Avio

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Avio (Begriffsklärung) aufgeführt.

Die Avio S.p.A. ist ein italienischer Hersteller von Triebwerken und Turbinen für Flugzeuge und Schiffe. Die Firma ist auch in der Raumfahrt tätig. Die Besitzverhältnisse sind zu 70 % bei der Equity-Gruppe Cinven und zu 30 % bei der italienischen Finmeccanica.

Das Trainingsunternehmen avio (Freiburg) hat keine Verbindungen zur Avio S.p.A.

Geschichte[Bearbeiten]

Fiat in Turin begann 1908 mit dem Bau von Flugmotoren und gründete 1916 zur Herstellung von Flugzeugen die Tochtergesellschaft Società Italiana Aviazione (SIA). Die SIA wurde 1918 in Fiat Aviazione umbenannt und baute in den folgenden Jahrzehnte eine Reihe von zivilen und militärischen Maschinen. Ab den 1950er Jahren kam der Bau von Strahltriebwerken in der Lizenz hinzu, gefolgt vom Bereich Raumfahrt, wo man bis heute Raketentriebwerke herstellt. Die Aeritalia entstand 1969 als Tochterfirma von Fiat und den Flugzeugbausparten des Finmeccanica-Konzerns (Aerfer und Salmoiraghi). Der Fiat-Flugzeugbau ging 1972 ganz in der Aeritalia auf, während der Triebwerkbau im Mutterkonzern bei Fiat Aviazione verblieb, die in den 1970er Jahren u. a. an der Entwicklung und Herstellung des Turbo-Union RB199 für den Tornado beteiligt waren.

Nachdem in den 1980er Jahren eine gewisse unternehmenspolitische Autonomie erlangt wurde, wurde der Fiat-Triebwerkbau 1989 im Rahmen der Neuordnung der Industrielandschaft Italiens als FiatAvio S.p.A. ausgegliedert. Zunächst noch selbstständiges Unternehmen, ging es 2003 als Avio S.p.a in den Besitz von Finmeccanica und der amerikanischen Investmentgruppe Carlyle Group über. 2006 ging der Carlyle-Anteil für 2,57 Mrd. € in den Besitz des Private Equity-Funds Cinven.

Gegenwart[Bearbeiten]

Avio beschäftigt heute (20xx) in zehn Niederlassungen 4800 Menschen in Italien und im Ausland. Das Unternehmen ist vor allem als Zulieferer von Modulen und Komponenten für Flugzeugmotoren tätig und produziert manche auch in Lizenz. Es stellt auch Feststoffraketenantriebe her. Darüber hinaus hat Avio eine wichtige Rolle bei der Wartung und Überholung von Triebwerken. Bei Schiffsmotoren ist Avio ein bedeutender Partner von General Electric. Im Jahr 2003 setzte Avio 1,3 Mrd. Euro um. 48 % des Umsatzes entfallen auf zivile Flugzeugtriebwerke, 31 % auf den militärischen Bereich, 13 % auf die Raumfahrt und 8 % auf Wartungs- und Reparaturarbeiten.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]