Avatar – Aufbruch nach Pandora

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Avatar – Aufbruch nach Pandora
Originaltitel Avatar
Avatar Schriftzug.jpg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 162 (Original Kinofassung) [1] Minuten
170 (erweiterte Kinofassung) Minuten
178 (Extended Cut) Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie James Cameron
Drehbuch James Cameron
Produktion James Cameron,
Jon Landau
Musik James Horner
Kamera Mauro Fiore
Schnitt John Refoua,
Stephen E. Rivkin,
James Cameron
Besetzung
Synchronisation

Avatar – Aufbruch nach Pandora (im Original Avatar, auch bekannt als James Cameron’s Avatar) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film des Regisseurs James Cameron, der weltweit am 17. und 18. Dezember 2009 startete. Der Film vermischt real gedrehte und computeranimierte Szenen. Große Teile des Films wurden in einem virtuellen Studio und mit neu entwickelten digitalen 3D-Kameras gedreht.

Avatar spielte weltweit über 2,78 Milliarden US-Dollar ein,[3] womit er der Film mit dem bisher höchsten nicht-inflationsbereinigten Einspielergebnis in US-Dollar ist (siehe auch: Liste erfolgreicher Filme).

Auch der DVD- und Blu-ray-Verkauf des Films ist sehr erfolgreich; er brach innerhalb weniger Tage nach Veröffentlichung den Rekord als meistverkauftes DVD-Video in Nordamerika mit 2,7 Millionen Verkäufen als Blu-ray-Version innerhalb von vier Tagen. Von Verkaufsstart bis Ende April 2010 wurden mehr als 6,7 Millionen DVDs und Blu-ray-Discs verkauft.[4]

Handlung[Bearbeiten]

Im Jahr 2154 sind die Rohstoffe der Erde erschöpft. Der Konzern Resources Development Administration baut auf dem erdähnlichen, fernen Mond Pandora den begehrten Rohstoff Unobtanium ab und gerät dabei in Konflikt mit einer humanoiden Spezies namens Na’vi, die sich gegen die Zerstörung ihrer Umwelt verteidigen. Pandora ist von erdähnlichen Lebensformen besiedelt (grünen Pflanzen und an irdische Säugetiere erinnernden Tieren), hat aber eine Atmosphäre, die für Menschen tödlich ist.

Der frühere US-Marine Jake Sully, der seit einem Kampfeinsatz von der Hüfte abwärts gelähmt ist, wird nach Pandora geschickt, um seinen verstorbenen Zwillingsbruder bei einer diplomatischen Mission zu ersetzen: Mithilfe künstlich hergestellter Na’vi-Körper, sogenannter Avatare, die sich mithilfe von Gedankenübertragung steuern lassen, soll er Kontakt zu den Ureinwohnern herstellen und sie davon überzeugen, ihre Heimat und den Widerstand gegen den Abbau des Rohstoffs aufzugeben. Während das zuständige Team um Dr. Grace Augustine vor allem wissenschaftliche Ziele verfolgt und auf Vermittlung aus ist, will der militärische Leiter der Basis, Colonel Miles Quaritch, dass Sully ihm Informationen bezüglich der Verteidigungsstrategien und Schwachstellen der Na’vi zuspielt. Quaritch verspricht ihm, für seinen Undercover-Einsatz die Kosten einer Wirbelsäulenoperation zu übernehmen, und Sully sagt zu.

Bei einer Expedition in seinem Avatar wird Sully von der Gruppe getrennt und ist im dichten Dschungel Pandoras auf sich allein gestellt. Dort wird er von Raubtieren angegriffen, jedoch von der Na’vi Neytiri gerettet, die ihn zu ihrem Stamm, den Omaticaya, führt. Nach anfänglichen Bedenken beschließen die Anführer des Clans, Sully mit ihrer Lebensweise und Kultur vertraut zu machen, auch um über ihn die Menschen besser kennenzulernen. Trotz anfänglicher Probleme fassen die Na’vi und insbesondere Neytiri, die Häuptlingstochter, Vertrauen zu Sully, und zwischen den beiden entsteht eine Liebesbeziehung. Sully durchläuft die Ausbildung zum Krieger und wird schließlich in den Stamm aufgenommen. Dem ehemaligen Marine wird klar, dass die Na’vi ihre Heimat niemals aufgeben werden, da ihre Existenz eng mit ihren heiligen Stätten verbunden ist, von denen eine greifbare, spirituelle Kraft ausgeht. Als es zur militärischen Eskalation kommt, läuft Sully zu ihnen über. Mit der Bändigung der mächtigen Riesenechse Toruk gelingt es ihm einen alten Mythos zu beschwören und alle Stämme der Na’vi zu vereinen. Nach verlustreichem Kampf können die Invasionstruppen besiegt werden und müssen den ihnen fremden Mond Pandora verlassen. Sully verlässt mithilfe des „neuronalen Netzwerkes“ Pandoras seinen menschlichen Körper und wird endgültig mit seinem Avatar vereint ein Na’vi.

Produktion[Bearbeiten]

Um die Schauspieler bestmöglich auf ihre Rolle vorzubereiten, nahm Cameron diese mit nach Hawaii und unternahm tagsüber Wandertouren durch die örtlichen Wälder.[5]

Der Sprachwissenschaftler Paul Frommer von der USC entwickelte die Kultur und Sprache der Na’vi. Sein Produkt bestand aus über 1000 Wörtern.[5]

Für die Rolle des Jake Sully war ursprünglich Matt Damon oder Jake Gyllenhaal vorgesehen. Cameron entschied sich dann aber für den bis dahin relativ unbekannten Schauspieler Sam Worthington. Dieser wurde ohne detaillierte Angaben durch einen Telefonanruf zum Casting eingeladen. Dr. Grace Augustine sollte ursprünglich von Jodie Foster gespielt werden.[5]

Stoffentwicklung[Bearbeiten]

Im August 1996 kündigte Cameron das erste Mal offiziell an, dass er Avatar mit einer Mischung von computeranimierten und echten Darstellern verfilmen werde.[6] Das Projekt werde rund 100 Millionen Dollar kosten und sechs Darsteller in Hauptrollen haben, „die real erscheinen, aber in der physischen Welt nicht existieren.“[7] Camerons frühe Drehbuchentwürfe waren jahrelang im Internet verfügbar. 2006 wurden sie gezielt von allen Websites entfernt.[8]

