Avord

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Avord
Wappen von Avord
Avord (Frankreich)
Avord
Region Centre
Département Cher
Arrondissement Bourges
Kanton Baugy
Koordinaten 47° 2′ N, 2° 39′ O47.0330555555562.6533333333333172Koordinaten: 47° 2′ N, 2° 39′ O
Höhe 147–196 m
Fläche 27,98 km²
Einwohner 2.765 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 99 Einw./km²
Postleitzahl 18520
INSEE-Code
Website http://www.ville-avord.fr

Avord ist eine französische Gemeinde mit 2765 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Cher in der Region Centre. Sie gehört zum Kanton Baugy und zum Kommunalverband Communauté de communes de la Septaine.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Avord liegt im Berry an der Yèvre, 20 Kilometer südöstlich von Bourges und 7,8 Kilometer südwestlich des Kantonshauptorts Baugy, zwischen den Nachbargemeinden Farges-en-Septaine im Nordwesten und Jussy-Champagne im Süden.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

In alten Urkunden hieß Avord noch „Vor“ (1064), 1123 war es schon „Avor“, 1219 „Avorz“, dann „Avour“ (1409) und seit 1507 „Avord“.

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: [3])
1793 1800 1872 1906 1931 1936 1946 1954 1962 1968 1982 2006
370 307 452 502 580 1019 1002 2007 1908 2132 2492 2646


2006 hatte Avord siebenmal so viele Einwohner wie 1793. Die Einwohnerzahl stieg sprunghaft zwischen 1931 und 1936, und zwischen 1946 und 1954 an.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen ist durch einen horizontalen weißen (silbernen) Wellenbalken geteilt. Im oberen Teil ist auf blauem Grund ein griechisches Kreuz zu sehen auf dem in einem Kreis ein Lamm mit Fahne dargestellt ist. Das Griechische Kreuz findet sich auch im Giebel der Kirche. Das Lamm im Wappen hat allerdings nicht nur religiöse Bezüge sondern erinnert zugleich an die Zeit der Schafzüchter. Im unteren grünen Feld sind zwei goldene Flügel abgebildet, die auf die Luftwaffenbasis in der Nähe des Ortes hinweisen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die romanische Kirche Saint-Hugues stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist als Monument historique (classé MH) klassifiziert. In ihr befindet sich eine ebenfalls als Monument historique eingestufte Glocke von 1530.[4][5]
  • Avord ist mit zwei Blumen im Conseil national des villes et villages fleuris (Nationalrat der beblümten Städte und Dörfer) vertreten.[6] Die „Blumen“ werden im Zuge eines regionalen Wettbewerbs verliehen, wobei maximal drei Blumen erreicht werden können.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ein bedeutender Erwerbszweig in Avord ist die Landwirtschaft, vor allem der Anbau von Getreide. Um 1900 gab es noch viele Schafzüchter in Avord, aber sie sind bis heute praktisch verschwunden.

Im Nordwesten der Gemeinde, teilweise auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Farges-en-Septaine, befindet sich die Base aérienne 702 Avord, die zweitgrößte Luftwaffenbasis der Französischen Luftstreitkräfte.

Der Bahnhof von Avord liegt an der elektrifizierten Eisenbahnstrecke von Vierzon nach Saincaize, Teilstrecke der Verbindung NantesLyon, und wird bedient von der Eisenbahngesellschaft TER Centre.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1977 besteht eine Städtepartnerschaft mit Aindling in Bayern, seit 2009 mit der belgischen Gemeinde Beauvechain.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Auf dem Luftwaffenstützpunkt wurde 1880 als Tochter eines Hauptmanns Élisabeth Catez geboren, die spätere Karmelitin und Mystikerin Elisabeth von der Dreifaltigkeit (Élisabeth de la Trinité, 1880–1906).[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. die CC la Septaine auf der offiziellen Webpräsenz von Vornay (französisch) Abgerufen am 28. Februar 2010
  2. Avord auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 28. Februar 2010
  3. Avord auf Cassini.ehess.fr (französisch)
  4. Avord in der Base Mérimée des Ministère de la Culture (französisch) Abgerufen am 28. Februar 2010
  5. Avord in der Base Palissy des Ministère de la Culture (französisch) Abgerufen am 28. Februar 2010
  6. Cher (18) Palmarès des communes labellisées (französisch)
  7. Chronologie Élisabeth de la Trinité