Ayaz Mütəllibov

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Ayaz Mütəllibov (1992)

Ayaz Niyazi oğlu Mütəllibov (russisch Аяз Ниязович Муталибов/Ajas Nijasowitsch Mutalibow; * 12. Mai 1938 in Baku) ist ein aserbaidschanischer Politiker. Er war der letzte Vorsitzende des Ministerrats der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik und der erste Präsident des von der Sowjetunion unabhängigen Aserbaidschan vom 18. Oktober 1991 bis zum 14. Mai 1992.

Der Präsident der separatistischen und international nicht anerkannten Autonome Talysch-Mugan-Republik (1993) unterstützte Ayaz Mütallibov nach dem Ende seiner Präsidentschaft, indem er ihm Loyalität schwor.[1] Überhaupt wurde die Revolte als Versuch gesehen, den ehemaligen Präsidenten wieder in Aserbaidschan an die Macht zu bringen.[2]

Seither ist Ayaz Mütallibov Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Aserbaidschans. Er lebt seit 1992 in Moskau, Russland. Seine Frau ist Adila Mütəllibova. Er hat zwei Kinder, Zaur und Azad.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Ein wahrscheinliches Szenario ist jenes, dass diese Episode ein anderes Beispiel eines mächtigen örtlichen Warlord ist, der versucht einen Vorteil aus der inneren Instabilität Aserbaidschans zu ziehen, bei dieser Gelegenheit durch einen Appell an die ethnische persische Empfindung. Gummatov [Hummatov] hatte früher unter Mütallibov profitiert und es erscheint, als ob er einen Groll gegen Aliyev trug. Es gibt da Berichte, dass der rebellische Oberst einmal als Preis für das Ende der Rebellion die Abdankung Aliyevs und die Rückkehr Mütallibov verlangte. Übersetzung aus Alvin Z. Rubinstein, Oles M. Smolansky: Regional Power Rivalries in the New Eurasia: Russia, Turkey, and Iran, M.E. Sharpe, 1995, ISBN 1-56324-623-6, ISBN 978-1-56324-623-4
  2. Hummatov erhielt Unterstützung vom ehemaligen Verteidigungsminister Rahim Gaziev und schwor dem ehemaligen Präsidenten Ayaz Mütallibov Loyalität. Diese Revolte, die fast ohne Blutvergießen im August zusammenbrach, erschien als Teil der größeren Rebellion Huseynovs in Gəncə. Übersetzung aus Thomas De Waal: Black Garden: Armenia and Azerbaijan through Peace and War, NYU Press, 2004, ISBN 0-8147-1945-7