Das endgültige, 152 Seiten umfassende Drehbuch entstand von Januar bis April 2006. Im Juli 2006 kündigte Cameron an, dass Avatar im Sommer 2008 in die Kinos kommen solle, und plante den Drehstart für Februar 2007.[9] Im August 2006 wurde die neuseeländische Firma für visuelle Effekte Weta Digital engagiert, um Avatar mit zu realisieren.[10] In den Design-Prozess wurde auch Effektspezialist Stan Winston eingebunden.[11]

Im September 2006 gab Cameron bekannt, dass er ein neuartiges Kamera-System verwenden werde, um den Film in 3D zu filmen, was Fox zwei Jahre später offiziell bestätigte. Dabei handele es sich um zwei synchronisierte HD-Kameras in einem Gehäuse.[12] Cameron beschreibt den Film als einen Hybrid aus Real- und Computeranimationsfilm. Nach Angaben des Regisseurs sind etwa 60 Prozent des Films am Computer generiert und 40 Prozent real gefilmt.[13]

Der Name des Mondes Pandora (Πανδώρα) stammt aus dem Griechischen und lässt sich mit „Die, die alles hervorbringt“ übersetzen. Der Namensgeber seines Planeten Polyphemus (Πολύφημος, frei übersetzt „Der Berühmte“) ist in der griechischen Mythologie ein einäugiger Riese. Polyphemus wird ähnlich dem Planeten Jupiter mit seinem charakteristischen augenähnlichen roten Fleck dargestellt.[14]

Inspiration[Bearbeiten]

Als Vorbild für die schwebenden Halleluja-Berge Pandoras dienten die Berge des Huang-Shan-Gebirges.[15]

Im Jahr 1995 verfasste James Cameron ein 80-seitiges Drehbuch für Avatar und ließ sich dabei nach eigener Aussage von vielen Science-Fiction-Romanen inspirieren, die er als Kind gelesen hatte. Deutliche Ähnlichkeit besitzt die Geschichte mit Poul Andersons Kurzgeschichte Call Me Joe, in der der Querschnittgelähmte Ed Anglesey telepathisch die Kontrolle über ein speziell gezüchtetes Wesen (Joe) übernimmt, um auf der Jupiter-Oberfläche Forschung zu betreiben. In Andersons Geschichte wird stärker auf die psychologischen Auswirkungen für Anglesey eingegangen, der unter seiner Behinderung leidet und sich so sehr zu Joe und seiner Kraft und Mobilität hingezogen fühlt, dass sein Bewusstsein letztlich mit Joes verschmilzt.[16]

Weitere Ähnlichkeiten existieren mit der Science-Fiction-Reihe John Carter vom Mars (erstes Erscheinen: 1912) des Tarzan-Autors Edgar Rice Burroughs. Der Aufstieg Carters innerhalb der Marsbevölkerung sowie die Liebesbeziehung zu einer einheimischen Prinzessin weisen deutliche Parallelen zu Avatar auf.[17]

Auch andere Werke wurden als Inspiration genutzt.[18] Schon in seinem ersten Drehbuch ging es um eine hochentwickelte Zivilisation, die durch Eindringlinge bedroht wird. Anlehnungen an die Geschichte von Pocahontas seien kein Zufall.[19] Ebenso bestehen Ähnlichkeiten zwischen Pandora und Werken des Plattencover-Künstlers Roger Dean.[20] Dean wurde weder in Entwicklung noch Produktion einbezogen und bezog in der Frage noch nicht explizit Stellung.[21][22][23] Viele Elemente der Handlung finden sich schon in Die denkenden Wälder (englisch: Midworld, 1975) von Alan Dean Foster und Der Planet der Katzenwölfe (englisch: The Winds of Altair, 1973) von Ben Bova. Der Schauplatz Pandora erinnert stark an den gleichnamigen Schauplatz des russischen Romans Die Unruhe (1960) von Boris Strugazki.

Hauptproduktion[Bearbeiten]

Der Kinostart wurde zunächst auf Sommer 2009 verschoben. Im Dezember 2006 begründete Cameron die Verzögerung der Dreharbeiten mit der Notwendigkeit neuer technischer Entwicklungen für die Realisierung des Films, wozu unter anderem eine deutliche Verbesserung des Performance-Capturing-Systems und des Realismus in teilweise vollständig computergenerierten Szenen gehörten.[24][25]

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation stammt von der Interopa Film GmbH aus Berlin. Das Dialogbuch verfasste Klaus Bickert, für die Dialogregie war Dietmar Wunder zuständig.[26]

Rolle Schauspieler Deutscher Synchronsprecher
Jake Sully Sam Worthington Alexander Doering
Neytiri Zoë Saldaña Tanja Geke
Dr. Grace Augustine Sigourney Weaver Karin Buchholz
Col. Miles Quaritch Stephen Lang Klaus-Dieter Klebsch
Trudy Chacon Michelle Rodríguez Anke Reitzenstein
Parker Selfridge Giovanni Ribisi Michael Deffert
Norm Spellman Joel David Moore Rainer Fritzsche
Mo’at CCH Pounder Almut Zydra
Eytukan Wes Studi 1
Tsu’Tey Laz Alonso Markus Pfeiffer
Dr. Max Patel Dileep Rao Olaf Reichmann
Lyle Wainfleet Matt Gerald Matti Klemm
Private Sean Fike Sean Anthony Moran Tommy Morgenstern
1 Originalton

Produktionskosten[Bearbeiten]

Die Produktionskosten des Films lagen nach Angaben der Produktionsfirma bei 237 Millionen US-Dollar.[27] Damit war Avatar beim Erscheinen laut den offiziellen Angaben nach Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt (mit geschätzten 300 Millionen), Spider-Man 3 (258 Millionen) und Harry Potter und der Halbblutprinz (250 Millionen) der viertteuerste Film, der jemals gedreht wurde. Zu den Produktionskosten kommen noch 150 Millionen US-Dollar an Marketingkosten, ihrerseits die höchsten Marketingkosten aller Zeiten vor Spider-Man 3 mit 100 Mio. US-Dollar.

Hollywood-Insider vermuten allerdings, dass die Produktionskosten eher im Bereich von 300 Millionen Dollar lagen.[28]

Produktionstechnik[Bearbeiten]

Filmtechnik[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Der Film wurde in stereoskopischem 3D gedreht und ist deshalb in 3D (D-Cinema) und in 2D (35-mm-Film) in die Kinos gekommen. Die Kameratechnik dazu hatte James Cameron über sieben Jahre hinweg mit seinem Partner Vince Pace von Pace Technologies neu entwickelt. Beim Entwicklungsprozess der neuen Kameratechnik wurde auf Techniken und Verfahren von Sony und Fujinon zurückgegriffen. Das Ergebnis brachte schließlich das weltweit bisher technisch ausgereifteste stereoskopische Kamerasystem hervor und ermöglichte, auch die real gedrehten Szenen direkt dreidimensional zu filmen. Dadurch konnten die real gedrehten Szenen mit den digitalen harmonisch zu einer Einheit verschmelzen.

