Bärenstein (Erzgebirge)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Erzgebirgskreis | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Bärenstein | |
| Höhe: | 713 m ü. NN | |
| Fläche: | 5,45 km² | |
| Einwohner: |
2.571 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 472 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 09471 | |
| Vorwahl: | 037347 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ERZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 21 060 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Oberwiesenthaler Str. 14 09471 Bärenstein |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernd Schlegel | |
| Lage der Gemeinde Bärenstein im Erzgebirgskreis | ||
Bärenstein ist eine Gemeinde am Pöhlbach im Erzgebirgskreis in Sachsen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Der Ort liegt in etwa 710 m über NN direkt an der deutsch-tschechischen Grenze im Tal des Pöhlbaches.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Nachbargemeinde im Norden ist Königswalde, im Westen Sehmatal und im Süden Oberwiesenthal. Im Osten liegt die tschechische Stadt Vejprty (Weipert).
[Bearbeiten] Gliederung
Bärenstein besteht aus den Ortsteilen Bärenstein, Stahlberg, Kühberg und Niederschlag.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort Bärenstein entstand um 1500. 1525 findet sich die erste urkundliche Erwähnung, am Pernstein. 1548 wurde Bärenstein zu einem Ratsdorf von Annaberg. Mit rund 700 Einwohnern war Bärenstein nach dem Dreißigjährigen Krieg eines der einwohnerreichsten Dörfer des Erzgebirges. 1834 erhielt Bärenstein das Marktrecht. Mit dem Bau der Bahnstrecke von Annaberg nach Weipert 1867 begann der wirtschaftliche Aufschwung, vor allem in der Textilindustrie. In die ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Annaberg gehörende Landgemeinde wurde 1896 Stahlberg eingemeindet.
Nach 1945 wurden die bestehenden Grenzübergänge in die Tschechoslowakei gesperrt und erst nach 1990 wieder geöffnet.
Mit Königswalde besteht eine Verwaltungsgemeinschaft.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
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Am 3. Oktober 1990 zählte Bärenstein 3171 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:
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[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder, davon hat seit der Kommunalwahl 2009 die Bärensteiner Liste 12 Sitze und die Linke 2 Sitze.
[Bearbeiten] Partnerschaft
Partnergemeinde ist Planegg.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
In Bärenstein steht direkt an der B 95 die evangelisch-lutherische Erlöserkirche aus dem Jahr 1655.[4]
[Bearbeiten] Naturdenkmäler
Unweit des Ortes befindet sich der Bärenstein, einer der obererzgebirgischen Basaltberge mit Aussichtsturm und Unterkunftshaus.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaftlich ist besonders der Tourismus im Winter von Bedeutung. In der Nähe des Ortsteiles Niederschlag wurde am 28. Oktober 2010 ein neues Bergwerk aufgefahren. Ab Mitte 2012 sollen dort jährlich zwischen 50.000 und 130.000 Tonnen Flussspat abgebaut werden, zunächst müssen in den kommenden anderthalb Jahren aber 200.000 Tonnen Gestein gesprengt und abtransportiert werden, um die Fundstelle zu erreichen. Betreiber ist die Erzgebirgische Fluss- und Schwerspatcompagnie Geos (EFS Geos). Dieses Bergwerk ist das erste neue Bergwerk seit der politischen Wende in Sachsen 1989/90.[5]
[Bearbeiten] Verkehr
Durch den Ort führen die Bundesstraße 95 (Leipzig–Chemnitz–Oberwiesenthal), die weiter nach Karlovy Vary (Karlsbad) führt, und die Eisenbahnstrecke (Chemnitz)–Flöha–Annaberg-Buchholz–Vejprty (Weipert)–(Chomutov). In Bärenstein besteht ein PKW-Grenzübergang nach Vejprty.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Franz Ulbrich (* 22. Januar 1885 in Bärenstein; † 6. Dezember 1950 in Kassel), Regisseur und Intendant
- Rüdiger Alberti (* 13. Juli 1898 in Bärenstein; † 12. August 1953 in Leipzig), Pfarrer
- Curt Herbert Richter (* 6. November 1898 in Bärenstein; † 3. Februar 1974 in Bernsbach), Zithersolist und Komponist
- Lukas Richter (* 22. Februar 1923 in Bärenstein; † 24. September 2000 in Berlin), Musikhistoriker
- Rudolf Pleil (* 1924 im Ortsteil Kühberg; † 1958 in Celle), späterer Serienmörder
- Steffen Flath (* 10. Februar 1957 in Bärenstein), Politiker (CDU)
- Heinz Werner Höber (* 20. Mai 1931 in Bärenstein; † 15. Mai 1996 in Berlin-Charlottenburg), Romanschriftsteller, gilt als Vater des Taschenbuchhelden G-Man Jerry Cotton
[Bearbeiten] Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
- Friedrich Hermann Löscher (* 14. September 1860 in Annaberg; † 27. Dezember 1944 in Bärenstein), Pfarrer und Heimatforscher des Erzgebirges
[Bearbeiten] Literatur
- Richard Steche: Bärenstein. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 4. Heft: Amtshauptmannschaft Annaberg. C. C. Meinhold, Dresden 1885, S. 53.
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Internetpräsenz der Verwaltungsgemeinschaft Bärenstein-Königswalde
- Bärenstein im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- Geschichte der Erlöserkirche Bärenstein
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ Bärenstein im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
- ↑ Erlöserkirche Bärenstein. In: Erloeserkirche-Bärenstein.de. Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Bärenstein, abgerufen am 19. Januar 2011.
- ↑ Erstes Erzbergwerk seit Jahrzehnten wird eröffnet. In: freiepresse.de. Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG, abgerufen am 31. Oktober 2010.
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