Axel Prahl

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Axel Prahl (2008)

Axel Prahl (* 26. März 1960 in Eutin) ist ein deutscher Schauspieler und Musiker.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Axel Prahl wuchs in Neustadt in Holstein mit einem Bruder auf. Seine Mutter war Verkäuferin, der Stiefvater arbeitete beim Arbeitsamt. Eine Ausbildung in einem Metallberuf brach er nach einem Jahr ab, lebte als Straßenmusiker in Spanien, holte sein Fachabitur nach und studierte fünf Semester Musik und Mathematik an der Pädagogischen Hochschule Kiel.[1] Schließlich absolvierte er von 1982 bis 1985 ein Schauspielstudium in Kiel. Anschließend war er am Schleswig-Holsteinischen Landestheater tätig. Es folgten Engagements am Renaissance-Theater, am Grips-Theater und an den Kammerspielen des Deutschen Theaters in Berlin. Zu Schauspielschul-Zeiten, Prahl hatte einen Elevenvertrag am Theater Kiel, musizierte er in der Band Ougenweide und gründete anschließend die Band Impuls.[2] Musik und Schauspiel liefen damals noch parallel, bis sich Prahl für die Schauspielerei entschied.

Sein Fernsehdebüt gab Axel Prahl 1992 in Max Färberböcks Schlafende Hunde. In Nachtgestalten, Prahls erstem Kinofilm, spielte er 1999 in einer Nebenrolle einen Polizisten und wurde seitdem immer wieder in dieser Rolle besetzt, so in Die Polizistin, Die Hoffnung stirbt zuletzt und Der Grenzer und das Mädchen. Der Film Nachtgestalten markiert auch den Beginn einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Regisseur Andreas Dresen: Für Die Polizistin, Halbe Treppe und Willenbrock wurde Axel Prahl mit diversen Darstellerpreisen, darunter dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Seit 2002 ermittelt er als Hauptkommissar Frank Thiel zusammen mit Jan Josef Liefers in der Rolle des höchst eigenwilligen Rechtsmediziners Prof. Karl-Friedrich Boerne in Münster für den Tatort. Zu dem Kinofilm Du bist nicht allein steuerte Axel Prahl 2007 mit einer Neuinterpretation des bekannten Schlagers auch das Titellied bei. Im Musikvideo zum Lied Wenn es passiert der Band Wir sind Helden ist er als Handelsvertreter zu sehen. Prahl und Andreas Dresen musizieren gemeinsam in einer Band ohne Namen.[3]

Am 27. Februar 2009 erschien das Hörbuch Wo die wilden Maden graben von Thorsten Nagelschmidt, auf dem Axel Prahl neben Farin Urlaub als Gastsprecher zu hören ist.

Axel Prahl hat drei Töchter und einen Sohn. Er lebt geschieden von seiner zweiten Ehefrau in Berlin.[4]

[Bearbeiten] Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten] Tatort-Folgen

  • 2002: Der dunkle Fleck
  • 2002: Fakten, Fakten
  • 2003: Dreimal schwarzer Kater
  • 2003: Sag nichts
  • 2004: Mörderspiele
  • 2004: Eine Leiche zuviel
  • 2005: Der Frauenflüsterer
  • 2005: Der doppelte Lott
  • 2006: Das ewig Böse
  • 2006: Das zweite Gesicht
  • 2007: Ruhe sanft
  • 2007: Satisfaktion
  • 2008: Krumme Hunde
  • 2008: Wolfsstunde
  • 2009: Höllenfahrt
  • 2009: Tempelräuber
  • 2010: Der Fluch der Mumie
  • 2010: Spargelzeit
  • 2011: Herrenabend
  • 2011: Zwischen den Ohren

[Bearbeiten] Diskografie

  • 2011: Du bist nicht allein – Axel Prahl feat. Jakob Ilja (Titelsong des gleichnamigen Films)
  • 2011: Blick aufs Mehr – Axel Prahl & Das Inselorchester (zusammen mit Danny Dziuk)

[Bearbeiten] Hörbücher

  • 2011: Wenn man bedenkt, dass wir alle verrückt sind… Axel Prahl und Jan Josef Liefers lesen Mark Twain. Random House Verlag, Köln, ISBN 3837109100

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Axel Prahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. MDR: Blick aufs Mehr, Figaro, 8. November 2011
  2. Quelle Bands: Audio Mediathek Bayern 3 Stars & Hits, Axel Prahl - Tatort Star, abrufbar unter: podster.de. Bands Ougenweide, Impuls; Min 16:50 ff.
  3. Über Prahl und Dresen´s Band ohne Namen
  4. Julia Schaaf: Schauspieler Axel Prahl: „War halt keck und vorlaut“, Frankfurter Allgemeine, 25. August 2011, abgerufen am 25. August 2011
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