Performance Capturing[Bearbeiten]

Der Film enthält große Anteile an fotorealistischen, aber computergenerierten Figuren, die mit dem Motion-Capture-Verfahren animiert wurden. Dafür notwendig waren technische Neuerungen wie die performance-capture-stage, mit der auch Gesichtsausdrücke und emotionale Reaktionen der Schauspieler anhand von Markierungen im Gesicht und an einem Ganzkörperanzug erfasst, am Computer verarbeitet und schließlich auf die computergenerierte Figur übertragen werden konnten. Zur Erfassung der Bewegungen von Gesicht und Augen trägt der Schauspieler eine Kappe mit einer kleinen Kamera, die sich ungefähr auf Mundhöhe einige Zentimeter vor dem Schauspieler befindet. So konnte Cameron mehr als 95 Prozent des Schauspiels auf die digitalen Figuren übertragen.[29]

Virtuelle Kamera[Bearbeiten]

Für den Film wurde ein virtuelles Kamerasystem entwickelt, das sowohl die Echtzeitbetrachtung der Umwelt in Performance-Capture-Szenen als auch die Aufnahme von Kamerabewegungen für vollständig am Computer erstellte Szenen ermöglichte. Dieses bestand aus drei Komponenten:

  1. einem Bildschirm, auf dem eine Echtzeitversion der soeben aufgezeichneten Motion-Capture-Daten in einer vereinfacht dargestellten dreidimensionalen Umgebung live zu sehen ist.
  2. Markierungen, mit denen die exakte Position der virtuellen Kamera mit den Infrarotkameras im Aufnahmeraum jederzeit bestimmt werden kann.
  3. einem Tragegerüst, mit dem die virtuelle Kamera ähnlich einer herkömmlichen Kamera bewegt werden kann.

Mit dieser Technik konnten Cameron und die Schauspieler schon bei der Aufnahme der Performance-Capture-Daten das Endergebnis und die Umgebung einschätzen. Außerdem versprach sich Cameron von dem System Kamerabewegungen in den computergenerierten Szenen, die sehr nahe an diese in einer herkömmlich gedrehten Actionszene herankommen und somit nicht computergeneriert wirken. Von besonderer Wichtigkeit war die Entwicklung in Szenen, in denen menschliche Schauspieler mit für sie (ohne die virtuelle Kamera) nicht sichtbaren Avatar- oder Navikörpern interagieren sollten.[30][31][32][33]

Hard- und Software[Bearbeiten]

Für diese neuartigen Techniken war leistungsstarke Hardware vonnöten: 35.000–40.000 wassergekühlte Prozessorkerne, 105 Terabyte Arbeitsspeicher und 2 Petabyte Festplattenspeicher. Trotz dieser Leistung benötigten einzelne Szenen 48 Stunden zum Rendern, wobei bei einer Filmminute 17,3 Gigabyte Daten anfielen. Angeschlossen war die Serverfarm an ein 10-Gigabit-Netzwerk.[34] Als Renderfarm kam das auf Linux basierende freie Betriebssystem Ubuntu zum Einsatz.[35] Für den Filmschnitt wurde Software von Avid verwendet.[36][37]

Visuelle Effekte[Bearbeiten]

Die visuellen Effekte von Avatar entstanden unter der Leitung der neuseeländischen Firma Weta Digital. Leiter ("SFX Supervisor") war Joe Letteri von Weta. An einzelnen Sequenzen des Films waren neun weitere Spezialeffektfirmen (darunter Framestore in Reykjavík, Hybride in Piedmont, Prime Focus und ILM) beteiligt.[38] Die Motion-Capture-Aufnahmen für den Film entstanden auf einer Bühne in Playa Vista, Kalifornien; die dafür verwendete Mocap-Technologie stammt von der Firma Giant Studios.[39]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Vermarktung und Kinostart[Bearbeiten]

Cameron bei der Comic-Con in San Diego 2009

Am 20. August 2009 ging ab 16 Uhr deutscher Zeit der erste Teaser-Trailer online. Aufgrund der zahlreichen Abrufe musste die Seite zeitweise wegen Überlastung geschlossen werden.[40] Am ersten Tag wurde der Trailer 4 Millionen Mal angesehen oder heruntergeladen, öfter als jemals ein Trailer zuvor.[41]

Am 21. August 2009 wurden in Kinos zum sogenannten Avatar-Day weltweit etwa 16 Minuten aus dem Film der Öffentlichkeit präsentiert. Gezeigt wurden Szenen aus der ersten Hälfte des Films. Der Eintritt dafür war kostenlos. Zeitweise brach die Website, auf der es die Tickets für die Vorstellungen in den Vereinigten Staaten gab, unter dem Ansturm zusammen.[42]

Diese Vorschau wurde in 101 IMAX-Kinos in den Vereinigten Staaten und 238 Kinos in anderen Ländern gezeigt,[41] davon in 26 Kinos in Deutschland[43] und 2 in Österreich.

Bei der Vorpremiere am 16. Dezember 2009 mussten viele Vorstellungen in 3D-Kinos deutschlandweit aufgrund einer technischen Panne abgesagt werden. Grund waren fehlende Schlüssel im DRM-System.[44]

Weitere Veröffentlichungen[Bearbeiten]

In den Vereinigten Staaten wurde die DVD und Blu-ray am 22. April 2010 veröffentlicht. Dass dieser Termin mit dem Tag der Erde zusammenfällt, ist laut James Cameron beabsichtigt.[45] In Deutschland ist der Film am 23. April auf DVD und Blu-ray erschienen.[46]

Am 2. September 2010[47] kam eine Wiederaufführung von Avatar – Aufbruch nach Pandora, die nur in 3D-Kinos und IMAX 3D anlief. Bei dieser Wiederaufführung ist eine um neun Minuten längere Kinofassung zu sehen. Bei den neuen Szenen handelt es sich um Szenen, die CGI beinhalten; neue Szenen ohne CGI sind laut Cameron nicht in der verlängerten Version gegeben.[48] Die Neuveröffentlichung hat auch damit zu tun, dass durch den Kinostart des 3D-Films Alice im Wunderland laut Cameron mehrere hundert Millionen Dollar Kinoeinnahmen in 3D-Kinos verlorengegangen sind.[49][50]

