Axpo Holding

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Axpo Holding AG
Logo Axpo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2001
Sitz Baden, Schweiz
Leitung Andrew Walo
(CEO)
Robert Lombardini
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 4'368 (2011/2012)
Umsatz 7,346 Mrd. CHF (2011/12)
Branche Stromversorgung
Website www.axpo.com
Die Axpo produziert Strom im Klöntalersee
… und im KKW Gösgen

Die Axpo Holding AG mit Hauptsitz in Baden AG ist ein Schweizer Energiedienstleistungskonzern.

Unternehmen[Bearbeiten]

Die Axpo-Gruppe versorgt in der Nordost- und Zentralschweiz rund 3 Millionen Menschen und mehrere tausend Industrie- und Gewerbebetriebe mit Energie und energienahen Dienstleistungen. Eigentümer der Axpo Holding sind die Nordostschweizer Kantone und deren Kantonswerke.

Die Axpo-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011/2012 einen konsolidierten Umsatz von 7,4 Milliarden Schweizer Franken und einen Gewinn von 282 Millionen Franken nach 45 Millionen Franken im Vorjahr.[1] Die Unternehmensgruppe ist stark in der Schweiz verankert, ist jedoch auch international tätig, insbesondere im internationalen Stromhandel. Insgesamt erbrachte die Axpo-Gruppe im Geschäftsjahr 2011/2012 73'952 Milliarden Kilowattstunden Energie in Form von Strom und Gas, davon entfielen 21'098 Milliarden Kilowattstunden auf das Versorgungsgebiet und 50 Milliarden Kilowattstunden auf dritte Unternehmen und Handel.[1] Die Axpo Gruppe ist mit eigenen Tochtergesellschaften in mittel-, ost- und südeuropäischen sowie skandinavischen Ländern vertreten und verfügt dort auch über eigene Anlagen.

Tochterunternehmen[Bearbeiten]

Die Axpo Holding hält namhafte Anteile an folgenden Unternehmen:

Aktionäre[Bearbeiten]

Die Aktien der Axpo Holding sind vollständig in der Hand der nordostschweizerischen Kantone bzw. Kantonswerke. Im Detail sind dies:[1]

Beteiligungen an Schweizer Kernkraftwerken[Bearbeiten]

Anlage Axpo AG EGL CKW Axpo
Kernkraftwerk Beznau 100,0 %
Kernkraftwerk Gösgen 25,0 % 12,5 % 37,5 %
Kernkraftwerk Leibstadt 22,8 % 16,3 % 13,6 % 52,7 %

Die CKW halten 13,57 Prozent der Aktien am KKL, 5,43 Prozent sind im Besitz der AEW Energie, die Miteigentümer der Axpo sind. Dadurch sind indirekt 58,1 Prozent des Kernkraftwerk Leibstadt im Besitz der Axpo und Axpo-naher Gesellschaften.

Zukünftige Ausrichtung[Bearbeiten]

Axpo plante bis 2011 möglichen zukünftigen Energieengpässen in der Schweiz mit dem Bau eines Kernkraftwerkes entgegenzutreten. Um die laut der Axpo Holding drohende Stromlücke zu schliessen, sei der Bau von Ersatz-Kernkraftwerken "unumgänglich".

Die Energiepolitik der Schweiz sieht nunmehr den Ausstieg der Schweiz aus der Atomkraft bis ins Jahr 2035 vor.

Axpo sucht den künftigen Kurs stärker in Richtung neuer erneuerbarer Energien und Energiebeschaffung im Ausland, da sie bei der Wahrnehmung ihres Versorgungsauftrages langfristig weniger auf einheimische Kernenergie bauen kann. Der Konzern wurde per Anfang Oktober 2012 neu formiert. Die Aktivitäten der früheren Axpo AG und der EGL wurden in den Bereichen Produktion und Netze sowie Handel und Vertrieb zusammengefasst. Um den Versorgungsauftrag zu erfüllen, sollen bis im Jahr 2030 rund 21 Milliarden Franken in den Neu- und Ausbau von Produktionskapazitäten und Netzen investiert werden, also im Durchschnitt pro Jahr etwa 1 Milliarde Franken.[2]

Die Axpo will sein jährliches Produktionsziel für erneuerbare Energien mehr als verdoppeln. Geplant sind 3.9 Terawattstunden Windstrom aus Kraftwerken auf dem Land und im Meer in Nordeuropa zu beziehen . Weiterhin eine grosse Rolle werden Wasserkraftwerke spielen. Gaskombiwerke sind eine Option. [3]

Kritik[Bearbeiten]

Die Axpo war 2011 nominiert für den Public Eye Award, mit welchem Konzerne ausgezeichnet werden, welche sich laut den Initianten besonders verantwortungslos gegenüber Mensch und Umwelt verhalten. Der Award ging jedoch an ein anderes Unternehmen. Gemäss Nominationstext ist die russische Anlage Majak, Bezugsort der Kernkraft-Brennelemente, der "verstrahlteste Ort der Welt"[4]. Die Neue Zürcher Zeitung schrieb dazu: Dass Umweltschützer besser über die Herkunft Bescheid wussten als die Axpo-Spezialisten, wirkt peinlich.[5] Die Axpo wollte die Anlage besuchen, was jedoch selbst den Inspektoren der Internationale Atomenergie-Organisation verwehrt wird.[6][7] Am 12. November 2011 kommunizierte Axpo, "vorübergehend den Auftrag erteilt" zu haben, auf Brennelemente aus Majak zu verzichten.[8] Während der Titel das Abwarten der nötigen Transparenz in den Vordergrund stellt, hält die Mitteilung gleich in deren Einleitung fest, dass es "keine Belege für eine unzulässige Belastung" gäbe und es wird festgehalten, die Anlagen entsprächen "international akzeptierten Vorschriften" und "erfüllen die gesetzlichen Anforderungen".

Anlagen in Deutschland[Bearbeiten]

Mast der Leitung Schlattingen-Thayngen südlich von Bietingen auf deutschem Boden
Schild an einem Mast der Leitung Schlattingen-Thayngen südlich von Bietingen auf deutschem Grund

Die Hochspannungsleitung Thayngen-Schlattingen der Axpo verläuft durch deutsches Gebiet, versorgt aber keine Umspannwerke in Deutschland.

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Varia[Bearbeiten]

Die Axpo Holding war bis zum Jahr 2012 Hauptsponsor der höchsten Schweizer Fussballliga, der Axpo Super League.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Axpo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Geschäftsbericht 2011/12 der Axpo Holding (PDF, 4 MB),
  2. Neue Zürcher Zeitung; 24. Januar 2012; Ausgaben-Nr. 19, S. 27
  3. Tages-Anzeiger; 24. Januar 2012; S. 37
  4. Nominationstext Public Eye Award
  5. NZZ vom 10. September 2010
  6. Aargauer Zeitung: nicht einmal IAEA darf Majak inspizieren
  7. NZZ vom 20. Juni 2011: Axpo in Russland "ausgesperrt"
  8. Axpo Mitteilung über den Auftrag, Majak-Material zu ersetzen.