Avers GR
| GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Avers zu vermeiden. |
| Avers | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Graubünden (GR) |
| Bezirk: | Hinterrhein |
| Kreis: | Avers |
| BFS-Nr.: | 3681 |
| Postleitzahl: | 7447 |
| Koordinaten: | 759344 / 14908946.4741629.5136141960Koordinaten: 46° 28′ 27″ N, 9° 30′ 49″ O; CH1903: 759344 / 149089 |
| Höhe: | 1'960 m ü. M. |
| Fläche: | 93.12 km² |
| Einwohner: | 171 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 2 Einw. pro km² |
| Website: | www.gemeindeavers.ch |
| Karte | |
Avers (rätoromanisch Avras) ist eine politische Gemeinde im oberen Teil des Averstals, einem Nebental des Hinterrheins. Die Gemeinde ist gleichzeitig auch ein Kreis im Bezirk Hinterrhein im Kanton Graubünden in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: Schrägrechts geteilt von Silber und Schwarz, in Silber ein springender schwarzer, rot bewehrter Steinbock
Das Wappen entspricht demjenigen des Kreises Avers, das nach einem Siegel der Landschaft gestaltet wurde: der stehende Steinbock wurde durch die Schrägteilung ergänzt, um das Wappen von demjenigen des Gotteshausbundes zu unterscheiden.
Name [Bearbeiten]
Das Avers (der Name der Gemeinde wird von den Einheimischen immer mit Artikel gebraucht und mit langem, dunklem A ausgesprochen) ist eine deutschsprachige Insel (Walserdeutsch) im ursprünglich rätoromanischen Sprachgebiet.
Geographie [Bearbeiten]
Mit 1960 m ü. M. ist Avers die höchste politische Gemeinde der Schweiz. Der zu Avers gehörige Weiler Juf gilt mit 2126 m ü. M. als höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung in Europa. Das ganze Obertal ab Cresta liegt über der Waldgrenze. In Cresta stehen die Schule (Primarschule, Einklassenschule für sechs Jahrgänge) und die Kirche.
Die Gemeinde besteht aus verschiedenen Fraktionen: Campsut (1668 m), Cröt (1715 m), Cresta (1958 m, Hauptort der Gemeinde), Pürt (1921 m), Am Bach (1959 m), Juppa (2004 m), Podestatsch Hus (2046 m) und Juf (2126 m).
Durch das Averstal fliesst der Averser Rhein.
Bevölkerung [Bearbeiten]
Sprachen [Bearbeiten]
Die einzige Amtssprache der Gemeinde ist Deutsch, da die Bevölkerung ursprünglich aus Walsern bestand. Vereinzelt wird Rätoromanisch oder Italienisch gesprochen.
Herkunft und Nationalität [Bearbeiten]
Von den Ende 2005 184 Bewohnern waren 179 (= 97,28 %) Schweizer Staatsangehörige.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Die Haupterwerbszweige sind Landwirtschaft und Tourismus. Hotels gibt es in Juf, Juppa und Cresta, Ferienwohnungen in jedem Weiler. In Juppa gibt es drei Skilifte; dort ist auch der Ausgangspunkt der grossen Langlaufloipe. Juf ist ein beliebter Ausgangspunkt für Skitouren, oder im Sommer für Wanderungen über diverse Pässe nach Bivio oder ins Bergell.
Das Wasser fast aller Bäche des Tals und des Nebentals Madris werden oberhalb von 1950 m durch Stollen in den Val-di-Lei-Stausee abgeleitet. Der See liegt zwar auf der Alpennordseite, aber auf italienischem Gebiet; die Staumauer dagegen in der Schweiz. Erst durch den Bau des Staudamms in den 50er Jahren kam das Tal zu einer modernen, asphaltierten Strasse.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Unter Denkmalschutz steht die reformierte Dorfkirche, auch als Edelweisskirche bekannt.
Durch das Avers führt die kulturhistorisch wertvolle Alte Averserstrasse. Sie ist die jüngste Strasse, da das Avers das letzte Tal Graubündens war, das eine Fahrstrasse erhielt. In einem gewaltigen Strassenbau-Programm wurden zwischen 1840 und 1897 alle Talschaften Graubündens mit vier bis fünf Meter breiten Strassen erschlossen. Für die Averser endeten damit auch die meisten ihrer beschwerlichen Einkaufsmärsche über den Madrisberg nach Savogno und Chiavenna.
Literatur [Bearbeiten]
- Johann Rudolf Stoffel: Das Hochtal Avers. 1. Aufl. 1938, Neuauflage 2004.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