Am 15. November wurde eine Extended Collector’s Edition von Avatar – Aufbruch nach Pandora auf DVD und Blu-ray veröffentlicht, die drei Fassungen des Films beinhaltet. Einmal die Kinofassung, dann die Special Edition und den Collector’s Extended Cut; letzterer enthält einen alternativen Anfang und ist 16 Minuten länger als die ursprüngliche Kinofassung. Zudem verfügt die Extended Collector’s Edition über umfangreiches Bonusmaterial.[51]

Zudem gab Cameron bekannt, dass er, wenn die Technik ausgereift ist, eine 3D-Blu-ray-Fassung veröffentlichen möchte.[52] Diese wurde jedoch nicht wie ursprünglich geplant im November 2010 veröffentlicht, da die Technik dafür laut 20th Century Fox noch in der Konzeptphase war und sich der Verkauf aufgrund weniger Kundengeräte nicht lohne.[45][50] Seit Oktober 2012 ist eine frei verkäufliche 3D-Blu-ray erhältlich.

Am 8. April 2012 wurde der Film auf RTL erstausgestrahlt. Bei seiner Premiere erreichte der Film 6,96 Millionen Zuschauer, bei der werberelevanten Zielgruppe führte dies zu 35,1 Prozent.[53]

Einspielergebnisse[Bearbeiten]

Der Film spielte im Startwochenende in den Vereinigten Staaten 77,03 Millionen US-Dollar ein und kam auf Platz zwei der besten Dezemberstarts in den Vereinigten Staaten. Auf Platz eins bleibt der Film I Am Legend, der 77,2 Millionen US-Dollar einspielte.[54] Weltweit erzielte der Film am Startwochenende 233 Millionen US-Dollar und spielte damit binnen eines Wochenendes seine Produktionskosten beinahe wieder ein.[55]

So schnell wie noch kein anderer Film zuvor überschritt Avatar die Eine-Milliarde-Dollar-Marke[56] und erreichte bereits Anfang Januar 2010 ein internationales Einspielergebnis von 1,025 Milliarden US-Dollar. Am 26. Januar lagen die weltweiten Kinoeinnahmen bei etwa 1,859 Milliarden US-Dollar,[57] wodurch er zum finanziell erfolgreichsten Film vor Titanic (etwa 1,842 Milliarden US-Dollar) wurde.

Die weltweiten Gesamteinnahmen liegen bei etwa 2,782 Milliarden US-Dollar.[58]

In Deutschland hat der Film am Startwochenende rund 9,3 Millionen Euro eingespielt, das entspricht zirka 13,3 Millionen US-Dollar. Bisher haben 11.251.889 (Stand: 25. Februar 2011)[59] deutsche Kinobesucher den Film gesehen. Avatar war insgesamt elf Wochen lang auf Platz eins der deutschen Kinocharts.[60]

Das Einspielergebnis lässt nur im Zusammenhang mit den Vorstellungspreisen der Kinos auf die Besucherzahl schließen. Dies ergibt insbesondere bei 3D-Filmen wie Avatar im Vergleich zu älteren Filmen wie zum Beispiel Titanic deutliche Unterschiede (3D-Kino: 10–15 US-Dollar; Durchschnittspreis: 7,95 US-Dollar (Stand: Juni 2010)) und spiegelt somit nicht die geringeren Besucherzahlen (95,82 Mio. Besucher/USA) wider, gemessen an Filmen wie bei der Originalaufführung von Titanic (128,35 Mio. Besucher/USA).[61][62] Dabei wird der Konsum des Filmes über DVDs, Blu-Rays oder Internet, bei denen man die Zuschauerzahl nicht messen kann, nicht berücksichtigt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Golden-Globe-Verleihung 2010

Oscarverleihung 2010

British Academy Film Awards 2010

Der Film gewann bei den British Academy Film Awards (BAFTA Awards) in folgenden Kategorien:

Er wurde außerdem in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Beste Filmmusik, Beste Kamera, Bester Ton und Bester Schnitt nominiert.

Broadcast Film Critics Association Awards

Der Film gewann bei den Critics' Choice Awards 2010 in folgenden Kategorien:

Er wurde außerdem in den Kategorien Beste Regie, Bestes Makeup und Bester Film nominiert.

Box Office Germany Award

  • 2009: 3D-Bogey für mehr als 1000 Besucher pro Kopie am Startwochenende (3D-Version)
  • 2010: Titan für über 10 Millionen Kinobesucher innerhalb von 100 Tagen

Goldene Leinwand

  • 2010: Goldene Leinwand mit 2 Sternen für über 9 Millionen Kinobesucher in 18 Monaten

Jupiter

  • 2010: Bester Film international

Video Champion

  • 2010: Publikumspreis

Weitere Auszeichnungen

Die amerikanische Produzentengilde (Producers Guild of America) nominierte Avatar für den Preis ihrer Vereinigung im Januar 2010.[64]

Nachwirkungen[Bearbeiten]

Pressekritiken[Bearbeiten]

Avatar erhielt überwiegend positive Kritiken. Besonders wurden dabei die Filmeffekte gelobt. Nach Angaben der Filmwebseite Rotten Tomatoes hinterließen 83 Prozent der 278 untersuchten Filmkritiken ein positives Urteil.[65]

„‚Avatar‘ mag vielleicht nicht aufgrund seiner Handlung so außergewöhnlich sein. Die Geschichte eines Mannes, der sich Respekt und Anerkennung eines fremden Volkes erst verdienen muss, wurde beispielsweise schon in Kevin Costners Ethno-Western ‚Der mit dem Wolf tanzt‘ (1990) erzählt. Es ist die revolutionäre Machart, die ‚Avatar‘ zu einem Filmereignis emporhebt, das die technischen Maßstäbe des Kinos neu definiert. Diesen Film sieht man nicht, man erlebt ihn.“

Cinema[66]

„‚Avatar‘ kann seine hohen Erwartungen voll und ganz erfüllen und ist tatsächlich das von allen erhoffte Bombastkino geworden. Technisch ist der Film eine wahre Augenweide, vor allem in 3D, aber auch inhaltlich enttäuscht Cameron nicht und bietet ganz großes Gefühlskino. ‚Avatar‘ ist einer dieser Filme, wofür das Kino erfunden wurde, ein Gang dahin ist also Pflicht, von uns eine ganz klare Kinoempfehlung!“

– Moviereporter[67]

“‘Avatar’ is not simply a sensational entertainment, although it is that. It’s a technical breakthrough. It has a flat-out Green and anti-war message. It is predestined to launch a cult. It contains such visual detailing that it would reward repeating viewings. It invents a new language, Na’vi, as ‘Lord of the Rings’ did, although mercifully I doubt this one can be spoken by humans, even teenage humans. It creates new movie stars. It is an Event, one of those films you feel you must see to keep up with the conversation.”

