus[Bearbeiten]

  • Echtzeit-Schutz
    • Dateisystem-Schutz (prüft alle Lese- und Schreibzugriffe)
    • Web-Schutz (richtet einen lokalen Proxy-Server ein und prüft den Web-Verkehr)
    • Mail-Schutz (überprüft E-Mails bei Ein- und Ausgang auf Schadsoftware)
    • Netzwerk-Schutz (blockiert schädliche URLs bei Aufruf)
    • P2P-Schutz (schützt bei Verwendung von Peer-to-Peer-Programmen)
    • IM-Schutz (schützt bei Verwendung von Instant-Messengern)
    • Verhaltens-Schutz (erkennt unbekannte Bedrohungen anhand ihres Verhaltens)
    • Skript-Schutz (schützt vor bösartigen Skripts in Websites)
  • Echtzeit-Anti-Rootkit-Schutz
  • Anti-Spyware-Schutz (Schutz vor Spähsoftware)
  • Selbstschutzfunktion (verhindert Manipulation des Antivirusprogramms durch Malware)
  • Erkennung von potenziell unerwünschten Programmen
  • avast! AutoSandbox (verdächtige Programme können in einer geschützten Umgebung ausgeführt werden)
  • WebRep (weist beim Aufrufen einer Website auf deren Seriosität hin, vergleichbar mit WOT)
  • URL-Blockierung (blockiert auf Wunsch vorher vom Nutzer definierte URLs)
  • Software Updater zeigt veraltete installierte Programme an

avast! Pro Antivirus (zusätzlich zu avast! Free Antivirus)[Bearbeiten]

  • Command-Line Scanner
  • avast! Sandbox
  • avast! SafeZone
  • Darf für kommerzielle Zwecke verwendet werden
  • Kann in Deutsch und zusätzlich in 43 weiteren Sprachen verwendet werden [5]

avast! Internet Security (zusätzlich zu avast! Pro Antivirus)[Bearbeiten]

avast! Premier (zusätzlich zu avast! Internet Security)[Bearbeiten]

Bisher nur in der Vorabversion verfügbar.

  • Datenshredder
  • Software Updater aktualisiert automatisch installierte Programme
  • AccessAnywhere, um auf den PC von überall aus der Welt zugreifen zu können

Versionen[Bearbeiten]

avast! 4[Bearbeiten]

Seit Version 4.8 beinhaltet der Virenscanner einen Rootkit-Scanner sowie einen Spyware-Blocker. Beide Schutzmechanismen sind vom Benutzer nicht konfigurierbar, sie sind in den Einstellungen deaktivierbar.

avast! 5[Bearbeiten]

Im Januar 2010 erschien avast! 5, die größten Änderungen sind eine neue Benutzeroberfläche und ein Verhaltensblocker. Seit dieser Version gibt es die kostenpflichtige Version „Internet Security“ mit einer Firewall und einer Sandbox.

avast! 6[Bearbeiten]

Am 23. Februar 2011 erschien avast! 6. Die Gratisversion enthält jetzt zusätzlich eine Auto-Sandbox, ein Browser-Plug-in für Internet Explorer, Firefox, Google Chrome (seit Version 6.0.1091) und einen Skript-Blocker.

avast! 7[Bearbeiten]

Seit Version 7 enthält avast! „hybride Updates“, also eine Kombination aus herkömmlichen Signaturupdates und sogenannten „Streaming-Updates“, bei denen eine permanente Verbindung zu den Avast-Servern besteht, die die Updates direkt an die Installationen senden. Außerdem wurde eine Funktion namens FileRep eingefügt, die die Verbreitung von ausführbaren Dateien mithilfe einer Datenbank feststellt, um so Rückschlüsse auf ihre Bösartigkeit zu ziehen. Auch eine Fernunterstützung wurde eingefügt, die es ermöglicht, anderen Personen bei Problem zu helfen.[6] Des Weiteren unterstützt das WebRep-Plugin jetzt auch die beiden Webbrowser Opera und Safari.[7] Es besteht nun die Möglichkeit, ein avast! Konto anzulegen, mit dem sich mehrere avast!-Installationen auf anderen Computern aus der Ferne administrieren lassen.[6]

avast! 8[Bearbeiten]

In Avast! 8 wurde die Benutzeroberfläche überarbeitet und eine Komponente hinzugefügt, die veraltete Programme aktualisiert.[8]

avast! 2014[Bearbeiten]

Dies ist die neueste Version.

Kostenfreie Versionen[Bearbeiten]

Nutzer von avast! Home (Version 4) beziehungsweise avast! Free Antivirus (Version 5 oder neuer) müssen sich nach einem Testzeitraum von 30 Tagen durch Angabe vom Namen und der E-Mail-Adresse registrieren. Danach muss alle 12 Monate eine erneute Registrierung durchgeführt werden, um das Produkt weiter nutzen zu können. Die Nutzung ist für den privaten, nicht kommerziellen Einsatz kostenlos.

avast! Mobile Security[Bearbeiten]

Im Februar 2012 hat Avast Software eine kostenlose Sicherheitslösung für Smartphones mit Android-Betriebssystem veröffentlicht.[9] Von der Fachzeitschrift PC-Welt wurde der Software gute Qualität bescheinigt.[10] Heise Security hat bei Tests mit der Software erhebliche Probleme mit dem Datenschutz festgestellt.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. avast! Abgerufen am 18. März 2013 (englisch).
  2. avast! Abgerufen am 18. März 2013 (deutsch).
  3. AVAST Software - so lautet der neue Firmenname. Archiviert vom Original am 4. Juli 2011, abgerufen am 18. März 2013 (englisch).
  4. Market Shara Report March 2012. Abgerufen am 18. März 2013 (PDF; 1,8 MB, english).
  5. Antivirus Vergleich
  6. a b Avast 7 is here. Archiviert vom Original am 1. März 2012, abgerufen am 18. März 2013.
  7. Avast 7 sandbox. Archiviert vom Original am 14. März 2012, abgerufen am 18. März 2013.
  8. avast! 8 Release Candidate 2 (UPDATE!!!). Avast, abgerufen am 21. Februar 2013 (englisch).
  9. avast! Free Mobile Security. Abgerufen am 18. März 2013 (deutsch).
  10. Test: Norton Mobile Security und avast! Mobile Security mit Theft Aware. Abgerufen am 18. März 2013 (deutsch).
  11. Android-Virenscanner schnüffeln Surf-Verhalten aus. heise Security, abgerufen am 2. Juli 2014 (deutsch).