Axa

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Dieser Artikel behandelt das französische Versicherungsunternehmen; für weitere Bedeutungen siehe Axa (Begriffsklärung).
Axa S.A.
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Rechtsform Société Anonyme
ISIN FR0000120628
Gründung 1817
Sitz Paris, Frankreich

Leitung

Mitarbeiter 157.037 (2013)[2]
Umsatz 90,1 Mrd. EUR (2012)[3]
Gewinn 4,2 Mrd. EUR (2012)[3]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Branche Versicherungen
Website www.axa.com

Die Axa S.A. ist ein französisches Versicherungsunternehmen mit Paris als Hauptsitz. Die Aktiengesellschaft versichert Privatpersonen und Unternehmen.

Konzernprofil[Bearbeiten]

Die Axa-Gruppe ist einer der größten internationalen Versicherungskonzerne und Kapitalverwalter der Welt. Mit Schwerpunkten in Westeuropa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum verwaltet Axa (Stand 31. Dezember 2010) ein Vermögen von 1,1 Billionen Euro. Das Unternehmen erzielte 2011 (2010) einen Umsatz von 86,1 (91) Mrd. Euro. Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit betrug 2010 rund 3,9 Mrd. Euro.

Der Axa-Konzern zählt mit in Deutschland erzielten Einnahmen in Höhe von 10,6 Mrd. Euro (2011) und 10.898 Mitarbeitern zu den führenden Erstversicherern und Finanzdienstleistern in Deutschland.[4] Seine Geschäftstätigkeit definiert das Unternehmen mit „Vorsorge, Vermögensmanagement, Versicherung“. Dazu zählen in erster Linie Schaden- und Unfallversicherungen, private Vorsorgeformen wie Lebens- und Krankenversicherungen, betriebliche Altersvorsorgelösungen sowie Vermögensanlagen und Finanzierungen. Die Angebotspalette richtet sich an Privatkunden sowie an Firmen- und Gewerbekunden gleichermaßen.

Die Stammaktie der Axa ist an der Pariser Börse gelistet und wird unter dem Symbol Axa gehandelt. An der New Yorker Börse ist die Axa auch als ADS unter dem Tickersymbol Axa gelistet.

Geschichte[Bearbeiten]

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1816/1817 wurde das Unternehmen unter dem Namen Mutuelle de L’assurance contre L’incendie in Frankreich gegründet. 1978 wurde die Compagnie Parisienne de Garantie und 1982 wurde die Drouot Group in Frankreich erworben.

Teil der Axa-Gruppe, deren Firmenname Axa 1985 angenommen wurde, ist die Axa Deutschland, deren Vorstandsvorsitzender seit dem 1. Mai 2012 Dr. Thomas Buberl ist, der vorher CEO der Zürich Financial Services Switzerland war. Vom 1. Januar 2007 an hatte Frank Keuper diese Position inne, der bereits seit 2004 in dieser Funktion bei der DBV-Winterthur tätig war. Bis August 2005 war Claus-Michael Dill Vorstandsvorsitzender von Axa Deutschland.[5] Er folgte Eugène Teysen, der zuvor bei dem belgischen Finanzdienstleister Fortis im Vorstand saß.

Als Konsequenz der Terroranschläge am 11. September 2001 kündigte der Axa-Konzern seine 850 Millionen Euro schwere Ausfall-Versicherung für die WM 2002 der FIFA.

2005 gab der Axa-Konzern bekannt, im Rahmen von Pilotprojekten einzelne Arbeitsabläufe der internen Verwaltung – zum Beispiel innerhalb der Gehaltsabrechnung – nach Indien und Lettland zu verlagern. Arbeitsprozesse, die die Schadenbearbeitung tangieren, waren von diesem so genannten „Off Shoring“ nicht betroffen.

Am 14. Juni 2006 wurde bekanntgegeben, dass Axa die schweizerische Winterthur von der Credit Suisse für 7,9 Milliarden Euro übernehmen wird. Somit stieg der bis dahin zweitgrößte Versicherungskonzern Europas an die erste Stelle und überholte nach Einnahmen und Umsatz deutlich die deutsche Allianz, welche mit dem Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank zu Beginn 2009 den Umsatz reduzierte. Drittgrößte Versicherungsgruppe in Europa ist die italienische Generali.

Im Juni 2007 verkaufte Axa ihr Niederlande-Geschäft an den dortigen Wettbewerber SNS Reaal für 1,75 Mrd. Euro. Im Rahmen der Transaktion übernehmen die Utrechter auch die niederländischen Aktivitäten der Axa-Tochter DBV-Winterthur.[6]

Tochtergesellschaften[Bearbeiten]

Die AXA Gruppe weltweit

Axa Deutschland[Bearbeiten]

1994 gründete der Axa Konzern in Deutschland den Direktversicherer Axa Direkt in Dreieich als 100-prozentige Tochter der Axa Direct Holding, Paris. Damit war die Marke Axa erstmals im größten europäischen Versicherungsmarkt präsent. 1997/1998 erfolgte der Zusammenschluss von Axa Direkt und Tellit Direct zu Axa Tellit Direkt und 1998 erhielt die Direktversicherung mit dem Namen „Sicher Direct“ ein eigenständiges Profil im Axa Konzern. Der Name sollte das Konzept deutlich machen und wurde auch in Frankreich und Spanien von den dortigen Direktversicherern geführt (Direct Assurance und Direct Seguros).