„‚Avatar‘ bietet nicht einfach nur sensationelle Unterhaltung. Er ist ein technischer Durchbruch. Er hat eine engagierte Pro-Umwelt und Anti-Krieg-Botschaft. Es ist in der Lage, einen Kult zu begründen. Er beinhaltet einen derartig visuellen Detailreichtum, dass er es verdient, mehrfach gesehen zu werden. Er erfindet eine neue Sprache, Na’vi, so wie es ‚Der Herr der Ringe‘ tat, obwohl ich glaube, dass diese nicht von Menschen, auch nicht von Teenagern, gesprochen werden kann. Er erschuf neue Filmstars. Er ist ein Ereignis, einer der Filme, die man gesehen haben muss, um mitzureden.“

Roger Ebert[68]

„James Cameron ist mit ‚Avatar‘ angetreten, die Welt zu verändern. Das schafft der Regisseur formal auch, sein Film begeistert als berauschende Technikdemonstration, selbst wenn auf inhaltlicher Ebene noch Luft nach oben gewesen wäre. Der Ansatz, sein knallbuntes Sci-Fi-Abenteuer als ein futuristisches ‚Pocahontas auf Pandora‘ zu trimmen, birgt zwar keine große Komplexität, hat aber durchaus seinen Charme. Ob ‚Avatar‘ nun Revolution oder ‚nur‘ Aufstand ist? Egal, dieses optisch bahnbrechende Werk ist ein Anfang in einer neuen Realität des Filmemachens.“

Carsten Baumgardt: filmstarts.de[69]

„Das Ereignis ist die Erschaffung von Pandora und die seiner Bewohner. […] Leider können die Charaktere mit der Vielfalt und Ausdifferenzierung dieses Kosmos nie recht Schritt halten. […] Das macht ‚Avatar‘ zwar nicht zum Film des Jahres oder gar des Jahrzehnts, wie hier und da schon trompetet wird, aber zu einem Spektakel, dem man sich unbedingt aussetzen sollte.“

Peter Körte: Frankfurter Allgemeine Zeitung[70]

„Überhaupt streift Cameron in ‚Avatar‘ alles, was die Welt gerade bewegt – die Angst vor dem ökologischen GAU, vor Kriegslüsternheit, vor der zerstörerischen Macht der skrupellosen Gier: Die Menschheit hat ihren Planeten heruntergewirtschaftet, auf also zur Eroberung neuer Kolonien. Die Na’vi erweisen sich als die besseren Menschen – weil sie im Einklang miteinander und mit allem um sie herum leben, weil sie nicht vergessen, dass Sterben traurig ist, wenn sie sich selbst verteidigen. […] So richtig fremde Welten, reiner Eskapismus – der ist nie bewegend, rührend und mitreißend. Das sind nur die Geschichten, in denen wir unsere Sehnsüchte und Ängste wiederfinden. Es gibt eben nichts von Wert außer Liebe, Ehre, Hoffnung – nicht hier und nicht im All.“

Susan Vahabzadeh: Süddeutsche Zeitung[71]

„Camerons lange erwartetes 3D-Abenteuer ist Spektakelkino alter Schule: dreist geklaut, vulgär erhaben und – wirklich mitreißend.“

Joachim Schätz: Falter[18]

„Keine Idee ist neu, kein Gefühl ist echt. Cameron – der schon 1994 zu Protokoll gab, er habe die Geschichte aus allem zusammengeschrieben, was er als Kind toll fand – jongliert ungelenk mit Versatzstücken von Romantik, Indianerfilm und Kolonialismuskritik und degradiert sie zu Abziehbildern.“

Oliver Lysiak: moviepilot[72]

„Genauso wie Tarzan und Old Shatterhand ist der Blauen-Retter Jake Sully ein weißer Mann, ein »weißer Messias« aus einer technorationalistischen Zivilisation, der die Eingeborenen zum Sieg führt. Sie brauchen ihn und seine Instrumente (siehe »Henry-Stutzen«), um gegen die Bösen zu kämpfen. Edgar Rice Burroughs und Karl May schrieben in einer Ära, in der die »Überlegenheit des weißen Mannes« eisernes Dogma war. Der überkorrekte Avatar- Regisseur James Cameron ist in die gleiche Falle getappt. Auch Jake Sully ist ein Kultur-Imperialist, bloß ein guter, ohne den die Blauen verloren wären. Danke, Bwana. So tief wie das teure Metall schlummert in diesem Film eine herablassende, ja rassistische Botschaft. Cameron verbeugt sich vor den edlen Wilden und reduziert sie doch zu Abhängigen.“

Josef Joffe: Die Zeit[73]

Einige konservative Kreise in den Vereinigten Staaten äußerten sich aufgrund der Handlung negativ über Avatar. So schrieb John Podhoretz in dem politischen Wochenmagazin The Weekly Standard: „‚Avatar‘ gehört zu den dümmsten Filmen, die ich je gesehen habe, er zeigt brutale US-Militärs im Kampf gegen edle Wilde – eine Konstellation wie in vielen Indianerfilmen.“ James Cameron habe „einen tiefen Antiamerikanismus, weil er die Zuschauer die Niederlage amerikanischer Soldaten herbeisehnen lasse.“[74]

Die genau entgegengesetzte Bewertung nimmt die linksliberale US-amerikanische Publizistin Naomi Wolf vor: „Gibt es bei Nationen psychologische Prozesse im Freudschen Sinne – wie z. B. kollektive Egos, die verletzt werden, und verdrängte Schuldgefühle –, ganz so, wie das bei Menschen der Fall ist? Ich glaube ja. Mehr noch: Oft spiegelt die ‚irrationale Traumarbeit‘ einer Nation ihren tatsächlichen Zustand wahrheitsgetreuer wider als ihr ‚Ich‘ – ihre offiziellen Verkündigungen oder diplomatischen Erklärungen. […] Statt klassischer Bilder der US-Kavallerie, die sich mutig auf die Wilden wirft, oder anständiger amerikanischer Landser, die tapfer Nazinester ausheben, werfen hier gelangweilte Technokraten im Schutze unzähliger Schichten von Technologie Brandbomben auf grüne Täler und schlachten so unterschiedslos feindliche Krieger und wehrlose Frauen und Babys ab, während sie an ihrem Kaffee nippen. […] Ironischerweise dürfte dieser Hollywood-Film mehr dazu beitragen, das verdrängte Wissen der Amerikaner über die Seichtigkeit ihrer nationalen Mythologie zu exhumieren als alle Leitartikel, College-Kurse oder selbst Proteste außerhalb der amerikanischen Grenzen.“[75]

