Azal Tinto

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Die Rotweinsorte Azal Tinto ist eine autochthone Sorte aus Portugal. Empfohlen wird ihr Anbau in den Regionen Douro, Minho, Beira Interior Norte und Beira Interior Sul.

Die Trauben werden Mitte September bis Mitte Oktober geerntet und erbringen einen sehr kräftig gefärbten Rotwein mit ausgesprochen hohem Anteil an Äpfelsäure, der als Basis für den roten Vinho Verde verwendet wird. Der Säureanteil ist wichtiger Bestandteil für die malolaktische Gärung des Weins.

Neben der Sorte Azal Tinto gehören noch die Sorten Azal Alberto, Azal Azedo, Azal Doce, Azal Preto und Azal Branco zur Rebsortenfamilie Azal.

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten]

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Azal Tinto hat weiße, wollige Triebspitzen. Junge Blätter sind flaumig und grün.
  • Ausgewachsene Blätter sind flach und mittelgroß (siehe den Artikel Blattform). Ihre Stielbucht ist V-förmig. Die dreilappigen Blätter sind an ihren Rändern mit kleinen Zähnen besetzt.
  • Die Trauben dieser Rebsorte sind klein bis mittelgroß und konisch. Die kugelförmigen Beeren sind bläulich schwarz.

Azal Tinto ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera). Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.

Synonyme[Bearbeiten]

Die Rebsorte Azal Tinto ist auch unter den Namen Amaral (in Penafiel and Amarante), Amaral Preto, Azal, Cainho Bravo (in Monção), Cainho Miudo (ebenfalls in Monção), Cainzinho (in Arcos de Valdevez), Chachon und Sousão Galego (in Basto) bekannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]