Der Axa-Konzern ist in Deutschland erst mit der Übernahme der Colonia allgemein bekannt geworden. Die Colonia-Versicherungsgruppe wurde 1839 in Köln gegründet und 1997 von der Axa übernommen. In den Anfangsjahren firmierte das Unternehmen noch unter dem Namen Axa-Colonia. Die heutige deutsche Axa beschäftigt rund 11.500 Mitarbeiter, die etwa 16 Millionen Verträge von 8 Millionen Kunden betreuen. International auf allen fünf Kontinenten in mehr als 60 Ländern beschäftigt die Axa rund 216.000 Mitarbeiter und Vermittler, die zirka 80 Millionen Kunden betreuen.

Eine 100-%-Tochter der Axa Deutschland ist die Deutsche Ärzteversicherung (DÄV). Firmierung des Vertriebes der DÄV erfolgt als Deutsche Ärzte Finanz. Der Marktanteil der Deutschen Ärzteversicherung wird auf 12 % geschätzt. Im Zusammenhang mit der Übernahme der DBV-Winterthur mit einem Marktanteil von ca. 40 % (insbesondere Arzthaftpflicht) im Ärztesegment nimmt die Axa zukünftig hier eine führende Position ein.

Durch die Übernahme der Winterthur-Versicherung und damit der deutschen Tochter DBV-Winterthur eröffneten sich für die Axa neue Geschäftsfelder im Bereich „öffentlicher Sektor“, eine der Kernkompetenzen der DBV. Üblicherweise verfolgt die Axa eine Ein-Marken-Strategie (alles unter einem Markennamen). Für den „öffentlichen Sektor“ wird die Marke DBV weiterhin verwendet.

Im Jahr 1983 wurde das Tochterunternehmen AXA-Millésims gegründet, treibende Kraft der Weinbrancheninvestments war der damalige Generaldirektor von AXA, Claude Bébéar. Christian Seely ist verantwortlich für die Weingüter der AXA-Gruppe, wie Château Pichon-Longueville-Baron,Château Suduiraut, Domaine de l’Arlot, Château Petit-Village Pomerol, Quinta do Noval u.a.

Ein weiteres Tochterunternehmen ist die Deutsche Akademikerfinanz.

Axa Winterthur[Bearbeiten]

DBV-Axa in Wiesbaden

Die AXA Versicherungen AG (AXA Winterthur), ging Ende 2006 aus dem Schweizer Stammhaus der durch AXA übernommenen Winterthur Group hervor. Mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent ist die AXA Versicherungen die Nummer 1 im Schweizer Versicherungsmarkt. Die Produktpalette umfasst Personen-, Sach-, Haftpflicht-, Fahrzeug-, Kredit- und Reiseversicherungen sowie Vorsorgelösungen für Private und Unternehmen.

Das Unternehmen beschäftigt rund 4'300 Mitarbeiter. Im Vertriebsnetz mit rund 300 selbstständigen Generalagenturen und Agenturen sind zudem rund 2'900 externe Mitarbeiter für AXA Versicherungen tätig. Mit um die 1,7 Millionen Versicherten erzielte AXA Versicherungen 2009 ein Prämienvolumen von 10,233 Milliarden Schweizer Franken.

Axa im Vereinigten Königreich[Bearbeiten]

AXA bietet im Vereinigten Königreich als AXA Insurance, AXA Investment Managers und AXA PPP Healthcare verschiedene Dienstleistungen.

Axa Isle of Man[Bearbeiten]

Die AXA Isle of Man Limited wurde ursprünglich als eine Tochtergesellschaft der AXA Sun Life im Vereinigten Königreich erstellt, aber da die Isle of Man kein Teil des Vereinigten Königreichs ist wird es von den Gesetzen der Isle of Man geregelt.

Axa Canada[Bearbeiten]

AXA Canada bietet Versicherungsdienstleistungen über ein Netz von Tochtergesellschaften, die in den verschiedenen kanadischen Regionen wie Québec, Ontario, Western Canada und Atlantic Canada. Im Jahr 2009 hatte das Unternehmen insgesamt rund 2.300 Mitarbeiter und 4.000 Makler und Berater. Der Hauptsitz befindet sich in Montreal, Quebec.

Kritik[Bearbeiten]

Im Herbst 2012 geriet das Unternehmen in Deutschland in die öffentliche Kritik, da es Sonderkonditionen und Rabatte für CDU-Mitglieder gewährte.[7] In Frankreich finanzierte Axa ein ultrakonservativ- katholisches Netzwerk von Abtreibungsgegnern und Schwulenfeinden, das massiv gegen die Homoehe mobilisierte.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: AXA – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.axa.com/fr/gouvernance/structure/remuneration/conseil/
  2. AXA Social Data Report 2013
  3. a b http://www.axa.com/lib/fr/uploads/cp/groupe/2013/AXA_CP_20130221.pdf Résultats annuels 2012
  4. AXA Jahresreport 2011 (PDF-Datei; 2,49 MB)
  5. Claus-Michael Dill, in: Internationales Biographisches Archiv 41/2005 vom 15. Oktober 2005, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  6. 4. Juni 2007: AXA verkauft Niederlande-Geschäft für 1,75 Mrd Euro an SNS Reaal
  7. Hamburger Abendblatt: Opposition empört über Axa-Rabatt für CDU-Mitglieder
  8. Hans Woller: Tea-Party in Frankreich. Der Kulturkampf um die Homoehe. Deutschlandfunk Dossier, Hintergrund Kultur, 1.8.2014, 19:15 Uhr, Sendemanuskript.