Reaktion der chinesischen Regierung[Bearbeiten]

In China rief der Erfolg des Filmes die Medienbehörde auf den Plan. Nachdem der Film seit Anfang Januar zunächst auch in chinesischen Kinos zu sehen war, sollte er seit dem 22. Januar ursprünglich nur noch in der 3D-Version zu sehen sein. In der Volksrepublik ist jedoch nur gut jeder achte Kinosaal mit 3D-Technik ausgestattet,[76] was die chinesische Regierung schließlich zu einer Sonderregelung für Städte ohne 3D-Kinos bewegte, in denen der Film nun doch weiter aufgeführt werden darf.[77]

Da es in der Handlung des Filmes mit der Zwangsumsiedlung der Bewohner Pandoras durchaus Parallelen zur chinesischen Praxis bei Großbauprojekten im Land gibt, fürchteten die Verantwortlichen in China möglicherweise eine Unruhe im Volk oder sahen in dem Film gar eine Anstachelung zur Gewalt.[56] Die chinesische Kolumnistin Hung Huang schrieb in der China Daily dazu: „All die erzwungenen Umsiedlungen alter Nachbarschaften in China machen uns heute zu den einzigen Erdenbürgern, die wirklich das Leid der Na'vi nachempfinden können.“[76] Gegen dieses Motiv spricht jedoch der späte Zeitpunkt der Regelung knapp drei Wochen nach Erscheinen des Films, als bereits sehr viele den Film gesehen hatten. Ein anderer Grund für die Teilzensur des Filmes hätte sein können, dass verhindert werden sollte, dass Avatar den Erfolg des in China produzierten und am 28. Januar 2010 erschienenen Films Confucius verringerte.[78]

Geplante Fortsetzungen[Bearbeiten]

Im Juni 2006 kündigte James Cameron an, dass er Avatar gerne als Trilogie herausbringen würde, falls der erste Teil erfolgreich sein sollte.[79] Aufgrund des großen Erfolgs des Films verkündete Cameron Mitte Dezember 2009, dass er nun an einer Trilogie arbeiten würde. Zwar seien die Drehbücher noch nicht geschrieben, aber eine konkrete Vorstellung von der Handlung habe er schon.[80]

Im März 2010 betonte James Cameron noch einmal sein Interesse daran, eine Fortsetzung zu Avatar zu drehen. Da Jake Sully inzwischen keinen menschlichen Körper mehr benötigt, kündigte Cameron bereits eine Titeländerung an und brachte den Namen Na’vi ins Gespräch.[81] Gerüchte um eine baldig erscheinende Fortsetzung zerstreute Cameron ebenfalls im März 2010. Er möchte möglichst viel Zeit vergehen lassen, bevor der nächste Film in den Kinos erscheint, eine Umsetzungsdauer von vier Jahren hält er ab Produktionsbeginn für realistisch.[82]

Zwar sprach Cameron zu Beginn der Produktion von Avatar – Aufbruch nach Pandora immer von einer Trilogie, inzwischen ist er sich über die Anzahl der Filme aber nicht mehr so sicher und sagte auch, theoretisch seien mehr als zwei Fortsetzungen möglich, da viele Elemente aus dem ersten Film für später aufgehoben worden seien.[83][84]

Im April 2012 wurde der Start des zweiten Films der Reihe verschoben, er soll nun nach Angaben des Produzenten Jon Landau erst 2015 veröffentlicht werden.[85][86]

Roman[Bearbeiten]

James Cameron bestätigte in einem Interview Anfang August 2010, dass er damals am Roman zum Film schrieb, dessen Veröffentlichung für Ende 2010 oder Anfang 2011 geplant gewesen war.[48]

Im August 2013 vereinbarte Cameron mit Steven Gould eine Übereinkunft für vier auf Avatar basierende Romanfortsetzungen.[87]

Soundtrack[Bearbeiten]

Für die Filmmusik engagierte Produzent James Cameron, wie bei ihrem gemeinsamen Welterfolg Titanic, den Amerikaner James Horner. Dieser schrieb eine orchestrale Partitur mit Einbeziehung zahlreicher Instrumente aus dem Bereich der Weltmusik und mit Solo- und Chorpassagen. Besonders betont sind Schlaginstrumente aller Art, weshalb die Musik in den actionreichen Filmpassagen sehr rhythmisch und dynamisch wirkt. Die Filmmusik wurde von der Kritik dennoch mit einem gemischten Urteil aufgenommen. Sie untermale die exotische Kulisse Pandoras recht schlicht durch Ethno-Einflüsse. Besonders die Chorpassagen hätten ein starkes afrikanisches Flair, die Solostimmen erweckten Erinnerungen an nah- und fernöstliche Sangestraditionen. Dazu schreibt das Online-Magazin Original Score: „Leider fällt Horner dabei in dieselbe Falle, in die schon viele Komponisten getappt sind: Sie setzen außerirdisch mit exotisch und damit mit ethnisch gleich. Die musikalische Vorstellungskraft der Kinobesucher reicht in ihren Augen nur so weit, dass jedes extraterrestrische Setting mit terrestrischer Konvention in der Musik ausreichend untermalt ist.“[88]

Sowohl die Filmmusik von James Horner als auch der Soundtrack-Titel I See You von Leona Lewis wurden für einen Golden Globe Award nominiert. Die Filmmusik erhielt außerdem eine Oscar- und eine BAFTA-Nominierung.

  • Avatar – Music from the Motion Picture. Atlantic Records 2009 (UPN 0-7567-89576-1-1). Filmmusik eingespielt unter der Leitung von James Horner.
Soundtrackliste
  1. James Horner – „You don’t dream in cryo. …“
  2. James Horner – Jake enters his avatar world
  3. James Horner – Pure spirits of the forest
  4. James Horner – The bioluminescence of the night
  5. James Horner – Becoming one of „The People“ Becoming one with Neytiri
  6. James Horner – Climbing up „Iknimaya – The Path to Heaven“
  7. James Horner – Jake’s first flight
  8. James Horner – Scorched earth
  9. James Horner – Quaritch
  10. James Horner – The destruction of Hometree
  11. James Horner – Shutting down Grace’s lab
  12. James Horner – Gathering all the Na’vi clans for battle
  13. James Horner – War
  14. Leona Lewis – I See You (Theme from Avatar)

Auf der offiziellen Website des Avatar-Soundtracks ist es möglich, sich den Bonustrack „Into the Na’vi World“ anzuhören, der nicht auf der Soundtrack-CD oder dem MP3-Album zu finden ist.

