Béla Kovács (Jobbik)

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Béla Kovács (* 25. Februar 1960 in Budapest) ist ein ungarischer Politiker der Jobbik.

Leben[Bearbeiten]

Kovács war als Finanzsachbearbeiter und Diplom-Buchhalter in Ungarn tätig. Am 31. Mai 2010 ist er für Zoltán Balczó in das Europäische Parlament nachgerückt.

Béla Kovács wurde von seiner Mutter nach der Geburt zur Adoption freigegeben, sein Vater ist unbekannt. Seine Adoptiveltern arbeiteten für das ungarische Außenministerium in Dienstleistungspositionen. Unter anderem arbeiteten sie an der Botschaft Ungarns in Tokyo.[1] Er besuchte dort die amerikanische Schule und lernte Englisch wie auch Japanisch.[1] Er studierte zunächst an einer amerikanischen Universität und lernte in dieser Zeit Swetlana Istoschina, seine spätere Ehefrau kennen.[1] Er studierte dann in Moskau.[1] Hiernach gründete und leitete er nach eigenen Angaben verschiedene Unternehmen in Russland und in Japan.[1] 2003 zog das Ehepaar nach Ungarn, wo sich Kovács in der rechten Jobbik-Partei engagierte.[1]

Während des Referendums über die Unabhängigkeit der Republik Krim von der Ukraine war auch Béla Kovács als Beobachter zugegen. Er verwahrte sich gegen die Desinformationskampagne in den ukrainischen Medien gegen die Beobachter des Referendums. Ihre Verleumdung als Stalinisten wies er entschieden zurück, zumal es sich nach seinen Worten um mehr als 60 europäische Politiker handle, die das gesamte politische Spektrum verträten.[2]

2014 wurde der Verdacht bekannt, dass Kovács oder seine Frau für den russischen Nachrichtendienst arbeiten könnten.[1] [3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Boris Kálnoky, Sitzt ein ungarischer KGB-Spion im EU-Parlament?, Die Welt vom 26. September 2014.
  2. Référendum en Crimée: qu’en ont pensé les observateurs étrangers ?; Referendum auf der Krim: was halten die ausländischen Beobachter davon?, RIA Nowosti
  3. Index.hu: A glorious match made in Russia, 28. September 2014

Weblinks[Bearbeiten]