Axtwerfen

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Das Axtwerfen war ursprünglich eine Kriegstaktik bei verschiedenen Völkern. Heute wird es als Sportart betrieben.

Axt und Messer (Weiterentwicklungen des Faustkeils) zählen zu den ältesten Werkzeugen bzw. Waffen des Menschen. Diese waren anfangs zu kostbar und zu wenig stabil, um sie effektiv als Wurfwaffe einzusetzen und dabei möglicherweise zu beschädigen oder zu verlieren. Dies änderte sich mit der Entdeckung des Metalls und schon bald konnte man Waffen herstellen, die einen Wurf nicht nur überstehen würden, sondern sogar erheblichen Schaden anzurichten vermochten, ohne dass man die schützende Distanz zur Beute bzw. zum Gegner verringern musste.

Geschichte[Bearbeiten]

Der eigentliche Ursprung des Axtwerfens liegt im Dunkeln der Geschichte. Die Streitaxt wurde aber bereits im Neolithikum bei den Streitaxtleuten ausgiebig eingesetzt. Sehr ausgeprägt und eingebunden in die Kriegstaktik war das Axtwerfen bei den Franken, deren bevorzugtes Wurfgerät, die „Franziska“, sogar nach ihnen benannt wurde. Diese zum Werfen optimierten Äxte wurden in der Schlacht aus dem eigenen Schildwall heraus auf den des Gegners geworfen, um Lücken zu schaffen und so einen frontalen Sturmangriff zu erleichtern.

Auch die amerikanischen Ureinwohner hatten Äxte, die zum Werfen geeignet waren: Die Tomahawks.

Wurfäxte haben eine kurze Reichweite (10 - 15 m) und wurden daher selten als Jagdwaffe benutzt, da hierbei ein Bogen weitaus effektiver ist.

Sportliches Axtwerfen[Bearbeiten]

Der heutige Sport des Axtwerfens leitet sich vom Zeitvertreib der skandinavischen und kanadischen Holzfäller ab, die ihre doppelschneidigen Äxte auf aufgehängte Baumscheiben um die Wette warfen. Dieser Sport wird noch heute traditionell in Schweden vom „Yxkastareförbundet“[1] ausgeübt, mit Meisterschaften für Männer und Frauen und einem ausführlichen Regelwerk. Auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern findet das Axtwerfen immer mehr Anhänger, die sich im Falle Deutschlands zusammen mit den Messerwerfern in einem Verein organisiert haben. Aber auch außerhalb dieser Organisationsstrukturen finden immer wieder Wettbewerbe statt, die zum Beispiel explizit die schwedischen Regeln zur Grundlage haben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Yxkastareförbundet“