Aydınlık

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur gleichnamigen Karikaturistin siehe Semiramis Aydınlık.
Aydınlık
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Beschreibung türkische Tageszeitung
Verlag İstiklal Cd. Deva Çıkmazı No: 3/3 Beyoğlu/İstanbul
Erstausgabe 1. Juni 1921 (als Zeitschrift)
Erscheinungsweise täglich
Verkaufte Auflage
([1])
60.000 Exemplare
Chefredakteur Ferit İlsever
Herausgeber Mehmet Sabuncu
Weblink www.aydinlikgazete.com/

Aydınlık (türkisch: „Klarheit“) ist eine türkische Tageszeitung.

Erstausgabe 1921

Ursprünglich war Aydınlık eine Zeitschrift, die der Marxist Şefik Hüsnü Değmer 1921 gründete. 1968 wurde sie unter Doğu Perinçek "wiedergegründet". Sie war das Sprachrohr der von ihm geführten marxistisch-leninistischen Parteien TIKP und TIIKP, aus denen 1992 die İşçi Partisi hervorging, die sich in der u. A. als Erbe von Şefik Hüsnü und seiner Parteien TİÇSF und TSEKP sehen. Zu den wichtigsten Kolumnisten gehören Suha Baykal und Emcet Olcayku, außerdem Sule und Mehmet Perinçek, die Frau und der Sohn Doğu Perinçeks.

Die Zeitung ist linkskemalistisch, antikapitalistisch und entschieden gegen die AKP, die sie für ein Werkzeug des Westens hält mit dem Ziel, die Türkei zu zerstören. Sie sieht sich in der Tradition der "Nationaldemokratischen Revolution" (MDD) der 68er-Bewegung, aus der sie sich entwickelt hat (Doğu Perinçek war Studentenführer und Vorreiter des Maoismus in der Türkei). Demnach muss man zuerst die demokratische Revolution Atatürks vervollständigen, um den Schritt zum Sozialismus zu schaffen.

Im Zuge der Ermittlungen wegen der Ergenekon-Verschwörungsanklagen wurden im März 2008 neben Perinçek auch der Herausgeber Serhan Bolluk, der Direktor des Fernsehsenders Ulusal, Ferit İlsever, und der Journalist Adnan Akfırat festgenommen. Perinçek ist seitdem im Gefängnis von Silivri inhaftiert.

Seit dem 1. März 2011 erscheint die Zeitung täglich.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. wöchentliche Auflagezahlen türkischer Zeitungen