Aviv Geffen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Aviv Geffen

Aviv Geffen (hebräisch ‏אביב גפן‎‎;) (* 10. Mai 1973 in Ramat Gan) ist ein israelischer Popmusiker.

Leben[Bearbeiten]

Geffen ist der Sohn des israelischen Dichters Jonathan Geffen und mütterlicherseits ein Großneffe des ehemaligen israelischen Generals und Ministers Moshe Dayan. Er engagiert sich für einen echten Frieden zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten. Geffen wird häufig als Wehrdienstverweigerer bezeichnet, wurde tatsächlich aber aus medizinischen Gründen vom Militärdienst befreit. Er ist bekennender Atheist.[1]

Für viele Jugendliche in Israel wurde Geffen seit den frühen 1990er Jahren zum Idol. In seinen Songtexten thematisiert Geffen auch Probleme von Gewalt, Drogen und Alkohol. Am 4. November 1995 trat er vor Tausenden von Menschen auf jener Friedenskundgebung in Tel Aviv auf, bei der Jitzchak Rabin nach seiner Friedensrede ermordet wurde. Geffen stand damals nur vier Meter vom Geschehen entfernt. Er bezeichnet seitdem den Augenblick des Attentats als »dramatischsten Moment seines Lebens«, der ihn zum Friedensaktivisten werden ließ.[2] Erlebnisse wie dieses hat Geffen in mehreren Songs verarbeitet, z. B. Liwkot lecha (To cry for you). Dieser Song gilt inzwischen als Synonym für diesen Abend.

Nach einigen Soloplatten, die fast ausschließlich in Israel erfolgreich waren, ihn dort aber zum Star gemacht hatten, wagte er sich 2004 zusammen mit Steven Wilson von Porcupine Tree als Mitglied der Band Blackfield zum ersten Mal auf den internationalen Musikmarkt. Daneben arbeitet Aviv Geffen gelegentlich mit dem israelischen Bandprojekt Metropolin zusammen. Am 28. August 2009 erschien auch in Deutschland das von Trevor Horn produzierte erste englischsprachige Soloalbum Geffens.[3] Im Januar 2009 präsentierte er bereits einige Lieder dieses Albums auf einer Deutschlandtour, u.a. Black and White, Silence, It’s Alright und October Song. Im November 2009 tourte Geffen erneut durch deutsche Großstädte, sowie Utrecht und Wien. 2010 ist er als Special Guest mit Nena auf deutschen Bühnen zu sehen.[4]

Diskographie (Solo)[Bearbeiten]

Steven Wilson und Aviv Geffen (rechts), 2004
  • זה רק אור הירח (Ze Rak Or haJare'ach [It's Only The Moonlight], 1992)
  • עכשיו מעונן (Achschaw Me'unan [It's Cloudy Now], 1993)
  • III אביב גפן (Aviv Geffen III) (1994)
  • שומקום (Schumakom [Nowhere], 1995)
  • המכתב (haMichtav [The Letter], 1996)
  • ירח מלא (Jare'ach Male [Full Moon], Best-Of-Album 1997)
  • חלולים (Chalulim [Hollowed], 1998)
  • לילות לבנים (Leilot Lewanim [White Nights], 1999)
  • יומן מסע (Joman Masa [Journey], 2000)
  • ממנטו מורי (Memento Mori, 2002)
  • עם הזמן (Im haZman [With the Time], 2006)

Filme[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aviv Geffen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aviv Geffen: Ich stehe für ein neues Judentum, Focus, 2. September 2009
  2. Video: »›Stop the war.‹ Israels Rockstar Aviv Geffen in Deutschland«, Spiegel Online, 13. Januar 2009, 2:53 Min., Videobericht zur Deutschlandtournee 2009
  3. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/neonlicht/1019517/
  4. http://www.myspace.com/avivgeffen