Die Musik im Avatar-Trailer stammt von Steve Jablonsky und Audiomachine.

Trivia[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jody Duncan, Lisa Fitzpatrick: AVATAR. Der Film – Das Making of. Knesebeck, München 2010, ISBN 978-3-86873-269-6. (Mit über 500 Bildern und Skizzen)
  •  Lisa Fitzpatrick: Avatar. James Cameron. Die Entdeckung einer neuen Dimension. Knesebeck, München 2010, ISBN 978-3-86873-189-7. (Offizielles Begleitbuch zum Film)
  • Inge Kirsner: AVATAR. Simulationen der Freiheit. In: Thomas Bohrmann, Werner Veith, Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und Populärer Film. Band 3. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2012, ISBN 978-3-506-77535-1, S. 169-179.
  • Simon Spiegel: Das blaue Wunder. Naturalisierung, Verfremdung und digitale Figuren in James Camerons "Avatar", in: Fremde Welten. Wege und Räume der Fantastik im 21. Jahrhundert, herausgegeben von Lars Schmeink und Hans-Harald Müller, DeGruyter Verlag, Berlin und Boston 2012, S. 203–222. ISBN 978-3-11-027655-8, PDF online.
  • Maria Wilhelm, Dirk Mathison: James Camerons Avatar. Der Survival-Guide für Pandora. riva, München 2010, ISBN 978-3-86883-096-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Avatar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b FSK-Freigabebescheinigung für Avatar. Abgerufen am 29. Dezember 2009 (PDF; 81 kB).
  2. Freigabe der Jugendmedienkommission
  3. Einspielergebnisse von Avatar. Inside Kino, abgerufen am 25. April 2010.
  4. http://www.zeit.de/newsticker/2010/4/26/iptc-bdt-20100426-435-24641114xml
  5. a b c http://www.imdb.com/title/tt0499549/trivia
  6. Judy Hevrdejs, Mike Conklin: Channel 2 has Monday morning team in place. In: Chicago Tribune, 9. August 1996. Abgerufen am 15. Februar 2014. 
  7. Randy McMullen, Joe Garofoli: People. In: Contra Costa Times, 9. August 1996. Abgerufen am 22. Dezember 2006. 
  8. Mike Sampson: Cameron's Project 880 is… In: JoBlo.com. 17. Januar 2006, abgerufen am 29. Dezember 2009.
  9. Sheigh Crabtree: Cameron comes back with CG extravaganza. The Hollywood Reporter, 7. Juli 2006, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  10. Lynn Smith: Special-Effects Giant Signs on for 'Avatar'. In: Los Angeles Times, 4. August 2006. Abgerufen am 15. Februar 2014. 
  11.  Jody Duncan, James Cameron: The Winston Effect: The Art History of Stan Winston Studio. Titan Books (UK), Oktober 2006, ISBN 1-84576-150-2.
  12. Jen Waters: Technology adds more in-depth feeling to the movie experience. In: The Washington Times, 28. September 2006. Abgerufen am 22. Dezember 2006. 
  13. Anne Thompson: Cameron sets live-action, CG epic for 2009. In: The Hollywood Reporter. 9. Januar 2007, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  14. James Cameron stellt das Universum auf den Kopf – und wie! 29. Juni 2006, abgerufen am 29. Dezember 2009.
  15. James Cameron en Chine pour faire la publicité de son film « Avatar »People daily, 24. Dezember 2009 (Französisch)
  16. Lauren Davis: Did James Cameron Rip Off Poul Anderson’s Novella? In: /Film. 26. August 2009, abgerufen am 27. Juli 2011 (englisch).
  17. filmstarts.de: "John Carter" Vs. "Star Wars" Vs. "Avatar": Wer klaut hier eigentlich von wem?, abgerufen am 7. März 2012
  18. a b Joachim Schätz: Avatar – Aufbruch nach Pandora. Falter, abgerufen am 29. Dezember 2009
  19. Brendon Connelly: Everything We Know About James Cameron’s Avatar. In: /Film. 8. Juni 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  20. Roger Dean: What the world is saying about Avatar. Abgerufen am 15. Januar 2010 (englisch).
  21. James White: Avatar and Roger Dean. Abgerufen am 15. Januar 2010.
  22. Charlie Jane Anders: Did Prog Rock's Greatest Artist Inspire Avatar? All Signs Point To Yes. Abgerufen am 15. Januar 2010 (englisch).
  23. daily swarm: Did Yes' Cover Artist Roger Dean Inspire Avatar's Moons? Abgerufen am 15. Januar 2010 (englisch).
  24. Sharon Waxman: Computers Join Actors in Hybrids On Screen. In: The New York Times. 9. Januar 2007, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  25. Harry interviews James Cameron regarding AVATAR - Part 1! 9. Januar 2007, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  26. Deutsche Synchronkartei: Avatar - Aufbruch nach Pandora, abgerufen am 13. November 2011.
  27. Dominic Patten: 'Avatar's' True Cost -- and Consequences. 3. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  28. Carl DiOrio: 'Avatar' eyeing big boxoffice bow. 15. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  29. Harry interviews James Cameron regarding AVATAR – Part 1! 9. Januar 2007, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  30. Yahoo Movies: „Creating the World of Pandora“(22:55) 19. Januar 2010, abgerufen am 22. Januar 2010
  31. IBN Live: „Cutting edge tech and the making of Avatar“ 26. Dezember 2010, abgerufen am 25. Januar 2010
  32. Examiner.com: „Avatar: behind the scenes with virtual camera man“ 30. Dezember 2010, abgerufen am 25. Januar 2010
  33. Sharon Waxman: Computers Join Actors in Hybrids On Screen. In: The New York Times. 9. Januar 2007, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  34. Jim Ericson: Processing AVATAR. Auf Information-Management.com, 21. Dezember 2009. Abgerufen am 12. Februar 2010.
  35. Dustin Kirkland: 35,000-Core Ubuntu Farm Renders Avatar. 18. Januar 2010, abgerufen am 12. Februar 2010.
