Bärbel Schäfer

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Dieser Artikel behandelt die Fernsehmoderatorin und -produzentin. Zur gleichnamigen Regierungspräsidentin siehe Bärbel Schäfer (Regierungspräsidentin).

Bärbel Schäfer (* 16. Dezember 1963 in Bremen) ist eine deutsche Fernsehmoderatorin und -produzentin.

Biografie[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

Von 1980 bis 1981 besuchte Schäfer eine High School in den USA und erhielt ein Tennis-Stipendium. Außerdem moderierte sie die Talkshow Guests In Our Town. Nach dem Abitur 1984 am Gymnasium an der Hamburger Straße in Bremen absolvierte Bärbel Schäfer von 1985 bis 1988 eine Ausbildung zur Hotelkauffrau. Von 1988 bis 1992 studierte sie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte. Anfang der 1990er Jahre absolvierte sie ein Praktikum beim WDR.[1]

Beruf[Bearbeiten]

Bärbel Schäfer (2003)
Abdruck der Hände in der Lloyd-Passage

Nach ihrem Praktikum beim WDR blieb Schäfer beim Sender und führte dort durch verschiedene Sendungen, u. a. Hollymünd, Sixteen und U 30. 1995 erhielt sie beim Privatsender RTL ihre tägliche Talkshow Bärbel Schäfer, die sie bis 2002 1.500-mal moderierte. Am 15. Januar 2000 führte sie erstmals durch die RTL-Show Ihr seid wohl wahnsinnig zusammen mit Kalle Pohl. Dabei mussten sowohl die Kandidaten als auch die Moderatoren Mutproben bestehen. Sie stürzte zum Beispiel in einem Auto 25 Meter in die Tiefe. In der Show am 17. September 2000 legte sie sich zwischen zwei Gleise und ließ sich von einem Güterzug überrollen. Da die Gefahr der Nachahmung als zu groß eingeschätzt wurde, wurde die Sendung eingestellt – auch auf Betreiben der Landesmedienanstalt.

1998 gründete sie mit ihrem Bruder Martin Schäfer (* 31. Dezember 1966 in Bremen; † 15. Oktober 2013 bei Pegnitz) die eigene Produktionsfirma Couch Potatoes.[2] Die zuvor von Hans Meisers Firma creatv produzierte Sendung Bärbel Schäfer wurde danach von Couch Potatoes hergestellt. Von 2003 bis 2004 führte sie in der ARD durch die Sendung Wellness TV. Seit September 2006 moderiert sie bei RTL 2 die Ratgebersendung Ich will zurück ins Leben!. Am 16. Januar 2007 übernahm sie das Talkshow-Format von Arabella Kiesbauer auf N24.[3] Im Jahr 2008 wurde die Sendung wegen Differenzen zwischen dem Produzenten und N24 nicht fortgesetzt.[4] Bärbel Schäfer ist häufig in der Fernsehsendung Dings vom Dach zu Gast, die im hr-fernsehen ausgestrahlt wird. Seit Januar 2009 hat Schäfer ein eigenes Talk-Format bei dem öffentlich-rechtlichen Radiosender hr3. Es wird jede Woche sonntags zwischen 10 und 12 Uhr live ausgestrahlt.[5]

Privates[Bearbeiten]

1998 starb Schäfers damaliger Lebensgefährte, der Fotograf Kay Degenhard, bei einem Unfall auf der Autobahn. 2004 heiratete Schäfer Michel Friedman in Eschborn. Danach konvertierte sie zum Judentum und schloss die Ehe nach jüdischem Ritus in der Park East Synagogue in der Upper East Side von Manhattan (New York City). Das Paar hat zwei gemeinsame Söhne.[6] Seit 2001 engagiert Schäfer sich karitativ bei UNICEF, seit 2004 auch für das Bremer Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V.

Am 15. Oktober 2013 verunglückte ihr 46-jähriger Bruder Martin auf der A9 bei Pegnitz tödlich mit seinem Carrera 911, nachdem er bei regennasser Fahrbahn ins Schleudern geraten war und die seitliche Leitplanke durchbrochen hatte.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Zs. m. Susanne Luerweg: Wer, wenn nicht er? Roman (2005) ISBN 3-453-29007-0
  • Zs. m. Monika Schuck: Ich wollte mein Leben zurück. Rütten & Loening, 2006, ISBN 3-352-00658-X
  • Zs. m. Susanne Luerweg: Schaumküsse. Diana Verlag, 2007, ISBN 978-3-453-29022-8
  • Zs. m. Monika Schuck: Die besten Jahre: Frauen erzählen vom Älterwerden.Kiepenheuer Verlag, 2008 ISBN 3-378-01091-6
  • Zs. m. Monika Schuck: Das Glücksgeheimnis: Paare erzählen vom Gelingen ihrer Liebe. Kiepenheuer Verlag, 2009 ISBN 3-378-01102-5
  • Zs. m. Achim Winter: Zen im Gurkenbeet, weissbooks.w, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-940888-12-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bärbel Schäfer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Talkshows als Kommunikationsschule - oder als Ersatz dafür? Forum „Sprech-Kontakte“ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
  2. Petra Fürst: Keine Angst vor Emotionen. 25. August 2006. Keine Angst vor Emotionen (Version vom 20. Oktober 2007 im Internet Archive) Abgerufen am 7. September 2006.
  3. N24.de: Bärbel Schäfer talkt auf N24 (Version vom 26. September 2007 im Internet Archive)
  4. Quotenmeter.de exklusiv: N24 trennt sich von «Bärbel Schäfer»-Talkshow
  5. Informationen des Senders zur Talkshow
  6. bunte.de: Sie wäre gern früher Mutter geworden, vom 23. Nov 2012
  7. Friedman und Schäfer in Trauer – Bruder von Bärbel Schäfer stirbt bei Horrorcrash, Focus. Abgerufen am 30. August 2014.