  36. http://www.digitalmedia-world.com/index.php?option=com_content&view=article&id=1925:avatar-pandoras-tool-box&catid=90:lead-story-of-the-day
  37. http://www.cinefacts.de/kino/film/32662/10/avatar_aufbruch_nach_pandora/produktion_der_feinschliff/infodetails.html
  38. Todd Longwell: These visual effects experts push the technical envelope. 16. November 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  39. Heath Firestone: The Future of Motion Capture. 2. September 2008, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  40. The AVATAR Teaser Is Here!! 20. August 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  41. a b 'Avatar' preview day builds global buzz. 21. August 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  42. Run auf Tickets für „Avatar“-Day: Website bricht zusammen. 18. August 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009.
  43. Erstmals exklusive Vorführung von Filmausschnitten. 21. August 2009, abgerufen am 21. August 2009.
  44. Hartmut Gieselmann: DRM-Chaos verhindert 3D-Vorpremieren von Avatar. heise, 17. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009.
  45. a b Producer Jon Landau Talks About The 'Avatar' DVD Release, 3D Technology & 'Titanic'
  46. Karsten Serck: “Avatar” Blu-ray Disc & DVD-Details. In: areadvd.de. 16. März 2010.
  47. Avatar: Wiederaufführung Dt. Kinostart auf Offizielle Deutsche Avatar Facebook Seite, abgerufen am 8. Juli 2010.
  48. a b James Cameron Interview auf Marketsaw, abgerufen am 7. August 2010.
  49. „Avatar“ Rallying for Summer Re-Release auf NBCChicago.com am 12. März 2010, abgerufen am 16. März 2010.
  50. a b 'Avatar' re-release with extra footage coming? im Heat Vision Blog auf Hollywoodreporter.com am 11. März 2010, abgerufen am 16. März 2010.
  51. Avatar – Extended Collector’s Edition auf Blu-ray-com am 5. Oktober 2010, abgerufen am 5. Oktober 2010.
  52. http://www.areadvd.de/news/2009/03/01/james-camerons-avatar-erster-3d-film-auf-blu-ray-disc-ab-2010/
  53. Fast sieben Millionen für «Avatar», aber sonst... am 9. April 2012, abgerufen am 9. April 2012.
  54. Avatar. Box Office Mojo, abgerufen am 3. Januar 2010 (englisch).
  55. Dean Goodman, bearbeitet von Anthony Boadle: "Avatar“ leads box office, despite blizzard. 20. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  56. a b Avatar. Spielfilm.de, abgerufen am 20. Januar 2010 (deutsch).
  57. Box Office Mojo Artikel zu „Avatar". Abgerufen am 3. März 2010.
  58. „Avatar“ bei Box Office Mojo. Abgerufen am 15. August 2011 (englisch).
  59. Deutsche Kinocharts. Abgerufen am 25. Februar 2011.
  60. Deutsche Kinocharts. In: Kino.to. Abgerufen am 3. März 2010.
  61. Hanns-Georg Rodek: Blockbuster – Mit diesen Tricks wird „Avatar“ zum Rekord gedopt, Welt Online, 1. Februar 2010.
  62. Avatar. moviefone, abgerufen am 12. Januar 2010 (englisch).
  63. Ludwig Jovanovic: Kommentar: Warum „Avatar“ keinen Oscar bekommen konnte. RP Online, 8. März 2010, abgerufen am 9. März 2010.
  64. Dave Karger: Will it be Avatar?. In: Entertainment Weekly. 24. Januar 2010, abgerufen am 21. September 2010.
  65. http://www.rottentomatoes.com/m/avatar/
  66. Filmkritik auf Cinema.de. Abgerufen am 29. Dezember 2009.
  67. Moviereporter
  68. Roger Ebert: Filmkritik auf rogerebert.com. Abgerufen am 29. Dezember 2009.
  69. Filmkritik auf filmstarts.de. Abgerufen am 15. Februar 2014.
  70. Peter Körte: Filmkritik auf faz.net. Abgerufen am 29. Dezember 2009.
  71. Susan Vahabzadeh: Filmkritik auf sueddeutsche.de. Abgerufen am 29. Dezember 2009.
  72. Oliver Lysiak (Batzman): Warum Avatar ganz gewaltig nervt. moviepilot, 16. Dezember 2009, abgerufen am 15. Februar 2014.
  73. Josef Joffe: Kultureller Imperialismus in „Avatar“. In: Zeit Online, abgerufen am 25. Mai 2013
  74. The Weekly Standard, zitiert in Der Spiegel, 2/2010, S.100
  75. Naomi Wolf: Was uns der Film Avatar sagt. politik.de, 5. Februar 2010, abgerufen am 15. Februar 2010.
  76. a b „Avatar“ darf in China nur noch in 3D-Kinos gezeigt werden. heise online, 19. Januar 2010, abgerufen am 21. Februar 2010.
  77. Box Office Follower: Avatar 2D is back in China, 22. Januar 2010; abgerufen am 25. Januar 2010.
  78. Ebenso K. Hassine, Avatar and Property Rights, 2010
  79. Larry Carroll: 'Titanic' Mastermind James Cameron's King-Size Comeback: Two Sci-Fi Trilogies. 29. Juni 2006, abgerufen am 29. Dezember 2009 (englisch).
  80. „Avatar“ wird zur Trilogie. 23. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009.
  81. „Avatar 2“ ist möglicherweise „Na'vi". 15. März 2010, abgerufen am 15. März 2010.
  82. „Avatar 2“ frühestens 2015? 15. März 2010, abgerufen am 15. März 2010.
  83. „Avatar“: Mehr als zwei Fortsetzungen möglich. 15. März 2010, abgerufen am 15. März 2010.
  84. Cinema.de: James Cameron über "Avatar"-Sequel
  85. „Avatar“-Fortsetzung kommt frühestens 2015. 7. April 2012, abgerufen am 8. April 2012.
  86. Jon Landau klärt auf: "Avatar 2" + "Avatar 3" im Doppelpack, Teil 4 lässt auf sich warten. In: FirstShowing. MovieJones, 4. September 2012, abgerufen am 4. September 2012.
  87. Variety: James Cameron Taps Sci-Fi Author for ‘Avatar’ Novels, 22. August 2013
  88. Avatar – Eine Effektschlacht und ihre Musik. Original Score, 11. Dezember 2009, abgerufen am 13. April 2012 (Rezension des Soundtracks).
Vorgänger Film Nachfolger
Titanic (1997) Historisch erfolgreichste Filme (Einspielergebnis)
2010